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14.04.2016

01:57 Uhr

Börse New York

China-Daten beflügeln Wall-Street-Handel

Erstmals seit einem dreiviertel Jahr sind die chinesischen Ausfuhren wieder gestiegen. Das hat die US-Börsen nach oben getrieben. Der Zwischenbericht einer Bank sorgte ebenfalls für gute Laune an der Wall Street.

Händler David Williams freut sich über steigenden Kurse an der New Yorker Börse. AP

US-Börsen

Händler David Williams freut sich über steigenden Kurse an der New Yorker Börse.

New YorkDie Hoffnung auf eine Belebung der chinesischen Wirtschaft hat die US-Börsen am Mittwoch nach oben getrieben. Erstmals seit einem dreiviertel Jahr waren die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nach den USA wieder gestiegen. Zur guten Stimmung an der Wall Street trug auch der Zwischenbericht der US-Großbank JPMorgan bei, der weniger schlecht ausfiel als befürchtet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,1 Prozent höher auf 17.908 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P legte um ein Prozent auf 2082 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,6 Prozent auf 4947 Zähler.

Haupttreiber der Börsen war der erste Anstieg der chinesischen Exporte seit Juni 2015. „Für die internationalen Finanzmärkte ein willkommener Stimmungsaufheller“, urteilten die Analysten der NordLB. „Die Angst vor einer harten Landung Chinas scheint etwas in den Hintergrund zu rücken.“

Die US-Wirtschaft wuchs laut der US-Notenbank Fed von Ende Februar bis Anfang April weiter. Zudem scheine die vergleichsweise niedrige Arbeitslosigkeit das Lohnwachstum anzukurbeln, erklärte die Fed in ihrem Konjunkturbericht - im Fachjargon als „Beige Book“ bekannt. Die Löhne hätten im Berichtszeitraum in allen bis auf einen Bezirk der Fed zugelegt.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Anleger blicken auf den Bankensektor

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JP Morgan verdiente zu Jahresbeginn wegen der Krise der Ölfirmen und eines schwachen Anleihegeschäfts zwar weniger. Der Nettogewinn ging um knapp sieben Prozent und die Einnahmen um drei Prozent zurück. Allerdings hatten Analysten mit einem noch schlechteren Jahresauftakt gerechnet. Die Aktie legte deshalb über vier Prozent zu. Im Schlepptau von JP Morgan verteuerten sich die Anteilsscheine der Bank of America um 3,9 Prozent and Citigroup um 5,6 Prozent.

„Die Investoren hatten vor allem wegen des Ölpreisverfalles Angst bei den Finanzwerten“, sagte ein Händler. „Jetzt scheint es, als ob der Tiefpunkt vorbei wäre und man sich wieder eindecken kann.“ Wegen der weltweiten Überproduktion ist der Ölpreis seit Mitte 2014 um etwa zwei Drittel eingebrochen. Seit Mitte Januar haben sich die Preise wegen Spekulationen auf Förderbegrenzungen allerdings wieder erholt. Die Nordseesorte Brent notierte zuletzt bei 44 Dollar das Fass.

Die Dividendenpapiere von Harley-Davidson sprangen 4,3 Prozent in die Höhe. Zuvor hatte sich die Schweizer Bank UBS positiv zu dem Motorradhersteller geäußert.

In Frankfurt schloss der Dax erstmals seit Ende März wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten. Rückenwind lieferte auch ein schwächerer Euro mit Kursen unter 1,13 Dollar, der Waren europäischer Firmen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger macht. Der deutsche Leitindex beendete den Handel 2,7 Prozent höher bei 10.026,10 Punkten, der EuroStoxx50 gewann 3,3 Prozent auf 3039,19 Zähler.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,01 Milliarden Aktien den Besitzer. 2368 Werte legten zu, 686 gaben nach und 99 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 2231 im Plus, 619 im Minus und 142 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten angesichts schwacher Konjunkturdaten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 5/32 auf 98-24/32. Die Rendite sank auf 1,7639 Prozent. Der 30-jährige Bond rückte um 17/32 auf 98-11/32 vor und rentierte mit 2,5798 Prozent.

Von

rtr

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