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06.12.2013

22:23 Uhr

Börse New York

Arbeitsmarkt gibt der Wall Street Aufwind

Nach der schwächsten Woche seit drei Monaten legt die Wall Street heute einen starken Handel hin. Die Kurse wachsen nicht trotz, sondern dank starker Arbeitsmarktzahlen. Der Glaube an die Konjunktur kehrt zurück.

Alles schaut auf die Bildschirme: Starke Konjunkturdaten müssen bei weitem nicht immer schwache Kurse nach sich ziehen, so wie es in den letzten Woche der Fall war. Reuters

Alles schaut auf die Bildschirme: Starke Konjunkturdaten müssen bei weitem nicht immer schwache Kurse nach sich ziehen, so wie es in den letzten Woche der Fall war.

New YorkBeflügelt von starken Arbeitsmarktdaten haben sich die US-Börsen am Freitag deutlich fester präsentiert. Zuletzt hatten unerwartet gute Daten die Kurse oft gedrückt, weil Anleger bei einer starken Entwicklung der Wirtschaft davon ausgingen, dass die US-Notenbank ihre Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur - und damit auch des Aktienmarktes - eher früher als später zurückfährt. Nun hieß es nach den Arbeitsmarktdaten indes, die Entwicklung könne auch ein Beleg dafür sein, dass die US-Wirtschaft bald wieder robust genug sein könnte, um eine Kappung der Fed-Hilfen zu verkraften.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,3 Prozent höher auf 16.020 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 1,1 Prozent auf 1805 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,7 Prozent auf 4062 Zähler zu. Im Wochenvergleich gab der Dow 0,4 Prozent nach, S&P und der Nasdaq traten dagegen in etwa auf der Stelle. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von einem Prozent auf 9172 Zählern ins Wochenende. Der EuroStoxx50 rückte ebenfalls um ein Prozent vor.

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Angst vor dem Ende der lockeren Geldpolitik treibt die Börsen nach unten. Einige Aktien verlieren zudem wegen Unternehmens- oder Branchen-Problemen. Doch auch in einer solchen Woche überrascht mehr als ein Wert positiv.

Auf dem US-Arbeitsmarkt entstanden im November 203.000 neue Jobs. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit lediglich 180.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote fiel auf 7,0 von 7,3 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit November 2008. Die Fed hatte in ihrem jüngsten Konjunkturbericht schon von Aufwärtstendenzen gesprochen. Die Daten zum Arbeitsmarkt stehen besonders im Fokus, da die Fed ihre Konjunkturhilfen bei einer nachhaltigen Erholung eben dort drosseln will. Sie pumpt derzeit monatlich 85 Milliarden Dollar in die Wirtschaft. Die meisten Experten hatten zuletzt damit gerechnet, dass die Notenbank die Geldflut im März 2014 eindämmen wird.

Bei den Einzelwerten stand der Handelskonzern Sears im Fokus. Die Aktien schlossen nach einer Berg- und Talfahrt 3,8 Prozent im Minus. Sears will seine Bekleidungssparte Land's End abspalten.

Unter Druck standen Papiere von J.C. Penney, die 8,7 Prozent nachgaben. Die Börsenaufsicht hatte eine Erklärung zur Finanzlage der angeschlagenen Handelskette angefordert.

Bergab ging es auch für die Anteilsscheine des Buchhändlers Barnes & Noble mit einem Kurseinbruch von knapp zwölf Prozent. Das Unternehmen hatte zuvor bekannt gegeben, dass die Börsenaufsicht Untersuchungen zur Bilanzierung eingeleitet hat.

Intel-Papiere stiegen um 2,3 Prozent. Die Citigroup hatte ihre Empfehlung für den Chiphersteller auf "kaufen" angehoben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 2176 Werte legten zu, 841 gaben nach und 89 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,72 Milliarden Aktien 1742 im Plus, 831 im Minus und 90 unverändert.

Von

rtr

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