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28.02.2013

00:40 Uhr

Börse New York

Bernanke sorgt für gute Stimmung bei Anlegern

Fed-Chef Bernanke hat es auch am zweiten Tag seiner Anhörung vor dem Kongress geschafft, die US-Anleger zu beruhigen. Die Aufregung über die Italien-Wahl scheint verflogen. Standardwerte legen mehr als ein Prozent zu.

Händler an der Wall Street wurden von Fed-Chef Ben Bernanke beruhigt. AFP

Händler an der Wall Street wurden von Fed-Chef Ben Bernanke beruhigt.

New YorkBeruhigt durch Äußerungen von Fed-Chef Ben Bernanke haben die Anleger ihre Einkaufstour an der Wall Street am Mittwoch fortgesetzt. Auch am zweiten Tag seiner Anhörung vor dem Kongress in Washington gelang es dem Notenbankchef, für gute Stimmung auf dem Parkett zu sorgen. Er bekräftigte den Kurs der Fed zur Stärkung der Konjunktur. Dies wurde von den Investoren als Wohltat empfunden, hatte doch zum Wochenauftakt die Furcht vor einem Aufflammen der Euro-Schuldenkrise schwer an den Nerven gezerrt. Die Aufregung um die Italien-Wahl ebbte auch deshalb ab, weil eine Versteigerung italienischer Staatsanleihen auf rege Nachfrage stieß. Dies besänftigte die Gemüter und ließ die Börsenbarometer steigen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 14.104 und einem Tief von 13.880 Punkten. Er ging 1,3 Prozent fester bei 14.075 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um ebenfalls 1,3 Prozent und erreichte 1515 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um ein Prozent auf 3162 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax ein Prozent fester - auf einem Stand von 7675 Zählern.

"Bernankes Äußerungen bringen dem Markt weitere Liquidität", sagte Dan Veru von Palisade Capital Management. Jede Möglichkeit werde genutzt, um zu investieren. Bereits am Dienstag hatte der Präsident der Federal Reserve im Kongress die umstrittene Geldflut zur Stützung der Wirtschaft verteidigt und damit seine Strategie bekräftigt. Gute Nachrichten kamen am Mittwoch auch von der Konjunkturseite: Im Januar wurden mehr US-Hausverkäufe in die Wege geleitet als erwartet.

Für Beruhigung der US-Anleger sorgte zudem, dass die erste Auktion italienischer Staatsanleihen nach dem Wahl-Schock glimpflich verlief. Die Zinsen stiegen zwar an, aber nicht so stark, wie manche Börsianer nach dem unklaren Ausgang der Parlamentswahl und der damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung befürchtet hatten.

Auf Unternehmensseite standen die Papiere des Einzelhändlers Target im Blickpunkt. Die Aktie gab 1,5 Prozent nach, nachdem das Unternehmen im vierten Quartal weniger verdiente und auch die Erwartungen verfehlte. Target machte zu schaffen, dass die Kunden wegen der unsicheren Wirtschaftsaussichten im Weihnachtsgeschäft sparsamer waren. Für 2013 rechnet der Konzern dennoch mit einem Gewinnanstieg.

Wie der Wall Street-Handel lief

Video: Wie der Wall Street-Handel lief

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 673 Millionen Aktien den Besitzer. 2282 Werte legten zu, 704 gaben nach und 102 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 1648 im Plus, 810 im Minus und 115 unverändert.

Von

rtr

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