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08.09.2014

22:48 Uhr

Börse New York

Atempause nach fünf Wochen Aufschwung

Fünf Wochen lang schaffte die Wall Street ein Plus. Diese Woche wird der Aufwärtstrend gebrochen. Im Fokus der Anleger: Der Alibaba-Börsengang und die Yahoo-Aktie – die bereits jetzt profitiert.

Firmenlogo von Yahoo. Das US-Unternehmen ist an Alibaba beteiligt und könnte ordentlich Geld beim Börsengang einsammeln. ap

Firmenlogo von Yahoo. Das US-Unternehmen ist an Alibaba beteiligt und könnte ordentlich Geld beim Börsengang einsammeln.

New YorkDie New Yorker Aktienmärkte haben nach fünf Wochen mit Kursaufschlägen in Folge am Montag eine Verschnaufpause eingelegt. Angesichts eines Mangels an neuen Konjunkturdaten hielten sich die Börsianer mit ihren Engagements zurück. Das Handelsvolumen blieb deshalb gering. Nach der Gewinnserie machten zudem einige Händler Kasse. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,15 Prozent tiefer auf 17.111 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verringerte sich um 0,3 Prozent auf 2001 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte dagegen um 0,2 Prozent auf 4592 Stellen vor.

Bei den Einzelwerten gewannen die Aktien des Internetkonzerns Yahoo 5,6 Prozent hinzu. Das Unternehmen dürfte vom kurz bevorstehenden Börsengang des chinesischen Online-Versandhauses Alibaba profitieren, der mehr als 21 Milliarden Dollar bringen soll. Yahoo ist an Alibaba beteiligt.

Die Papiere des Autovermieters Hertz kletterten um 0,1 Prozent. Konzernchef Mark Frissora hatte zuvor seinen Rücktritt aus persönlichen Gründen erklärt. Investoren zufolge hatte sich der Druck auf Frissora nach Bilanzkorrekturen aber erhöht.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

Dagegen verloren die Aktien des Autobauers Ford knapp zwei Prozent. Analysten von Morgan Stanley setzten die Aktien auf "halten" von "übergewichten" herab.

Boeing -Papiere verteuerten sich um 2,6 Prozent. Der US-Flugzeugbauer hat sich einen Großauftrag vom irischen Billigflieger Ryanair an Land gezogen.

Die Anleger an den europäischen Aktienmärkten hielten sich zu Wochenbeginn ebenfalls überwiegend zurück. Nach den Kursgewinnen der Vorwoche angesichts der überraschenden Zinssenkung durch die EZB gebe es keinen Grund für weitere Käufe, sagte ein Händler. Zudem belaste die Unsicherheit über die Entwicklung in Schottland. Der Dax ging mit 9758,03 Punkten nahezu unverändert aus dem Handel. Der EuroStoxx50 verlor 0,2 Prozent. Hauptgesprächsthema an den Märkten war eine Umfrage, wonach bei der Volksabstimmung in Schottland in weniger als zwei Wochen eine Mehrheit für die Unabhängigkeit von Großbritannien stimmen könnte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 600 Millionen Aktien den Besitzer. 1143 Werte legten zu, 1876 gaben nach und 148 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Milliarden Aktien 1525 im Plus, 1200 im Minus und 113 unverändert.

Die US-Kreditmärkte präsentierten sich ebenfalls uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 3/32 auf 99-5/32. Die Rendite stieg auf 2,4712 Prozent. Der 30-jährige Bond gewann dagegen 8/32 auf 98-3/32 und rentierte mit 3,2239 Prozent.

Von

rtr

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