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17.11.2016

00:42 Uhr

Börse New York

Angriff auf neues Allzeithoch abgeblasen

Nach sieben Gewinntagen in Folge hat der Dow Jones am Mittwoch mit Verlusten geschlossen. Angeführt wurden die Verlierer von Finanzwerten. Die Anleger beschäftigte auch die Frage nach einer Zinserhöhung durch die Fed.

Beschließen Janet Yellen und ihre Führungsriege der Fed schon im Dezember eine Leitzinserhöhung? Reuters

„Komm schon, Janet.“

Beschließen Janet Yellen und ihre Führungsriege der Fed schon im Dezember eine Leitzinserhöhung?

New York Die Wall Street hat am Mittwoch keine einheitliche Richtung gefunden. Eine Woche nach dem Wahlsieg von Donald Trump rätseln Investoren über den wirtschaftspolitischen Kurs der USA, was auf dem Dow-Jones-Index lastete.

Davon profitiert allerdings der Technologiesektor. Dieser hatte nach der überraschenden Wahl des Republikaners deutlich Federn gelassen, da Anleger fürchteten, dass das erwartete milliardenschwere Konjunkturprogramm von Trump den Technologiewerten am wenigsten nützen dürfte.

Nun finde ein Realitätscheck statt, sagte Brad McMillan, Chef-Investmentstratege bei Commonwealth Fund. „Die Märkte sind seit der Wahl deutlich gestiegen und jetzt wird es Zeit für eine Überprüfung. Sind wir zu schnell zu weit gegangen?“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,3 Prozent tiefer bei 18.868 Punkten aus dem Handel. Er hatte zuletzt sieben Tage in Folge zugelegt und ein Rekordhoch markiert. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 0,2 Prozent auf 2177 Zähler. Dagegen gewann der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,4 Prozent auf 5295 Stellen. Dax und EuroStoxx50 gingen mit einem Minus von jeweils 0,7 Prozent bei 10.664 und 3029 Punkten aus dem Handel.

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Viele Marktteilnehmer würden sich auch vor der wichtigen Sitzung der US-Notenbank Fed Mitte Dezember zurückhalten, hieß es am Markt. Die meisten Experten erwarten, dass die Fed die Leitzinsen dann anheben wird. Der US-Währungshüter James Bullard sagte, schon eine einzelne Zinserhöhung könne ausreichen, um eine neutrale und somit nicht mehr konjunkturstimulierende Geldpolitik zu erreichen. Der Schritt könnte bereits im Dezember erfolgen. Viele Fachleute gehen davon aus, dass der künftige Präsident die Staatskasse bald öffnet - in Form von Steuersenkungen und Investitionen in die Infrastruktur.

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Auf den Verkaufslisten der Anleger standen vor allem Finanzwerte. Der Finanzindex gab 1,4 Prozent nach. Seit der Wahl am 8. November hatte er elf Prozent zugelegt. Die Ankündigung von Trump, die Banken weniger stark regulieren zu wollen, hatte für eine Rally gesorgt. Investoren sollten Gewinne mitnehmen und zunächst abwarten, ob die Wahlversprechen auch umgesetzt würden, hieß es in einer Anlagestudie vom Broker Baird. Das größte Minus verzeichneten die Aktien von JPMorgan mit 2,5 Prozent. Hier belastete zum Handelsende hin zudem, dass eine Reporterin von Fox Business Network twitterte, Bankchef Jamie Dimon könnte unter Trump Finanzminister werden. Ein „großes Treffen“ dazu sei für Donnerstag geplant.

Apple gewannen dagegen 2,7 Prozent - das war der höchste Anstieg seit der Wahl. Bei den Einzelwerten stand zudem Target im Fokus. Die Aktie der Einzelhandelskette verteuerte sich über sechs Prozent, nachdem der Quartalsgewinn überraschend hoch ausfiel und die Prognose für das Gesamtjahr angehoben wurde.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 890 Millionen Aktien den Besitzer. 1569 Werte legten zu, 1419 gaben nach und 115 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,04 Milliarden Aktien 1488 im Plus, 1345 im Minus und 208 unverändert.

Am US-Anleihenmarkt legten die Kurse zu. Neueste Konjunkturdaten legten nahe, dass die Inflation langsamer steigen könnte als bislang erwartet. Das macht Anleihen wieder attraktiver. Die zehnjährigen Staatsanleihen stiegen 05/32 auf 98-01/32. Sie rentierten mit 2,2207 Prozent. Die 30-Jährigen kletterten 1-01/32 auf 99-03/32 und hatten eine Rendite von 2,9206 Prozent.

Von

rtr

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