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22.10.2012

22:40 Uhr

Börse New York

Bangen um Konzerngewinne belastet Wall Street

Die Bilanzsaison läuft nicht sehr erfreulich: Nach General Electric und McDonald's enttäuscht nun auch Caterpillar mit seinen Quartalszahlen die US-Investoren. Der Baggerhersteller gilt aus Konjunkturindikator.

Händler an der New Yorker Stock Exchange. Caterpillar enttäuscht die Wall Street. dapd

Händler an der New Yorker Stock Exchange. Caterpillar enttäuscht die Wall Street.

New YorkDie Sorge um die Gewinne der Unternehmen in Zeiten weltweiter Wachstumsschwäche haben die Wall Street gebremst in die neue Handelswoche starten lassen. Den Konjunkturpessimismus befeuerte am Montag der Bagger- und Traktoren-Hersteller Caterpillar, der seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr zurückschraubte. Bereits am Freitag hatten enttäuschende Zwischenbilanzen von General Electric und McDonald's die US-Börsen stark nach unten gezogen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit 13.345 Punkten nahezu unverändert aus dem Handel, nachdem er die meiste Zeit ins Minus tendiert hatte. Der breiter gefasste S&P-500 trat ebenfalls auf der Stelle und schloss bei 1433 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte dagegen leicht um 0,4 Prozent auf 3016 Punkte zu. In Frankfurt ging der Dax 0,7 Prozent schwächer bei 7328 Zählern aus dem Handel.

Der weltgrößte Baumaschinen-Produzent Caterpillar fuhr im dritten Quartal zwar ein Rekordergebnis ein, hat nach eigenen Angaben aber mit der unerwartet raschen Abkühlung der Weltkonjunktur zu kämpfen. Das Unternehmen schraubte deshalb zum zweiten Mal in diesem Jahr die Erwartungen für 2012 zurück. Caterpillar macht sich auch keine Hoffnungen, dass sich die Lage vor dem zweiten Halbjahr 2013 bessern könnte. Caterpillar-Aktien notierten zunächst kräftig im Minus, konnten dann aber ins Plus drehen und schlossen 1,5 Prozent fester. Für einen Konzern wie Caterpillar sei das Spannungsverhältnis zwischen Gesamtwirtschaft und Wachstumserwartungen typisch und spiegele sich im Kursverlauf wider, sagte Anlage-Experte Shawn Hackett. Sein Kollege Alan Lancz sieht für Unternehmen wie Caterpillar derzeit wenig Handlungsspielraum: "Solche Konzerne werden sehr effizient geführt und sind sehr produktiv", sagte Lancz. Aber wegen der Euro-Schuldenkrise und des Konjunkturabschwungs in China hätten sie keine Chance auf das erwünschte Umsatzwachstum.

Mit einem Plus von fast acht Prozent wurde die Aktie des Ahnenforscher-Internetportals Ancestry.com für den Deal mit der Beteiligungsgesellschaft Permira belohnt. Der Finanzinvestor übernimmt für 1,6 Milliarden Dollar den Betreiber der Genealogie-Website.

Abwärts ging es an der Börse dagegen für den Bergbaukonzern Freeport-McMoRan Copper & Gold. Der Gewinn des Unternehmens verringerte sich im dritten Quartal deutlich, weil die Goldproduktion in Indonesien einbrach. Die Aktien des Unternehmens verloren 1,5 Prozent.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 630 Millionen Aktien den Besitzer. 1437 Werte legten zu, 1509 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Milliarden Aktien 1218 im Plus, 1230 im Minus und 102 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

23.10.2012, 22:45 Uhr

Aufgrund der atomaren Abschreckung sind wir schon etwa 30 Jahre über den Zeitpunkt hinaus, an dem der 3. Weltkrieg – zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten – hätte stattfinden müssen (wenn es keine atomare Abschreckung gäbe). Die <a href="http://www.deweles.de/files/mathematik.pdf">Zinsumverteilung</a> von der Arbeit zum Besitz, sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten, hat darum heute ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht, sodass wir unmittelbar vor der globalen Liquiditätsfalle stehen. Sobald sie evident wird (mit einiger Wahrscheinlichkeit noch im Jahr <a href="http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/01/2012.html">2012</a>), verbleiben genau zwei Möglichkeiten: der Rückfall in die Steinzeit, oder die Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung.

Was der atomare 3. Weltkrieg anrichten würde, ist für heutige "Normalbürger" (die Masse nach Le Bon) vorstellbar; dass aber der vollständige Zusammenbruch der Arbeitsteilung zwar nicht die Ökosphäre des Planeten Erde, jedoch unsere gesamte "moderne Zivilisation" ebenso auslöschen würde liegt für die Masse (noch) weit außerhalb ihres Vorstellungsvermögens.

Das ist die eigentliche Gefahr: Eine für die Masse vorstellbare Katastrophe macht ihr Angst; eine für die Masse unvorstellbare Katastrophe macht ihr keine Angst – und deshalb wird die halbwegs zivilisierte Menschheit völlig ahnungslos in die größte anzunehmende Katastrophe der Weltkulturgeschichte hineinschlittern. Erst dann kommt die Angst.

Die <a href="http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/08/naturliche-wirtschaftsordnung.html">Natürliche Wirtschaftsordnung</a> wird verwirklicht, sobald die reale Angst vor der Auslöschung unserer gesamten "modernen Zivilisation" durch die globale Liquiditätsfalle (Armageddon) insgesamt größer wird, als die seit Urzeiten eingebildete Angst vor dem "Verlust" der Religion (Erkenntnisprozess der <a href="http://www.deweles.de/willkommen.html">Auferstehung</a>).

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