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15.07.2014

01:42 Uhr

Börse New York

Citigroup und Pharma-Werte im Mittelpunkt

In Deutschland trieb der deutsche WM-Sieg die Werte. Auch in den USA startete die Woche mit Gewinnen. Hier waren die Treiber andere: Die Citigroup, die einen Streit mit der Justiz hinter sich brachte, und Pharma-Titel.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Können Goldman und JP Morgan auch überzeugen?

Wie der Wall-Street-Handel lief: Können Goldman und JP Morgan auch überzeugen?

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New York Die Wall Street ist mit Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Neben den Quartalszahlen der Großbank Citigroup versetzten Fusionen in der Pharmabranche Investoren in Kauflaune. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent höher auf 17.055 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,5 Prozent auf 1977 Stellen vor, der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte zuletzt 0,6 Prozent im Plus bei 4440 Stellen.

Bei den Einzelwerten stiegen Citigroup-Aktien drei Prozent. Das Institut verbuchte im zweiten Quartal zwar wegen eines kostspieligen Vergleichs im Hypotheken-Streit eine Sonderbelastung von 3,8 Milliarden Dollar. Der bereinigte Nettogewinn fiel mit knapp vier Milliarden Dollar aber höher aus als erwartet. Im Laufe der Woche legen noch JPMorgan, Goldman Sachs und Bank of America ihre Zahlen vor.

Mylan -Papiere legten rund zwei Prozent zu. Der Generikahersteller übernimmt vom Diagnostikkonzern Abbott für 5,3 Milliarden Dollar Geschäfte mit Nachahmerpräparaten und Spezialpharmazeutika außerhalb der USA. Abbott-Anteilscheine stiegen 1,3 Prozent.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

In den USA gehandelte Aktien des Arzneimittelherstellers Shire kletterten um 2,1 Prozent. Shire gab seinen Widerstand gegen eine Übernahme durch AbbVie auf. Damit dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Konzern aus Chicago den mittlerweile 31 Milliarden Pfund (39 Milliarden Euro) schweren Zukauf in trockene Tücher bringen kann. AbbVie-Papiere gaben 0,2 Prozent nach.

Am deutschen Aktienmarkt begeisterte der WM-Titel der Fußball-Nationalmannschaft die Investoren. Adidas, der Ausrüster der Nationalelf, lag mit einem Plus von 2,7 Prozent an der Dax -Spitze. Das Unternehmen profitierte von der Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage nach dem Weltmeister-Trikot und anderen WM-Artikeln. Der Leitindex legte nach seinen deutlichen Verlusten in der Vorwoche um 1,2 Prozent auf 9783,01 Punkte zu.

„Triumph der Deutschen überstrahlt alles“

Der EuroStoxx50 stieg um ein Prozent auf 3187,50 Zähler. „Der Triumph der deutschen Fußballer überstrahlt heute alles, aber schon bald dürften sich die Blicke der Anleger wieder auf die Krisen in Nahost und die anstehende Berichtssaison richten“, sagte Kapitalmarkt-Experte Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 590 Millionen Aktien den Besitzer. 1960 Werte legten zu, 1095 gaben nach und 117 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,57 Milliarden Aktien 1684 im Plus, 991 im Minus und 128 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 7/32 auf 99-20/32. Die Rendite stieg auf 2,543 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 12/32 auf 100-8/32 und rentierte mit 3,362 Prozent. Händler erklärten die Abschläge mit Spekulationen über eine frühere Anhebung der Leitzinsen. US-Notenbankchefin Janet Yellen soll sich vor dem Kongress am Dienstag und Mittwoch zur Ausrichtung der Geldpolitik äußern.

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