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24.09.2015

23:08 Uhr

Börse New York

Caterpillar macht US-Anlegern Angst

Schlechte Nachrichten belasten die New Yorker Börse: Das Sparprogramm des Baumaschinen-Riesen Caterpillar versetzte dem Dow Jones einen Dämpfer. Viele Anleger haben Sorge um die Weltwirtschaft.

Händler an der Wall Street: Die Nachricht vom Sparprogramm beim Baumaschinen-Hersteller Caterpillar besorgt die Anleger. AFP

Ernste Blicke auf dem Börsenparkett

Händler an der Wall Street: Die Nachricht vom Sparprogramm beim Baumaschinen-Hersteller Caterpillar besorgt die Anleger.

BangaloreDer weltgrößte Baumaschinenhersteller Caterpillar hat am Donnerstag mit einem pessimistischen Ausblick die Wall Street belastet. Das Unternehmen schraubte seine Umsatzerwartung für dieses Jahr herunter und will bis 2018 10.000 Stellen streichen.

Die Aktien fielen bis zu acht Prozent und zogen den Dow-Jones-Index mit nach unten. Caterpillar sprach von einem schwierigen Marktumfeld in zentralen Branchen und wichtigen Regionen. Das schürte erneut die Sorge vieler Anleger um die Weltwirtschaft.

Zudem warteten die Investoren mit Spannung auf eine Rede von Fed-Chefin Janet Yellen zum Thema Inflation, die sie nach Börsenschluss halten sollte. Von der Rede erhofften sich die Anleger Hinweise auf den möglichen Zeitpunkt der geplanten Zinswende. Vor einer Woche hatten sich die US-Währungshüter mit Verweis auf die Abschwächung in China und mögliche Auswirkungen auf die globale Konjunktur noch keine Zinserhöhung zugetraut.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 16.201 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,3 Prozent auf 1932 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf 4734 Stellen. In Europa setzte die Volkswagen -Diesel-Affäre den Börsen zu. Dax und EuroStoxx50 verloren jeweils etwa zwei Prozent auf 9427 beziehungsweise 3013 Punkte.

Sparprogramm: Caterpillar streicht 10.000 Stellen bis 2018

Sparprogramm

Caterpillar streicht 10.000 Stellen bis 2018

4800 im letzten Jahr, weitere 10.000 Stellen bis 2018: Der US-Baumaschinen-Hersteller Caterpillar dünnt sein Personal drastisch aus. Ein starker Dollar zwingt den Konzern zu einem harten Sparprogramm.

In den USA seien die Nachrichten von Caterpillar nicht sehr hilfreich gewesen, sagte Joseph Quinlan, Chefmarktstratege bei der Anlagefirma U.S. Trust. "Sie sind sinnbildlich für die schwächere Weltwirtschaft." Der im Rahmen der Erwartungen ausgefallene Auftragsschwund der US-Industrie fügte sich in dieses Bild ein.

Caterpillar hat mit einem mauen Baugeschäft in den Schlüsselmärkten China und Brasilien sowie Schwierigkeiten in der Bergbaubranche zu kämpfen und bekommt zudem weniger Bestellungen aus dem Ölsektor. Caterpillar-Aktien gingen rund sechs Prozent schwächer aus dem Handel. Boeing -Papiere wurden 1,5 Prozent billiger gehandelt, General Electric gaben 0,9 Prozent nach.

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