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18.04.2013

00:41 Uhr

Börse New York

Apple zieht Wall Street herunter

Gestern Intel, heute Bank of America: Die Bilanzsaison in den USA läuft schlecht. Dazu kamen weitere Verluste für den einstigen Börsenliebling Apple. Die Wall Street schloss deutlich im Minus.

US-Händler verkneifen das Gesicht. Die Bilanzsaison konnte bisher nicht überzeugen. Der Dow Jones verliert deutlich. ap

US-Händler verkneifen das Gesicht. Die Bilanzsaison konnte bisher nicht überzeugen. Der Dow Jones verliert deutlich.

New YorkUnter dem Druck des immer tiefer sinkenden Apple-Kurses haben die US-Börsen am Mittwoch Verluste hinnehmen müssen. Die Anteilsscheine des iPhone-Herstellers sanken erstmals seit Dezember 2011 kurzfristig unter die Marke von 400 Dollar. Von ihrem Höchststand bei 705,07 Dollar am 12. September sind sie nunmehr über 40 Prozent entfernt.

Doch auch enttäuschende Quartalszahlen trieben die New Yorker Anleger zur Wochenmitte in die Defensive - sie trennten sich in sämtlichen Sektoren von ihrem Aktienbestand. Auf Energie- und Rohstoffunternehmen lastete der gesunkene Ölpreis.

Der Dow-Jones-Index pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 14.756 und einem Tief von 14.560 Punkten. Er schloss mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 14.618 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 1,4 Prozent auf 1552 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,8 Prozent auf 3204 Punkte nach. In Frankfurt stürzte der Dax auf ein Vier-Monats-Tief von 7503 Zählern - ein Minus von 2,3 Prozent.

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Auch der Euro geriet massiv unter Druck, nachdem Äußerungen von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann Spekulationen über eine Zinssenkung ausgelöst hatten. Die Gemeinschaftswährung rutschte auf 1,3027 Dollar ab, nachdem sie zuvor noch über 1,31 Dollar notiert und zeitweise sogar die 1,32-Dollar-Marke erreicht hatte. Das "Wall Street Journal" hatte Weidmann mit der Aussage zitiert: "Wenn wir neue Informationen bekommen, könnten wir (die Zinsen) anpassen."

Der Ölpreis ging um zwei Prozent zurück auf 86,73 Dollar je Barrel. Eine schwächelnde Nachfrage in den USA und China deutete auf ein nur maues Wirtschaftswachstum hin. Die Folgen des niedrigeren Ölpreises besonders zu spüren bekamen in New York Valero Energy und Halliburton mit Abschlägen von 3,5 und gut fünf Prozent.

Auslöser für die jüngste Talfahrt der Apple-Aktien war der enttäuschende Ausblick des Halbleiter-Herstellers Cirrus Logic. Der wichtige Apple-Zulieferer schürte damit Sorgen, dass auch die Nachfrage nach den Kassenschlagern der Kalifornier nachlässt. Die Apple-Papiere gingen 5,4 Prozent leichter bei 402,80 Dollar aus dem Handel.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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Im Finanzsektor konnte Bank of America die Wall Street auch mit einem auf gut 2,6 Milliarden Dollar vervierfachten Gewinn nicht begeistern, gab es doch Zweifel an nachhaltigem Wachstum. Die Aktien büßten 4,7 Prozent ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 864 Millionen Aktien den Besitzer. 674 Werte legten zu, 2337 gaben nach und 104 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 474 Titel im Plus, 2006 im Minus und 78 unverändert.

Von

rtr

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