Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.12.2012

22:38 Uhr

Börse New York

Apple verdirbt der Wall Street das Wochenende

Der New Yorker Aktienmarkt hat am Freitag mit Kursverlusten geschlossen. Der Hick-Hack um den US-Haushalt lässt den Anlegern keine Ruhe. Zudem senkte die UBS das Kursziel der Apple-Aktie. Das zog die Nasdaq herab.

Händler an der New York Stock Exchange. Die „Fiskalklippe“ besorgt die Anleger. dapd

Händler an der New York Stock Exchange. Die „Fiskalklippe“ besorgt die Anleger.

Die festgefahrenen Haushaltsverhandlungen drücken den US-Aktienmärkten den Stempel auf: Auch am Freitag schlossen alle wichtigen Indizes im Minus. Zwar brachten die Demokraten von Präsident Barack Obama eine Zwischenlösung ins Gespräch. Weil sich die Beratungen insgesamt aber wenig bewegten, hielten sich Anleger zurück.

Daran änderten auch positive Konjunkturdaten nichts. Die Apple -Aktie fiel um fast vier Prozent und belastete die Nasdaq.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 13.135 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.118 und 13.190 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1413 Punkten, ein Abschlag von 0,4 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,7 Prozent und ging mit 2971 Punkten aus dem Handel. Alle Indizes schlossen die Woche mit Verlusten ab: Der Dow und Nasdaq fielen je 0,2 Prozent, der S&P büßte 0,3 Prozent ein. In Frankfurt ging der Dax dagegen 0,2 Prozent fester bei 7596 Punkten aus dem Handel.

US-Präsident Barack Obama und der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, der Republikaner John Boehner, hatten am Donnerstag erneut über eine Lösung im Haushaltsstreit beraten. Allerdings gab es keine Hinweise auf eine Annäherung, auch wenn die Demokraten einen neuen Vorstoß unternahmen. Der hochrangige Abgeordnete im Repräsentantenhaus, Steny Hoyer, erklärte, wenn bis zur Jahreswende fristgerecht eine Grundsatzeinigung mit den Republikanern gelänge, könnten die Details auch noch im kommenden Jahr ausgehandelt werden.

Fiskalklippe: Obama ringt mit Republikanern um den Haushalt

Fiskalklippe

Obama ringt mit Republikanern um den Haushalt

Obama will die Steuern erhöhen, die Republikaner fordern Ausgabenkürzungen.

Obama will höhere Steuern für Reiche durchsetzen. Die Republikaner lehnen jede Steuererhöhung ab und argumentieren, dies wäre Gift für die Konjunktur. Sollten Republikaner und Demokraten bis Jahresende keinen Kompromiss erzielen, träten automatisch Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Volumen von rund 600 Milliarden Dollar in Kraft. Dies könnte die USA zurück in die Rezession stürzen.

Ermutigende Signale von der Konjunktur konnten die Stimmung auf dem Parkett nicht verbessern. Die US-Unternehmen haben ihre Produktion im November so stark gesteigert wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Ihr Ausstoß wuchs überraschend kräftig um 1,1 Prozent im Vergleich zum Oktober. Experten hatten nur Plus 0,3 Prozent erwartet. Es ist der größte Zuwachs seit Dezember 2010.

Bei den Einzelwerten stand die Apple-Aktie erneut auf den Verkaufszetteln und fiel auf 509 Dollar. Die Bank UBS hatte das Kursziel für die Papiere von 780 auf 700 Dollar gesenkt.

Adobe-Aktien stiegen dagegen um 5,7 Prozent. Der Softwarekonzern mit Programmen wie "Photoshop" oder "Acrobat" hatte zuvor schwache Geschäfte angekündigt, die aber in nicht allzu ferner Zukunft wieder anziehen sollen.

Die angeschlagene US-Elektronik-Kette Best Buy gibt ihrem einstigen Gründer Richard Schulze mehr Zeit für eine Kaufofferte an das Unternehmen. Die Frist wird bis Ende Februar verlängert, eigentlich sollte sie am Sonntag ablaufen. Die Ungewissheit über die Best-Buy-Zukunft hält dadurch nun länger an. Die Aktien gaben mehr als 14 Prozent auf 12 Dollar nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 1375 Werte legten zu, 1582 gaben nach und 132 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 1196 im Plus, 1241 im Minus und 130 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Brasil

14.12.2012, 22:53 Uhr

Ein Handy Hersteller zieht den NASDAC herab, was fuer eine absurde Situation! Es ist schoen zu sehen, wie eine durch alle medien hochgepushte Firma so langsam aber sicher den Bach runter geht!
Je mehr die Ernuechetrung ueber das absolut untaugliche Geraet dieses Herstellers die Runde mach, und das ist ein expotentieller Prozess, desto schneller wird sich dieser Absturz vollziehen. Ein Leitindex der von einer, im Prinzip, voellig wertlosen Firma(gibt es in China hunderte) in einer solchen Abhaengigkeit ist, einfach nur laecherlich! Eine Firma die nichts hat, ausser einem laecherlichen Design, einer absolut nicht "state of the art" Hard- und Software muss frueher oder spaeter scheitern! Braucht man nur Nokia, zu erwaehnen! Im Todeskampf werden noch hunderte Gerichte bemueht, gegen die uebermaechtige Konkurrenz! Nichts wird´s nuetzen!

so_what

15.12.2012, 03:17 Uhr

Sehr richtig.

"Apple beendet den heutigen Tag mit einer Marktkapitalisierung von rund $480 Mrd.
Ausgehend vom Market Cap-Allzeithoch bei über $625 Mrd hat der Konzern damit in den letzten Wochen einen Wertverlust von rund $150 Mrd realisiert, was in etwa dem neuseeländischen Bruttosozialprodukt entspricht.
Apple Inc. 22:00:11 509,79 $ -3,76%
22:02 - Echtzeitnachricht

Man lese das bitte mit Verstand und bilde sic seine Meinung!!!


Man erinnere sich an den Leader, die HRS, bei uns im DAX, heute pleite.

Auch apple war man nahe pleite,konnte sich berappeln. Nur solange konsumfreudige, markenbesessene Leute überteuerte Ware, wie auch bei der Kleidung kaufen, wird sich das noch etwas hinziehen. Ähnlich der Hype bei facebook.

Viel Stroh, das da gedroschen wird.

InflationFrisstApfelAuf

15.12.2012, 09:55 Uhr

Apple weiß leider nix anzufangen mit dem vielen Geld auf der Kante. Andere Unternehmen täten da massenweise neue Abkömmlinge in die Welt setzen für das Morgen. Bei Apple leider nur Inflation zu sehen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×