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19.04.2013

23:44 Uhr

Börse New York

Bilanzen haben Wall Street im Griff

Zum Wochenausklang haben die US-Börsen Boden gutgemacht. Doch während Google mit seiner Bilanz überzeugen konnte, enttäuschten die Zahlen von IBM. Die Aktie des Technologieriesen sackt ab.

Händler an der New York Stock Exchange. Investoren beobachten die Bilanzen der Unternehmen ganz genau. ap

Händler an der New York Stock Exchange. Investoren beobachten die Bilanzen der Unternehmen ganz genau.

New YorkDie Bilanzen großer Technologieunternehmen haben zum Wochenausklang das Geschehen an der Wall Street dominiert. Google und Microsoft begeisterten die New Yorker Anleger mit ihren Quartalszahlen und verhalfen der Nasdaq zu einem Plus von mehr als einem Prozent. IBM lastete dagegen nach einem enttäuschenden Vierteljahresergebnis auf dem Dow-Jones-Index der Standardwerte.

Der Ausnahmezustand in Boston, wo die Polizei nach dem Anschlag Jagd auf einen Verdächtigen machte, beeinträchtigte den Handel am Freitag nicht spürbar. Die Ostküstenstadt beherbergt eines der großen Finanzzentren in den USA.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 14.547 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,9 Prozent auf 1555 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,3 Prozent auf 3206 Punkte zu. Im Wochenvergleich gaben Dow Jones und S&P-500 jeweils 2,1 Prozent und die Nasdaq 2,7 Prozent nach - für alle drei Indizes war es der bislang größte Wochenverlust des Jahres. In Frankfurt schloss der Dax 0,2 Prozent leichter bei 7459 Punkten.

Die Aktien von Google legten 4,4 Prozent zu. Ein deutliches Wachstum in seinem Internetgeschäft rettete dem weltgrößten Suchmaschinenbetreiber die Bilanz. In seinem angestammten Geschäft setzte der Konzern im ersten Quartal 23 Prozent mehr um.

Microsoft wechselt seinen Finanzchef aus und kämpft mit dem nur schleppenden Verkauf des neuen Windows 8. Zugleich wies der Software-Branchenprimus aber einen überraschend hohen Quartalsgewinn von sechs Milliarden Dollar aus. Die Anleger konzentrierten sich auf die positiven Seiten und handelten Microsoft-Papiere rund drei Prozent höher.

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Energisch verkauft wurden dagegen die Dividendenpapiere des weltgrößten IT-Dienstleisters IBM. Der Konzern bekam im vergangenen Quartal überraschend deutlich die Zurückhaltung seiner Kunden zu spüren. Die IBM-Aktie sackte mehr als acht Prozent ab.

Die Anteilsscheine des Siemens-Rivalen General Electric kamen glimpflicher davon. Sie büßten vier Prozent ein, obwohl das Unternehmen seinen Gewinn im ersten Quartal um 16 Prozent auf 3,53 Milliarden Dollar gesteigert hat.

Die Fast-Food-Kette McDonald's setzte in seinen bestehenden US-Filialen 1,2 Prozent zuletzt weniger um und verfehlte mit seinem Gewinn im ersten Quartal die Erwartungen. Das schmeckte den Anlegern nicht, die Aktie verbilligte sich um zwei Prozent.

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In Boston wirkte der Finanzdistrikt nahezu ausgestorben. Die meisten dort Beschäftigten arbeiteten von zu Hause aus. Es sei denn, sie hatten es noch in ihre Büros geschafft, bevor die Polizei zum Verbleib in Gebäuden aufrief.

"Wenn man nicht um halb neun hier war, kam man nicht mehr rein", sagte David Porter von Baystate Financial Services in Boston. Der Handel werde aber nicht beeinträchtigt. "Es gibt nichts, was wir nicht tun können, außer hinauszugehen."

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,91 Milliarden Aktien den Besitzer. 2156 Werte legten zu, 812 gaben nach und 112 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1682 im Plus, 779 im Minus und 76 unverändert.

Von

rtr

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