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28.07.2017

22:52 Uhr

Börse New York

Amazon-Aktienkurse drücken Wall Street

Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal deutlich gewachsen – einen positiven Einfluss auf die US-Börsen hat das aber nicht. Die schwächelnden Amazon-Aktien drücken andere Technologiegrößen und den Dow Jones.

Börse Frankfurt

Anleger senken den Daumen über fast allen Quartalsbilanzen

Börse Frankfurt: Anleger senken den Daumen über fast allen Quartalsbilanzen

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New YorkAmazon hat zum Wochenschluss die Wall Street belastet. Nach der Vorlage von Geschäftszahlen gerieten die Papiere des weltgrößten Online-Händlers unter Druck und zogen die US-Börsen mit nach unten. Angesichts der Berichtssaison, auf die Investoren dieses Mal besonderes Augenmerk legen, gerieten die Zahlen zum US-Wachstum in den Hintergrund. Die US-Wirtschaft hat sich nach einer Schwächephase zu Jahresbeginn im Frühjahr wieder berappelt. Von April und Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,6 Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher auf 21.830 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank dagegen 0,1 Prozent auf 2472 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,1 Prozent auf 6374 Punkte. Auf Wochensicht ergibt sich für den Dow ein Plus von 1,2 Prozent, während der S&P auf der Stelle trat und die Nasdaq 0,2 Prozent einbüßte. Am Aktienmarkt schlug der 77-prozentige Gewinneinbruch von Amazon Investoren auf die Stimmung. Der weltgrößte Online-Händler nimmt für seine Expansion höhere Kosten in Kauf. Vor dem Hintergrund des rasanten Umsatzwachstums seien die gestiegenen Ausgaben aber nicht negativ, betonten die Experten des Vermögensverwalters Needham. Amazon-Titel verloren dennoch 2,48 Prozent auf 1020 Dollar, nachdem ihr Rekordhoch von 1083,31 Dollar den Firmengründer Jeff Bezos am Donnerstag kurzzeitig zum reichsten Mann der Welt gemacht hatte.

Dass US-Präsident Donald Trump im US-Senat mit dem Versuch, die Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama auszuhebeln, erneut scheiterte, trug ebenfalls zur eher schlechten Stimmung bei. „Es scheint, als ob Obamacare zum Alptraum für Trump wird, und das ist auch für die Märkte keine gute Nachricht“, sagte Analyst Naeem Aslam von ThinkMarkets. Die Erfolgsaussichten für Trumps andere Pläne würden damit zunehmend fraglich.

Mit einem Aufschlag von einem Prozent waren die Anteilsscheine von Intel gefragt. Der weltgrößte Chiphersteller blickt optimistischer auf sein traditionelles PC-Geschäft und neue Bereiche wie künstliche Intelligenz oder selbstfahrende Autos. Nach einem überraschend starken Umsatz- und Gewinnanstieg im abgelaufenen Quartal hob der Konzern aus dem Silicon Valley seine Prognose für das Gesamtjahr an.

Mehr als neun Prozent abwärts ging es für Starbucks. Die Kaffeehauskette dämpft die Erwartungen an ihr US-Geschäft. Der Gewinn fiel im abgelaufenen dritten Quartal auf 691 Millionen Dollar von 754 Millionen vor Jahresfrist. Für das vierte Quartal zeigte sich das Unternehmen wegen des harten Kampfes um Marktanteile zurückhaltend.

Mattel kommt mit seinen Barbie-Puppen und Fisher-Price-Spielzeug nicht so gut an wie erhofft. Der Umsatz legte im abgelaufenen Quartal zwar um zwei Prozent auf 974 Millionen Dollar zu. Von Reuters befragte Analysten hatten aber mehr erwartet. Die Aktie des Spielzeugherstellers brach 8,6 Prozent ein. Der Dax verlor am Freitag 0,4 Prozent auf 12.162 Punkte. Der EuroStoxx50 büßte 0,9 Prozent auf 3462 Zähler ein.

Von

rtr

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