Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.04.2013

23:44 Uhr

Börse New York

Chinas Inflationsrate schiebt Dow auf Rekordwert

Ermutigende Inflationsdaten aus China sorgten für Kurszuwächse an der Wall Street – der Dow Jones schloss auf einem neuen Allzeithoch, auch die anderen Indizes legten zu. Anders erging es den Aktien von J.C. Penney.

Broker an der Wall Street. dpa

Broker an der Wall Street.

New YorkErmutigende Inflationsdaten aus China haben die New Yorker Börsen am Dienstag angeschoben. Der US-Leitindex Dow Jones kletterte am Nachmittag auf ein Rekordhoch.

Zunächst blieben die Kurszuwächse eher moderat. Das lag an den Quartalszahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa, der am Montagabend nach Börsenschluss die Berichtssaison eingeläutet und einen eher zurückhaltenden Ausblick vorgelegt hatte. Vor Veröffentlichung weiterer Bilanzdaten hielten sich die Anleger zunächst zurück, sagten Händler.

Der Dow Jones-Index der Standardwerte legte bis zum Schluss 0,4 Prozent auf 14.673 Punkte zu und schloss damit um knapp 60 Punkte über der Vortagesnotierung. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 14.598 und 14.716 Punkten- dem höchsten Stand in der über hundertjährigen Geschichte des Dow Jones. Der breiter gefasste S&P-500 zog 0,4 Prozent auf 1568 Zähler an, der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,5 Prozent auf 3238 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,3 Prozent niedriger bei 7637,51 Punkten.

In China sank die Inflationsrate im März auf 2,1 Prozent. Das sorgte am Finanzmarkt für leichte Entspannung, da Experten nun davon ausgehen, dass die Notenbank Chinas ihre Geldpolitik zunächst nicht verschärfen wird - was der Wirtschaftsentwicklung zugutekäme.

Preise ziehen an: Anleger greifen bei Rohstoffen zu

Preise ziehen an

Anleger greifen bei Rohstoffen zu

In China wird eine Verknappung der Nachfrage weniger wahrscheinlich.

Alcoa-Aktien gingen unverändert aus dem Handel. Der Konzern hat wegen gesunkener Aluminiumpreise im abgelaufenen Quartal einen Umsatzrückgang ausgewiesen und einen unsicheren Ausblick gegeben. Alcoa legt in den USA traditionell als erster Dow-Konzern Zahlen vor. Wegen seiner breitgefächerten Kundschaft etwa aus der Auto-, Luftfahrt- und Elektronik-Branche steht der Rohstoff-Lieferant besonders im Fokus.

Alcoa-Absatz bleibt hinter Erwartungen zurück

Video: Alcoa-Absatz bleibt hinter Erwartungen zurück

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Die Papiere von J.C. Penney brachen mehr als zwölf Prozent ein. Die Einzelhandelskette hatte zuvor die Ablösung von Firmenchef Ron Johnson bekanntgegeben. Johnson wird durch seinen Vorgänger Myron Ullman ersetzt.

Gefragt waren die Aktien von First Solar mit einem Aufschlag von rund 45 Prozent. Der Solarmodulhersteller hatte zuvor eine unerwartet gute Gewinn- und Umsatzprognose für 2013 gegeben.

Zugute kamen den US-Börsen auch Kursaufschläge bei Hochtechnologiewerten. Vor allem im späten Geschäft schlugen Investoren bei den High-Techs zu und tätigten kursgünstige Anschaffungen. So verteuerten sich die Aktien von Microsoft um 3,6 Prozent, Intel-Papiere um 3,1 Prozent und Anteilsscheine von Hewlett-Packard um 1,3 Prozent.

Der Euro stieg zeitweise erstmals seit Mitte März wieder über 1,31 Dollar und kostete zuletzt 1,3088 Dollar.

Wie der Wall Street-Handel lief

Video: Wie der Wall Street-Handel lief

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 1717 Werte legten zu, 1244 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,49 Milliarden Aktien 1116 im Plus, 1349 im Minus und 99 unverändert.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

09.04.2013, 21:50 Uhr

Die Schlagzeile sagt alles!! :D

Account gelöscht!

09.04.2013, 22:24 Uhr

Eine sinkende Inflationsrate in China bedeutet doch eine kräftige Abkühlung der Wirtschaftsaktivität und Nachfrage. Ein deutliches Warnsignal. Diese Nachricht müsste die Aktienindizes eher auf Talfahrt schicken. Die Interpretation des Handelsblatts zeigt nur, dass man von Wirtschaft wenig Ahnung hat und an die Allmacht der Notenbanken zur Kursmanipulation glaubt.

investmentlegende

09.04.2013, 23:04 Uhr

Der Dow steht gemessen z.B. am Juni 01er Niveau auf Eurobasis bei unter 10 000 Punkten!Überrascht?-Nein der Dollar hat seitdem 35% gegenüber dem Euro verloren.Diese müssen nun natürlich von den 14665 Punkten abgezogen werden.Das ist schmerzhaft,aber wichtig ztu wissen für Anleger ,die zum Beispiel in Deutschland in Indexzertie´s,ETF´s oder Indexfonds des Dow Jones Index auf Eurobasis zu dieser Zeit investierten .
z.B. hier:Dow Jones Open End Zertifikat
DE0005437438 / 543743
Also alles relativ...wie Einstein zu sagen pflegte.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×