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05.02.2015

22:25 Uhr

Börse New York

Arbeitsmarktdaten und Öl-Preis beflügeln Wall Street

Während der Schuldenstreit zwischen Griechenland und der EZB die Börsen in Europa belastet, schieben starke US-Arbeitsmarktdaten die Wall Street an. Für Unterstützung sorgt darüber hinaus die Ölpreiserholung.

Glückliche US-Händler. Die Ölpreiserholung und starke Arbeitsmarktdaten schieben den Dow Jones ins Plus. AFP

US-Händler

Glückliche US-Händler. Die Ölpreiserholung und starke Arbeitsmarktdaten schieben den Dow Jones ins Plus.

New YorkErmutigende Signale vom US-Arbeitsmarkt und eine deutliche Erhöhung des Ölpreises haben am Donnerstag der Wall Street Auftrieb gegeben. Zwar hielten auch die Anleger in New York ein Auge auf die Entwicklungen in Griechenland. Diese blieben jedoch gegenüber anderen Faktoren zweitrangig. Positiv wirkte sich auch eine Milliardenübernahme in der Pharmabranche aus.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 17.884 Punkten 1,2 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.677 und 17.889 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 2062 Zählern ein Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann ebenfalls ein Prozent und schloss bei 4765 Punkten. Der Dax hatte sich mit einem mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 10.905 Punkten in den Feierabend verabschiedet.

Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe lag in der vergangenen Woche bei 278.000 statt wie erwartet bei 290.000 . Der US-Ölpreis stieg zudem um 4,8 Prozent und zog Energiewerte mit nach oben: Der entsprechende S&P-Spezialindex legte um etwa 1,4 Prozent zu. Experten warnten allerdings, dass es noch lange dauern werde, bis sich der Ölpreis von seinem jüngsten deutlichen Einbruch erhole. Im Moment gebe es noch keine Grundlage für eine nachhaltige Erhöhung, sagte Carsten Fritsch von der Commerzbank.

Bei den Einzelwerten stand in New York insbesondere der Pharmakonzern Pfizer im Fokus, der für 15 Milliarden Dollar die Biotech-Firma Hospira übernimmt. Pfizer-Aktien stiegen um fast 2,9 Prozent, die Titel von Hospira sprangen um 35,2 Prozent in die Höhe.

Die Deutschen und Aktien

Spekulationsobjekt

Eine aktuelle Studie der Direktbanken zeigt, dass Aktien von Privatanlegern weiterhin als extrem risikobehaftet wahrgenommen werden. Für 46 Prozent der Befragten ist die Aktie ein „rein spekulatives“ Anlageinstrument.

Quelle: „Aktion pro Aktie “

Geldanlage für Reiche

Eine Aktie ist für über die Hälfte der befragten Personen nur etwas für vermögende Investoren. 51 Prozent sind der Auffassung, dass eine Aktieninvestition nur für reiche Personen lukrativ ist.

Sicherheitsorientiert

Wenn sich deutsche Anleger für eine Investition in Aktien entscheiden, legen sie weiterhin den Fokus auf Sicherheit. 71 Prozent investieren konservativ und sicherheitsorientiert in Aktien.

Langfristige Wertsteigerung

Aktienkäufer in Deutschland lassen sich nicht von dem täglichen Auf-und Ab an den Märkten verführen. Sie hoffen auf eine langfristige Wertsteigerung. Die Studienergebnisse zeigen, dass 74 Prozent der Probanden höchstens zweimal im Jahr handeln.

Nach Börsenschluss wurden Unternehmenszahlen von Twitter erwartet. Die Aktien des Internet-Nachrichtendienstes legten zunächst noch 1,3 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 791 Millionen Aktien den Besitzer. 2348 Werte legten zu, 750 gaben nach und 98 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von zwei Milliarden Aktien 2028 Werte im Plus, 718 im Minus und 111 unverändert.

Bei den US-Staatsanleihen lag das Augenmerk bereits auf weiteren Arbeitsmarktdaten vom Freitag. Die zehnjährigen Papiere fielen um 03/32 auf 103-30/32. Sie rentierten mit 1,81 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 22/32 auf 112-10/32 und hatten eine Rendite von 2,42 Prozent.

Von

rtr

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