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23.07.2015

00:44 Uhr

Börse New York

Apple und Microsoft schicken US-Börsen auf Talfahrt

Ein Rekordverlust bei Microsoft und eine kühle Prognose bei Apple haben die US-Börsen am Mittwoch belastet. Für die nächste Enttäuschung sorgte der Internetkonzern Yahoo. Die US-Berichtsaison verläuft mit Abschlägen.

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New YorkEnttäuschende Quartalsberichte von den Technologiegiganten Apple und Microsoft haben die US-Börsen am Mittwoch auf ins Minus gedrückt. Apple verschreckte die Anleger mit einer vorsichtigen Geschäftsprognose, Microsoft mit einem Rekordverlust. Die Kursverluste hielten sich allerdings in Grenzen. Dazu hätten positive Zahlen von anderen großen Konzernen wie Boeing und Coca-Cola beigetragen, sagte Anlagestratege Jerry Braakman von der Sparkasse First American Trust. Er sprach zugleich von guten Aussichten, dass die Gewinne der US-Firmen im zweiten Halbjahr anziehen werden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent tiefer bei rund 17.851 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,2 Prozent auf 2114 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 0,7 Prozent auf knapp 5172 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent tiefer mit knapp 11.521 Zählern.

Apple wuchs zwar dank deutlich gestiegener iPhone-Verkäufe im vergangenen Quartal kräftig. Aber die Umsatzprognose für das aktuelle Vierteljahr war den Investoren nicht optimistisch genug. Die Aktie des wertvollsten börsennotierten Unternehmens der Welt stürzte um 4,3 Prozent ab.

Microsoft im Umbruch: Nadellas große Windows-Wette

Microsoft im Umbruch

Nadellas große Windows-Wette

Der Rekordverlust zeigt es: Bei Microsoft ist derzeit alles im Umschwung. Trotz der roten Zahlen sieht die Zwischenbilanz gar nicht so schlecht aus. Für die Neuausrichtung zählt aber vor allem eines: Windows 10.

Microsoft büßte 3,7 Prozent an Börsenwert ein. Hohe Abschreibungen auf die vor einem Jahr übernommene Handy-Sparte von Nokia brockten dem Softwareriesen einen Quartalsverlust von 3,2 Milliarden Dollar ein

Auch Yahoo rutschte in die roten Zahlen. Grund waren höhere Marketingausgaben. Yahoo-Aktien gaben 1,2 Prozent nach.

Für positive Überraschungen sorgten dagegen Boeing und Coca-Cola, die beide Zahlen über den Erwartungen vorlegten. Der Kurs des Flugzeugbauers stieg ein Prozent, der des Getränkekonzerns drehte allerdings ins Minus und schloss 0,7 Prozent schwächer.

Im Blick stand auch eine milliardenschwere Fusion von Medizingeräte-Unternehmen. Der Herzschrittmacher-Hersteller St. Jude Medical übernimmt für 3,4 Milliarden Dollar den kleineren Konkurrenten Thoratec. Thoratec-Aktien zogen zehn Prozent an, St. Jude Medical-Papiere lagen kaum verändert.

Baker Hughes -Aktien sackten 3,9 Prozent ab. Der Agentur Bloomberg zufolge stößt die geplante Übernahme des Öl-Dienstleisters durch den Rivalen Halliburton auf Bedenken der Wettbewerbshüter. Halliburton-Titel sanken 0,8 Prozent.

An der New Yorker Börse wechselten rund 840 Millionen Aktien den Besitzer. 1284 Werte legten zu, 1790 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,01 Milliarden Aktien 1339 im Plus, 1437 im Minus und 148 unverändert.

Anleger suchten Sicherheit an den Rentenmärkten. Die zehnjährigen US-Staatsanleihen stiegen 3/32 auf 98-7/32. Die Rendite sank auf 2,33 Prozent. Der 30-jährige Bond gewann 21/32 auf 99-4/32 und rentierte mit 3,04 Prozent

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