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23.06.2015

23:15 Uhr

Börse New York

Aussicht auf Zinserhöhung belastet Wall Street

US-Anleger setzen auf eine baldige Beilegung des griechischen Schuldenstreits. Doch die Aussicht auf eine Zinserhöhung lastet schwer auf der Wall Street. Die US-Börsen drehten erst zum Schluss in ein hauchdünnes Plus.

Kauflaune an der New Yorker Börse: Nur Blackberry zieht bei den Anlegern den Kürzeren. Der Handyhersteller schafft es nicht, Gewinne zu erwirtschaften. dpa

New York Stock Exchange

Kauflaune an der New Yorker Börse: Nur Blackberry zieht bei den Anlegern den Kürzeren. Der Handyhersteller schafft es nicht, Gewinne zu erwirtschaften.

New YorkDie gestiegene Hoffnung auf einen baldigen Durchbruch im Schuldenstreit zwischen Griechenland und seinen internationalen Geldgebern hat der Wall Street leichte Gewinne beschert. Viele Investoren blieben aber skeptisch, ob es eine nachhaltige Lösung geben wird.

Sie hielten sich zudem zurück, weil ein Führungsmitglied der Notenbank die Aussicht auf womöglich nicht nur eine, sondern sogar zwei Zinserhöhungen noch in diesem Jahr eröffnete. Zwischenzeitlich hatte das in New York sogar für Verluste an den Börsen gesorgt. Neue Konjunkturdaten fielen durchwachsen aus und lieferten entsprechend wenig neue Erkenntnisse hinsichtlich der weiteren US-Geldpolitik.

Zum Handelsschluss notierten alle drei Indizes etwa 0,1 Prozent höher. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging bei 18.144 Zählern aus dem Handel, der breiter gefasste S&P-500 bei 2124 Punkten. Die Technologiebörse Nasdaq markierte mit 5160 Stellen ein neues Rekordhoch. Auch der deutsche Leitindex Dax verabschiedete sich mit Gewinnen in den Feierabend. Er kletterte 0,7 Prozent auf 11.542,54 Punkte. Der EuroStoxx50 gewann 0,8 Prozent auf 3.625,97 Zähler.

Die Aussicht auf ein baldiges Ende der Ära des billigen Geldes in den USA belastete die Kursentwicklung an der Wall Street etwas. "Es herrscht die Stimmung, dass es diesen Sommer nicht mehr besser wird", erklärte Mohannad Aama von Beam Capital Management zwischenzeitliche Gewinnmitnahmen und Zurückhaltung der Investoren.

Notenbankdirektor Jerome Powell hatte zuvor gesagt, die Wirtschaft könne eine geldpolitische Straffung im September voraussichtlich wegstecken. Die Chancen dafür stünden "fünfzig zu fünfzig". Ein zweiter Zinsschritt könnte dann im Dezember folgen.

Wie der Wall-Street-Handel lief

US-Börsen halten Kurs

Wie der Wall-Street-Handel lief: US-Börsen halten Kurs

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In den USA waren die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im Mai abermals und stärker als gedacht gefallen. Unter Ausklammerung der stark schwankenden Aufträge für Transportgüter waren sie indes gestiegen. Die Verkäufe neuer Häuser waren im Mai stärker als erwartet nach oben geklettert, während die Hauspreise im April nicht so deutlich wie prognostiziert nach oben gegangen waren. Die Stimmung der Einkaufsmanager im Industriesektor hatte sich Daten des Forschungsinstituts Markit zufolge unerwartet eingetrübt.

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