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09.09.2014

23:51 Uhr

Börse New York

Apple schickt Wall Street tiefer ins Minus

US-Anleger suchen nach Kaufgründen, finden aber kaum welche. Der Dow Jones wird deswegen von Gewinnmitnahmen belastet, die Wall Street rutschte ins Minus. Da half auch ein vorübergehender Höhenflug der Apple-Aktie nicht.

Verkniffene Mienen an der Wall Street: Gewinnmitnahmen lasten auf den Kursen. ap

Verkniffene Mienen an der Wall Street: Gewinnmitnahmen lasten auf den Kursen.

New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag Verluste hinnehmen müssen. Im Mittelpunkt des Interesses stand Apple : Der Technologiekonzern stellte mit der Apple Watch den seit langem erwarteten Mini-Computer fürs Handgelenk sowie zwei neue iPhone-Modelle vor. Ein vorübergehender Höhenflug der Apple-Papiere konnte den Abwärtstrend der Wall Street im Verlauf nicht stoppen, der sich mit späteren Verlusten bei Apple noch verstärkte. Die Anteilsscheine des Unternehmens aus dem kalifornischen Cupertino schlossen 0,4 Prozent im Minus. Unter Druck geriet auch die Fast-Food-Kette McDonald's, die über gesunkene Verkaufszahlen im August berichtete. Ihre Aktien büßten 1,5 Prozent ein.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 17.111 und einem Tief von 16.993 Punkten. Er schloss mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 17.014 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,7 Prozent auf 1988 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,9 Prozent auf 4552 Stellen ein.

Im Blick hatten die Anleger auch die weltgrößte Baumarktkette Home Depot. Sie gab Einzelheiten eines großangelegten Hackerangriffs auf ihr Bezahlsystem bekannt. Die Anleger quittierten dies mit Verkäufen. Die Aktien verloren gut zwei Prozent an Wert.

In Europa hatten neuerliche Spekulationen auf eine frühere Zinswende in den USA die Börsen belastet. So schloss der Dax 0,5 Prozent im Minus bei 9711 Punkten.

Die US-Notenbank peilt laut einer Studie der Federal Reserve Bank von San Francisco für Ende 2015 einen Leitzins von einem (derzeit: null bis 0,25) Prozent an, der bis Ende 2016 auf 2,5 Prozent steigen soll. Börsianer rechneten dagegen bislang im Schnitt mit Schlüsselsätzen von 0,75 (2015) und 2,13 Prozent (2016).

Die Überlegungen zur Geldpolitik der USA dominierten auch das Geschehen an den Kreditmärkten. Die zehnjährigen Staatsanleihen büßten 8/32 auf 98-29/32 ein. Sie rentierten mit 2,50 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 3/32 auf 98-00/32 und hatten eine Rendite von 3,23 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 602 Millionen Aktien den Besitzer. 698 Werte legten zu, 2338 gaben nach und 144 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von knapp zwei Milliarden Aktien 637 Titel im Plus, 2046 im Minus und 125 unverändert.

Von

rtr

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