Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.09.2014

23:04 Uhr

Börse New York

Apple schiebt die Wall Street an

Die Ukraine-Krise auf der einen Seite, Höhenflug der Apple-Aktie auf der anderen: Die US-Börsen bleiben im Spannungsfeld von Plus und Minus gefangen. Die großen Indizes schließen im moderaten Plus.

Warten auf den Impuls: Seit Wochenanfang warten Anleger und Händler auf kursbewegende Meldungen. Die Wall Street kommt kaum voran. AFP

Warten auf den Impuls: Seit Wochenanfang warten Anleger und Händler auf kursbewegende Meldungen. Die Wall Street kommt kaum voran.

New YorkBeflügelt von Kursgewinnen bei Apple hat sich die Wall Street am Mittwoch freundlich präsentiert. Nach jahrelangen Spekulationen über eine iWatch bringt Apple einen solchen Mini-Computer fürs Handgelenk auf den Markt. Die Ukraine-Krise sorgte allerdings weiter für Stirnrunzeln - viele Beobachter fürchten, der erst am Freitag vereinbarte Waffenstillstand könnte schnell wieder brechen. Zum anderen steht in der nächsten Woche eine Zinssitzung der US-Notenbank auf den Terminkalendern. Börsianer schließen Signale für eine Zinserhöhung nicht mehr aus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher auf 17.068 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,4 Prozent auf 1995 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,75 Prozent auf 4586 Stellen.

Bei den Einzelwerten war die am stärksten gehandelte Aktie Apple. Nach der Vorstellung der Apple Watch am Vortag zog das Papier weiter viel Aufmerksamkeit auf sich. Bei hohem Handelsvolumen legte es drei Prozent zu. Mindestens sechs Broker erhöhten ihr Kursziel für Apple.

Wie der Wall Street-Handel lief

Börse erfreut sich an Apple

Wie der Wall Street-Handel lief: Börse erfreut sich an Apple

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Gefragt waren auch die Aktien von Twitter mit einem Plus von 4,5 Prozent auf 52,91 Dollar. UBS hatte zuvor das Papier zum Kauf empfohlen und das Kursziel um 15 Dollar auf 65 Dollar erhöht.

Dagegen brachen die Anteilsscheine von GT Advanced mehr als 14 Prozent ein. Das neue iPhone 6 soll nicht mehr mit dem Saphirglas von GT ausgestattet werden.

Bei US-Discountern geht die Bieterschlacht in eine neue Runde. Dollar General macht seine Drohung einer feindlichen Übernahme wahr und wendet sich nun direkt an die Anteilseigner von Family Dollar. Der Markt interessiert sich allerdings kaum dafür. Dollar-General-Aktien verteuerten sich um 0,4 Prozent. Die von Family Dollar gewannen 0,2 Prozent.

Vor allem einige Energiewerte gerieten unter Druck. Denn die zunehmende Überversorgung der Weltmärkte mit Öl aus der Nordsee, den Opec-Ländern und Nordamerika drückte die Preise: Nordseeöl der Sorte Brent kostete am Abend mit 98,16 Dollar je Barrel (159 Liter) ein Prozent weniger als am Vorabend. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich um bis zu 1,7 Prozent auf 91,22 Dollar und lag damit auf dem Niveau vom Mai 2013. Normalerweise ziehen die Ölpreise im Herbst an, da dann der Bedarf an Heizöl in der westlichen Hemisphäre steigt. In New York drückte der fallende Ölpreis die Aktien der Ölkonzerne Exxon und Chevron um jeweils knapp ein Prozent.

In Frankfurt ging der Dax mit einem Abschlag von 0,1 Prozent auf 9700,17 Punkten aus dem Handel, der EuroStoxx50 schloss nahezu unverändert bei 3244 Zählern. Trotz der Zinsspekulationen konnte sich der Euro aber mit 1,29 Dollar über dem am Vortag erreichten 14-Monats-Tief von 1,2858 Dollar behaupten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 610 Millionen Aktien den Besitzer. 1612 Werte legten zu, 1414 gaben nach und 145 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,78 Milliarden Aktien 1646 im Plus, 1049 im Minus und 126 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 10/32 auf 98-20/32. Die Rendite stieg auf 2,534 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 21/32 auf 97-10/32 und rentierte mit 3,267 Prozent. Marktbeobachter erklärten die Abschläge mit der milliardenschweren Auktion von Anleihen am Mittwoch und Donnerstag. Händler hätten ihre Portfolios bereinigt, um Platz für die neuen Papiere zu machen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×