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25.04.2014

00:19 Uhr

Börse New York

Bilanzdaten beflügeln die Wall Street

Obwohl sich Anleger an den US-Börsen wegen der Ukraine-Krise eher zurückhalten, haben starke Quartalszahlen die großen Indizes ins Plus gehievt. Bei den Einzelwerten wissen Apple und Caterpillar zu gefallen.

Lange Gesichter an der Wall Street. Trotz guter Quartalszahlen geben die Kurse nach. Schuld daran ist die Krise in der Ukraine. AFP

Lange Gesichter an der Wall Street. Trotz guter Quartalszahlen geben die Kurse nach. Schuld daran ist die Krise in der Ukraine.

New YorkDie Quartalsergebnisse großer Konzerne haben der Wall Street am Donnerstag überwiegend steigende Kurse beschert. Apple zog insbesondere die Technologiebörse Nasdaq nach oben. Dennoch herrschte an den Märkten Händlern zufolge Zurückhaltung, weil sich die Lage in der Ukraine wieder zuspitzte.

Der Dow-Jones-Index schloss mit 16.501 Punkten nahezu unverändert zum Vortag. Im Verlauf war er zwischen 16.452 und 16.541 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,2 Prozent auf 1878 Zähler. Der Nasdaq-Index legte 0,5 Prozent zu auf 4148 Stellen. In Frankfurt hatte der Dax mit 9548 Punkten minimal fester geschlossen.

In der Ukraine-Krise schwanden eine Woche nach der internationalen Konferenz Hoffnungen auf eine Entschärfung der Lage. Ukrainische Sicherheitskräfte gingen gegen pro-russische Milizionäre vor und töteten mehrere Separatisten. Russland drohte umgehend mit Konsequenzen. Zudem starteten russische Truppen Manöver im Grenzgebiet zur Ukraine. Der Ölpreis zog im Zuge der Entwicklung an.

Unter den Einzelwerten standen Apple im Blickpunkt. Der iPhone-Hersteller gab grünes Licht für den Rückkauf zusätzlicher Aktien im Volumen von 30 Milliarden Dollar. Der Kurs legte 8,2 Prozent zu.

Caterpillar-Papiere legten 1,8 Prozent zu. Der weltgrößte Baumaschinen-Hersteller verdiente im Quartal überraschend viel.

General-Motors-Aktien gaben hingegen 0,6 Prozent nach. Der Gewinn ging wegen Rückstellungen für mehrere Rückrufaktionen im Quartal zurück. Die Opel-Mutter zeigte sich mit dem operativen Geschäft aber zufrieden.

Die Aktien des Pharmakonzerns Eli Lilly gehörten mit einem Minus von 1,5 Prozent ebenfalls zu den Verlierern. Die scharfe Konkurrenz durch Nachahmer-Medikamente ließ den Gewinn im Quartal schrumpfen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,66 Milliarden Aktien den Besitzer. 1535 Werte legten zu, 1465 gaben nach und 170 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,12 Milliarden Aktien 1087 im Plus, 1494 im Minus und 140 unverändert.

Wie der Wall Street-Handel lief

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Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

24.04.2014, 18:52 Uhr

Und wieder schaffte es der Dow nicht,sein ATH aus dem Dezember einzustellen.Der Ukrainekonflikt ist dabei nur eine nachgeschobene "journalistische Begründung",real fehlen oberhalb der 16588 die Käufer,so sieht´s aus.
Jede Wette, dass er nach weiteren, erfolglosen Anläufen,bald wieder nach Süden abdreht.

Account gelöscht!

24.04.2014, 20:37 Uhr

Meines Wissens sind die wirtschaftlichen Verflechtungen der US - Unternehmen mit Russland vernachlässigbar gering, weshalb mir die Nervosität ein Rätsel ist. Auch der IFO Geschäftsklimaindex heute hat doch bestätigt, dass deutschen Unternehmen die Entwicklungen in der Ukraine relativ schnuppe sind. Irgendwie sehe ich den potentiellen Wirtschaftlichen Schaden nicht!? Würde es sich bspw. um China handeln, sö wären die Reaktionen zumindest nachvollziehbar.

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