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04.08.2015

23:23 Uhr

Börse New York

Apple-Kursrutsch belastet Wall Street

Das Zinsgespenst ist zurück: US-Anleger lassen sich von der Sorge vor einer Zinserhöhung im September leiten. An der Wall Street beherrschte zudem Apple das Handelsgeschehen - und ein Übernahmepoker in der Pharmabranche.

Setzen diese Konjunkturdaten die Fed unter Zugzwang? AFP

Nägelknabbern in New York

Setzen diese Konjunkturdaten die Fed unter Zugzwang?

New YorkEin Kursrutsch von Apple hat die Wall Street am Dienstag belastet. Außerdem drückte die Aussicht auf eine Zinserhöhung im September auf die US-Aktienmärkte.

Manche Anleger hatten nach einigen schwachen Wirtschaftsdaten zuletzt darauf spekuliert, dass die Notenbank (Fed) womöglich noch bis Dezember damit wartet. Doch nun signalisierte der Chef der Fed von Atlanta, Dennis Lockhart, dass der Schritt wahrscheinlich bereits im nächsten Monat kommt.

Weitere Hinweise dürfte der am Freitag anstehende Arbeitsmarktbericht der Regierung liefern. "Da die Zahlen so wichtig sind, nehmen die Investoren eine abwartende Haltung ein", sagte Anlagestratege Jack Ablin von BMO Private Bank.

Die US-Notenbank Fed steuert seit einiger Zeit auf ein Ende ihrer Nullzinspolitik zu. Volkswirte sind sich aber uneins, ob es bereits im September oder erst im Dezember so weit sein wird. Vor diesem Hintergrund achten Anleger derzeit genau auf Daten zur Verfassung der US-Wirtschaft. Mit Spannung warten sie vor allem auf den US-Arbeitsmarktbericht an diesem Freitag.

So hatte die Fed angedeutet, dass es vor einem Zinsschritt einige weitere Verbesserungen am Arbeitsmarkt brauche. Das Rätselraten über den Zeitpunkt einer Zinserhöhung und damit ein Ende des Billiggeldes, das als wichtiger Treiber des Aktienmarktes in den vergangenen Jahren gilt, hatte in den letzten Monaten immer wieder für Kursausschläge gesorgt.

Der Dow-Jones-Index für die Standardwerte ging 0,3 Prozent tiefer aus dem Handel mit rund 17.551 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 2093 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank ebenfalls 0,2 Prozent auf knapp 5106 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,1 Prozent fester auf 11.456 Punkten.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

04.08.2015, 18:22 Uhr

Was sollen denn Konjunkturdaten - selbst wenn sie gut sind - bewirken, wenn die Zinserhöhung kurz bevor steht?

Angesichts der zutreffenden Analyse über die fatale Schädlichkeit des Notenbankverhaltens nach der 2008-Krise überall auf dem Globus kann kaum noch gesagt werden, daß es nun weiter ginge, wie sonst üblich.

Was an Bewegungen zu erwarten wäre, mit oder ohne klare Richtung, ist unklar, wird es lange bleiben. Das - in der Tat - könnte der neue Normalzustand werden und zwar für sehr lange Zeit.

Herr Carl Andersen

05.08.2015, 13:14 Uhr

Jetzt ist es Apple morgen ist es Microsoft oder ein anderes Unternehmen.

Seit der Lehmannpleite wird wöchentlich ein anderes Schwein durchs Dorf gejagd.
Ob Griechenland,Portugal, Irland, Spanien....der Euro oder Dollar, das Gold oder Öl, alles kann täglich fallen oder steigen.

Durch die Notenbankpolitik ist die tägliche Einschätzung der Entwicklung noch schwieriger.Durch die globale Vernetzung und der sozialen Medien dreht das Rad immer schneller.

Es konnte schon früher immer steigen oder fallen, aber jetzt passiert das täglich noch schneller und ändert manchmal in Sekunden die Richtung.

Ich habe mich daher von der Börse und der Anlage in Wertpapieren zurück gezogen. Bei diesen täglichen Wasserstandsmeldungen und dem hektischen Treiben weiß man erst, was man an einem Sparbuch hat.

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