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30.05.2012

23:37 Uhr

Börse New York

Der Dow Jones verharrt deutlich im Minus

Die US-Börsen sind am Mittwoch wegen der Sorgen über die Euro-Krise deutlich schwächer aus dem Handel gegangen. Die Angst um spanische Banken und Griechenland überschattete das Marktgeschehen.

Auch die Börsianer an der Wall Street versuchen an diesem turbulenten Tag an den Märkten Schritt zu halten. dapd

Auch die Börsianer an der Wall Street versuchen an diesem turbulenten Tag an den Märkten Schritt zu halten.

DüsseldorfEine erneute Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise hat am Mittwoch die US-Börsen belastet. Schlechte Nachrichten aus Spanien, Italien und Griechenland drückten die Kurse.

"Es scheint unabwendbar, dass der Euro auseinanderbricht", sagte Nathan Snyder von Snow Capital Management. "Es ist nur noch die Frage, wie lange man das noch hinauszögern kann und welche Auswirkungen es haben wird."

Unter der Verunsicherung der Anleger litten Branchen, die konjunkturellen Schwankungen besonders ausgesetzt sind - wie der Energie- und Konsumsektor. Die Unsicherheit trieb Anleger zudem massiv in US-Staatsanleihen. Die Zinsen für die als sicher geltenden Bonds mit zehnjähriger Laufzeit fielen auf den niedrigsten Stand seit mindestens 60 Jahren.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 1,3 Prozent nach auf 12.419 Punkte. Im Tagesverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.396 und 12.579 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 1,4 Prozent ein auf 1313 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq verlor 1,2 Prozent auf 2837 Stellen. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 1,8 Prozent bei 6280 Punkten aus dem Handel.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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Die Angst vor einer Eskalation im spanischen Bankensektor trieb die Kosten für Kreditausfallversicherungen des Landes auf ein Rekordhoch. An der spanischen Börse verlor der Leitindex 2,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als neun Jahren. Die Renditen für zehnjährige spanische Bonds näherten sich der Marke von sieben Prozent.

Einen solch hohen Zinssatz hatten andere Länder der Euro-Zone in der Vergangenheit nicht lange tragen können und waren unter den Rettungsschirm geschlüpft. Spanien hat bislang stets erklärt, dies nicht tun zu wollen.

Kunden heben Gelder ab: Angst vor dem Bankensturm

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Angst vor dem Bankensturm

Kunden ziehen schon jetzt ihr Geld von den Banken aus den Schuldenländern ab.

"In Spanien hat die Verschlechterung der Lage ein erschreckendes Ausmaß erreicht, denn dort wäre ein größeres Rettungspaket und deutlich mehr Kapital nötig, um die Probleme der Banken zu lösen", sagte Quincy Krosby von Prudential Financial mit Blick auf das größere wirtschaftliche Gewicht Spaniens in der Euro-Zone im Vergleich zu Griechenland.

Auch aus Italien kamen schlechte Nachrichten: Das Land konnte zwar fünf- und zehnjährige Anleihen im Volumen von 5,73 Milliarden Euro verkaufen, musste den Anlegern dafür aber höhere Zinsen zahlen als zuletzt.

In Griechenland schließlich deuten jüngste Umfragen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Befürwortern und Gegnern der Sparauflagen bei der Wahl am 17. Juni hin. Aufgeholt hat das sparkritische Linksbündnis Syriza, das die bereits gemachten Sparzusagen an seine Geldgeber von EU und IWF nicht einhalten will. In Umfragen vor Pfingsten hatte noch die sparwillige Partei Neue Demokratie geführt.

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