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06.03.2013

22:34 Uhr

Börse New York

Börsianer lassen nach Rekordjagd Vorsicht walten

Geldflut und aufhellende Konjunkturdaten sind die Zutaten für freundlichen US-Börsen am Mittwoch: Der Leitindex Dow Jones klettert auf immer neue Allzeit-Bestmarken – und steckt damit die Börsen weltweit an.

So macht der Börsenhandel Spaß. Die gute Stimmung an der Wall Street steckt die Börsen weltweit an. AP/dpa

So macht der Börsenhandel Spaß. Die gute Stimmung an der Wall Street steckt die Börsen weltweit an.

New YorkErmutigende Daten vom kriselnden US-Arbeitsmarkt haben den Leitindex der New Yorker Börse am Mittwoch den zweiten Tag in Folge auf ein Allzeithoch getrieben. Die US-Unternehmen schufen im Februar überraschend viele Jobs - dies nährte Hoffnungen auf eine stabile Konjunkturerholung und gab der von der Notenbank-Geldflut getriebenen Rally zunächst neue Nahrung. Nach anfänglichen Käufen ließen dann jedoch viele Investoren Vorsicht walten, so dass sich die Kursveränderungen in engen Grenzen hielten.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten gewann 0,3 Prozent auf 14.296 Punkte, nachdem er im frühen Handel zunächst bei 14.320 Zählern einen Rekord markiert hatte. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,1 Prozent auf 1541 Zähler vor und näherte sich damit ebenfalls einem neuen Höchststand. Der Nasdaq gab indes 0,1 Prozent nach auf 3222 Punkte. Der Dax schloss in Frankfurt 0,6 Prozent fester bei 7919 Zählern.

Die Arbeitsmarktdaten des privaten Anbieters ADP fielen mit 198.000 neu geschaffenen Stellen besser aus als prognostiziert. Die Aufträge für die US-Industrie gingen im Januar zwar zurück, mit zwei Prozent aber weniger als befürchtet.

Auch zuletzt noch risikoscheue Anleger kämen nun angesichts der sich aufhellenden Aussichten zurück, sagte Analystin Kim Forrest von Fort Pitt Capital Group. JJ Kinahan von TD Ameritrade sprach von weiterem Potenzial für neue Börsenrekorde. "Es gibt noch immer eine Menge Bargeld, das in den Aktienmarkt fließen kann. Man sieht, dass die Investoren Geld vom Bondmarkt abziehen, aber es ist noch nicht an der Börse angekommen."

Wie der Wall-Street-Handel lief

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Für das schwache Abschneiden der Nasdaq waren vor allem die Aktien von Microsoft verantwortlich, die ein Prozent nachgaben. Die EU-Wettbewerbshüter verdonnerten den Softwareriesen wegen Missbrauchs seiner Marktmacht zu einer Geldbuße von mehr als einer halben Milliarde Euro. Die Papiere des Büroartikel-Herstellers Staples fielen sogar um mehr als sieben Prozent. Der Branchenprimus enttäuschte die Anleger mit seinem Quartalsumsatz und seiner Gewinnprognose.

Auch Verizon zählten zu den Verlierern mit einem Minus von knapp ein Prozent. Grund waren Spekulationen über die Zukunft von Verizon Wireless - angeblich erwägt Vodafone ein Ende dieses Joint Ventures. Dies hatte Vodafone-Papieren in London einen kräftigen Schub gegeben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,68 Milliarden Aktien den Besitzer. 1640 Werte legten zu, 1319 gaben nach und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1355 im Plus, 1099 im Minus und 112 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Der-Crash-kommt

06.03.2013, 16:26 Uhr

Das wird ganz übel enden, ganz ganz übel, aber auch für diejenigen, die sich jetzt noch in Sicherheit wiegen und abzocken!
Auf dem Grabstein des Turbokapitalismus wird stehen:
„Zuviel war nicht genug“!
(Zitat: Volker Pispers)

Brasil

07.03.2013, 00:10 Uhr

Hier wird der ganz grosse Strip Poker gespielt!
Neben den unermesslichen Derivaten, die sich in den Bilanzen der Bankster tuermen, die niemand mehr einloesen wird, steht nun die Monopoly Blase zusaetzlich vor der Tuere!
Noch wird diese Blase mit immer mehr Geld aufgeblasen, doch die Haut ist schon extrem duenn!
Diejenigen, die abgezockt werden sollen, werden immer nervoeser, weil sie wissen, dass noch jedem Boersenhype eine Detonation folgte und der Hype ist bald und abrupt zu Ende. Es wird fast ausschliesslich noch vom Grosskapital noch mit dem EZB und dem FED Spielgeld gesetzt und gewartet, wer als Erster die Nerven verliert!
Dann kommt der Knall und weitere Trillionen $ stehen ohne Gegenwert in den Buechern. Noch ein wenig Konkursverschleppung und dann loest sich die ganze Sache auf!
Ich hatte bisher gedacht, das laesst sich mit den immer verfeinerten Taschenspielertrickst der Bankster noch mehrere Jahre verzoegern, doch nunmehr ist es absolut sicher, der Reset wird keine 12 Monate mehr dauern!

Esistkaumauszuhalten

07.03.2013, 02:45 Uhr

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