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26.11.2015

00:39 Uhr

Börse New York

An der Wall Street herrscht Feiertagsstimmung

Vor Thanksgiving herrscht an den US-Börsen Ruhe. Ermutigende Signale kommen vom Arbeitsmarkt. Konjunkturdaten sorgen für Kursgewinne insbesondere bei Aktien aus dem Konsum- und dem Gesundheitssektor.

Händler in New York: Konjunkturdaten bekräftigen die Erwartungen, dass die US-Notenbank (Fed) Mitte Dezember die erste Zinserhöhung seit 2006 beschließen wird. ap

Wall Street

Händler in New York: Konjunkturdaten bekräftigen die Erwartungen, dass die US-Notenbank (Fed) Mitte Dezember die erste Zinserhöhung seit 2006 beschließen wird.

New YorkDie New Yorker Börsen sind am Mittwoch auf der Stelle getreten. Vor dem Feiertag „Thanksgiving“ und dem folgenden Brückentag „Black Friday“ mit einem verkürzten Handel hätten die Märkte keine großen Sprünge mehr gemacht, sagte Marktexperte Jens Klatt vom Analysehaus DailyFX. Investoren hätten sich zurückgehalten, bevor sie über das - für viele Anleger - lange Wochenende womöglich von politischer Unsicherheit falsch erwischt würden.

Die Konjunkturdaten ballten sich indes vor dem Feiertag: Die Aufträge für langlebige Güter waren deutlich stärker gestiegen als erwartet, während die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zurückgegangen war. Das deutet vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung im Dezember laut Alfonso Esparza vom Währungshändler Oanda auf einen starken Abschluss des vierten Quartals in den USA. Das von der Universität Michigan erhobene Verbrauchervertrauen enttäuschte dagegen und die Konsumausgaben der privaten Haushalte in den USA hatten erneut nur schwach angezogen.

Der Dow-Jones-Industrial-Index schloss mit einem kleinen Plus von 0,01 Prozent bei 17 813,39 Punkten. Er hält vor dem „Black Friday“ Sichtkontakt zu seinem Rekordhoch vom Mai bei 18 351 Punkten. Der Freitag nach dem „Thanksgiving“-Fest läutet in den USA traditionell das Weihnachtsgeschäft ein. Auch der breit gefasste Aktienindex S&P 500 trat zur Wochenmitte mit minus 0,01 Prozent bei 2088,87 Punkten auf der Stelle. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,07 Prozent auf 4672,88 Punkte.

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Tagesgewinner im Dow-Jones-Industrial-Index waren wie am Vortag die Papiere von Pfizer mit plus 2,82 Prozent. Zum Wochenauftakt hatte der Viagra-Konzern ein offizielles Angebot für den Botox-Hersteller Allergan im Wert von rund 160 Milliarden US-Dollar vorgelegt und war daraufhin unter Druck geraten. Mit der Rekordfusion soll der größte Pharmakonzern der Welt entstehen. Allergan-Titel knüpften mit plus 2,84 Prozent ebenfalls an ihre Vortageserholung an.

Die Aktien des Sportartikelherstellers Nike erreichten ein Rekordhoch. Sie gingen als zweitbester Wert in dem Leitindex 1,22 Prozent höher aus dem Handel. Schwach präsentierten sich dagegen die Papiere von General Electric (GE) mit minus 0,98 Prozent. Sie hatten seit Anfang Oktober allerdings kräftig zugelegt und zuletzt schon etwas an Dynamik verloren. GE schloss den Verkauf seines Geschäfts mit Finanzdienstleistungen in Australien und Neuseeland ab.

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Die Aktien der HP Inc brachen nach der Zahlenvorlage des PC- und Druckerherstellers um 13,66 Prozent ein. Das letzte Quartal vor der Aufspaltung des Konzerns enttäuschte mit einem Umsatzrückgang und stagnierendem Gewinn. Der zweite Unternehmensteil, die Hewlett Packard Enterprise, in der das Geschäft mit Unternehmen sowie Software und Finanzdienstleistungen unterkam, überzeugte dagegen mit seiner Segmentberichterstattung. Die Papiere zogen um 3,14 Prozent an.

Beim Traktorenhersteller Deere & Co lobte Analyst Henry Kirn von der Societe Generale in seiner ersten Einschätzung der Zahlen ein besser als erwartet ausgefallenes viertes Geschäftsquartal. Zusammen mit dem planmäßigen Gewinnausblick begünstigt das laut Kirn eine kurzfristige Erholungsrally der Aktien: Sie gewannen 4,79 Prozent. Deere kämpft mit der weltweit schwierigen Lage am Agrarmaschinen-Markt.

Der Euro wurde zuletzt bei 1,0618 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0586 (Dienstag: 1,0651) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,9446 (0,9389) Euro. Der Kurs richtungweisender zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um 2/32 auf 100 5/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,23 Prozent.

Von

rtr

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