Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.02.2013

00:07 Uhr

Börse New York

Anleger schicken US-Indizes auf Talfahrt

Die Börse in New York hat mit Verlusten geschlossen. Die Angst vor einem möglichen Ende der ultralockeren Geldpolitik belastete die Märkte. Die jüngsten Daten vom US-Arbeitsmarkt verstärkten den Abwärtstrend.

Händler an der NYSE: Die Angst vor einem Ende der Staatsanleihekäufe durch die US-Notenbank belastet die Stimmung. AP/dpa

Händler an der NYSE: Die Angst vor einem Ende der Staatsanleihekäufe durch die US-Notenbank belastet die Stimmung.

New YorkAn den New Yorker Aktienmärkten haben am Donnerstag durchwachsene Konjunkturdaten die Kurse gedrückt. Bei Anlegern wuchs die Sorge um das Wirtschaftswachstum, nachdem der Konjunkturindex der Federal Reserve von Philadelphia im Februar um 12,5 Punkte absackte. Analysten hatten mit einem Anstieg gerechnet.

Zudem meldeten sich mehr US-Bürger erstmals arbeitslos als angenommen. In den Knochen steckte den Investoren auch noch die Erklärung der US-Notenbank, wonach die Fed von ihrer ultralockeren Geldpolitik Abstand nehmen könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent schwächer bei 13.880 Punkten. Im Verlauf bewegte er sich zwischen 13.834 und 13.927 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 0,6 Prozent auf 1502 Zähler ein, der Index der Technologiebörse Nasdaq 1,0 Prozent auf 3131 Stellen. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 1,9 Prozent bei 7583 Punkten aus dem Handel.

"Der Bericht der Fed von Philadelphia ist erschreckend schwach ausgefallen und verstärkt die Sorgen um ein anhaltendes Wirtschaftswachstum", erklärte Charles-Schwab-Analyst Brad Sorensen. "Alles, was wir an Wachstum sehen, ist mau."

Börsianern zufolge erhöhten die Daten die Verunsicherung der Anleger. Denn schlechte Konjunkturzahlen könnten die Fed wiederum davon abbringen, an der extrem lockeren Geldpolitik etwas zu ändern. Der CBOE-Volatilitäts-Index, ein Gradmesser für die Nervosität der Anleger, stieg um 6.7 Prozent auf 15.67 Punkte - den höchsten Stand seit zwei Monaten.

"Die Anleger stecken in einem Zwiespalt", sagte ein Händler. "Entweder signalisieren solche Daten, dass die Fed die Märkte weiter mit Geld fluten wird, um die Wirtschaft anzukurbeln. Oder sie zeigen, dass die US-Wirtschaft länger braucht, um wieder auf die Beine zu kommen."

Sitzungsprotokoll: US-Notenbank streitet über ihren Kurs

Sitzungsprotokoll

US-Notenbank streitet über ihren Kurs

Das Protokoll der Fed heizt Spekulationen um ein Ende der lockeren Geldpolitik an.

Aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll der Januar-Sitzung der Fed war hervorgegangen, dass einige Notenbanker Zweifel an Sinn und Wirksamkeit der aktuellen Geldpolitik hegen und eine Drosselung oder eine Einstellung des Anleihekaufprogramms für möglich halten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×