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03.12.2013

22:39 Uhr

Börse New York

Anleger an der Wall Street machen Kasse

Die Fed hat es in der Hand. Die US-Notenbank entscheidet darüber, ob die Hausse an den Aktienmärkten weitergehen wird oder nicht. In den USA werden die Anleger skeptischer. Sie schicken die Wall Street auf Talfahrt.

Die Blicke der Händler werden skeptischer. Immer mehr Börsianer glauben an ein „Tapering“ Anfang des neuen Jahres. ap

Die Blicke der Händler werden skeptischer. Immer mehr Börsianer glauben an ein „Tapering“ Anfang des neuen Jahres.

New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag ihre Verlustserie fortgesetzt. Grund für die Skepsis der Anleger waren erneut Spekulationen, die US-Notenbank könne ihre Konjunkturstützen früher drosseln als bislang angenommen. Bereits am Montag hatten starke Konjunkturdaten Argumente für eine Verringerung der Anleihenkäufe geliefert und den Aktien so Verluste beschert. Einige Börsianer begründeten die Abschläge auch mit Gewinnmitnahmen nach der Rekordjagd in den vergangenen Wochen.

"Sehr starke Daten würden sicherlich die Voraussetzungen für ein 'Tapering' im Januar schaffen", erklärte Rick Meckler von LibertyView Capital Management. Im Börsenjargon bedeutet "Tapering" die erwartete Reduzierung der Anleihenkäufe durch die Fed. "Ich wäre überrascht, wenn sie in den letzten Wochen des Jahres noch einen bedeutenden Schritt unternehmen. Tatsache ist jedoch, dass er bevorsteht."

Deutsche-Bank-Prognose für 2014

Dax

9800 Punkte

S&P 500

1850 Punkte

Rohöl Sorte Brent

105 Dollar je Barrel

Gold

1325 Dollar je Feinunze

Zehnjährige Bundesanleihen
Zehnjährige US-Treasuries

3,5 Prozent

Euro-Dollar

1,15 Dollar

Hinweise auf den Fed-Kurs erhoffen sich die Investoren vor allem von den ab Mittwoch anstehenden Arbeitsmarktdaten. Denn die US-Notenbank will erst mit einer Straffung ihrer ultralockeren Geldpolitik beginnen, wenn sich der Arbeitsmarkt in den USA nachhaltig erholt hat.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sank um 0,6 Prozent auf 15.914 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 ging um 0,3 Prozent auf 1795 Zähler zurück. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 4037 Punkte. Die Anleger am deutschen Aktienmärkten machten ebenfalls Kasse. Der Dax verlor bei hohen Umsätzen 1,9 Prozent auf 9223 Punkte - der größte Tagesverlust seit gut drei Monaten. Der EuroStoxx50 büßte 2,1 Prozent auf 3013 Zähler ein.

Zu den Tagesgewinnern in New York gehörten die Aktien von Tesla mit einem Zuwachs von mehr als 16 Prozent. Der Hersteller von Elektroautos hatte mitgeteilt, dass das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt eine Untersuchung der jüngsten Batteriebrände abgeschlossen habe und zunächst keine weiteren Schritte für nötig halte.

Apple-Aktien zogen knapp drei Prozent an. Der Unterhaltungskonzern hatte mitgeteilt, das auf die Analyse von Twitter -Daten spezialisierte Startup-Unternehmen Topsy zu übernehmen. Der Kauf ist ungewöhnlich, da sich der US-Technologiekonzern auf das Geschäft mit Hardware konzentriert und selten Vorstöße in die Welt der sozialen Netze unternimmt.

Die Papiere des K+S-Rivalen Potash reagierten mit einem Anstieg von 0,3 Prozent auf die Ankündigung des Düngemittelherstellers, wegen der Branchenkrise fast jede fünfte Stelle zu streichen.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen General Motors und Ford, obwohl sie im November den Absatz auf ihrem Heimatmarkt gesteigert hatten. GM sanken um 2,5 Prozent und Ford um 2,9 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 770 Millionen Aktien den Besitzer. 1158 Werte legten zu, 1837 gaben nach, und 98 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 967 im Plus, 1592 im Minus und 94 unverändert.

Von

rtr

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