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10.11.2015

22:29 Uhr

Börse New York

China drückt die Wall Street

Chinas Konjunktur kommt nicht wirklich auf die Beine. Anleger in den USA schrecken die Zahlen auf. Die wichtigsten US-Indizes geben nach. Für Verunsicherung sorgen die chinesischen Verbraucherpreise.

Händler in New York bemängeln die schwächelnde Konjunktur in China. ap

Freude sieht anders aus

Händler in New York bemängeln die schwächelnde Konjunktur in China.

New YorkDie Unsicherheit über die weitere US-Zinspolitik und die chinesische Konjunktur haben am Dienstag die Wall Street belastet. Sorgen machten sich viele Anleger, weil es von der Wirtschaft der Volksrepublik immer mehr Schwächezeichen gibt: So legten die Verbraucherpreise im Oktober nur noch um 1,3 Prozent zu. Experten hatten mit 1,5 Prozent gerechnet. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern machten zudem viele Investoren nach der sechswöchigen Rally an der Wall Street Kasse.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 0,2 Prozent höher auf 17.758 Punkten. Beim breiter aufgestellten S&P 500 betrug das Plus ebenfalls 0,2 Prozent auf 2081 Stellen. Der Nasdaq-Index gab dagegen um 0,2 Prozent auf 5083 Zähler nach.

Bei den Einzelwerten gerieten die Aktien von Apple nach einem kritischen Analystenkommentar zur Nachfrage nach dem neuen iPhone unter Druck. Die Titel fielen um mehr als drei Prozent.

Bei der Modekette Gap betrug das Minus 1,4 Prozent. Der bereinigte Umsatz des Konzerns ging im Oktober überraschend stark zurück.

Die geplante Milliardenübernahme des US-Speicherexperten EMC durch den Computerkonzern Dell könnte Medien zufolge noch platzen. Wichtige Vereinbarungen zwischen den Unternehmen könnten an steuerlichen Fragen scheitern, berichtete die Webseite Re/code. EMC-Aktien fielen um 2,2 Prozent.

In Frankfurt schloss der Dax mit 10.832,52 Zählern 0,2 Prozent höher. Der EuroStoxx50 gewann ebenfalls 0,2 Prozent auf 3425,40 Punkte. Unterstützt wurden Europas Aktienmärkte vom Kursrückgang des Euros.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 1749 Werte legten zu, 1325 gaben nach und 111 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,89 Milliarden Aktien 1373 im Plus, 1426 im Minus und 139 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 4/32 auf 97-5/32. Die Rendite sank auf 2,327 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 7/32 auf 95-23/32 und rentierte mit 3,096 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit einer soliden Nachfrage nach zehnjährigen Staatspapieren bei einer Auktion im Volumen von insgesamt 24 Milliarden Dollar.

Von

rtr

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