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05.01.2011

15:49 Uhr

Börse New York

Arbeitsmarkt schiebt Wall Street an

Die US-Aktienmärkte schaffen den Sprung in die Gewinnzone, dem Arbeitsmarkt sei Dank. Die Zahl der Jobs steigt unerwartet stark. Vor allem Finanz- und Immobilienwerte profitierten.

HB NEW YORK. Ermutigende Daten vom Arbeitsmarkt haben am Mittwoch an der Wall Street den Konjunkturoptimismus gestärkt und Aktionären Gewinne beschert. Vor allem Finanz- und Immobilienwerte profitierten von einem überraschend starken Stellenaufbau in der US-Privatwirtschaft. Zudem laufen bei den Dienstleistern die Geschäfte besser als erwartet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 11.722 Punkten aus dem Handel. Im Handelsverlauf hatte er zwischen 11.652 und 11.742 Punkten geschwankt. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,5 Prozent auf 1276 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,8 Prozent auf 2702 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,5 Prozent schwächer bei 6939 Punkten.

Der privaten Arbeitsagentur ADP zufolge stieg die Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft im Dezember um 297.000. Das ist knapp dreimal mehr als von Analysten erwartet und das größte Plus seit 2001. Die Daten nährten unter Börsianern die Hoffnung, dass auch der am Freitag anstehende und mit Spannung erwartete Arbeitsmarktbericht der Regierung positiv ausfallen könnte. „Ein weiteres Indiz dafür, dass die Wirtschaft stotternd in Schwung kommt“, kommentierte Peter Tuz von Chase Investment Counsel.

Diese Einschätzung nährten auch die Dienstleister, die im Dezember mehr Schwung gewannen als erwartet: Der Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) stieg auf 57,1 von 55,0 Zählern im November und damit auf den höchsten Stand seit Mai 2006. Analysten hatten im Mittel nur mit einem Anstieg auf 55,6 Punkte gerechnet.

Der S&P-Index der Finanzwerte legte gut ein Prozent zu - American Express gehörten mit einem Plus von rund drei Prozent hier der Spitzengruppe an. Zu den Gewinnern zählten auch die Titel von Qualcomm mit einem Plus von gut zwei Prozent. Der Mobilfunkzulieferer will für etwa 3,2 Milliarden Dollar den Chip-Hersteller Atheros Communications übernehmen, dessen Aktien mehr als ein Prozent zulegten. Die Aktien von Family Dollar Stores brachen hingegen mehr als acht Prozent ein, weil der Einzelhändler mit seinem Quartalsergebnis die Markterwartungen verfehlte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,04 Milliarden Aktien den Besitzer. 1802 Werte legten zu, 1192 gaben nach und 91 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,07 Milliarden Aktien 1879 im Plus, 777 im Minus und 111 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 35/32 auf 92-31/32. Sie rentierten mit 3,471 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen sogar um zwei volle Punkte auf 95-8/32 und hatten eine Rendite von 4,542 Prozent.

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