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11.01.2017

16:44 Uhr

Börse New York

Der Präsident hat das Wort

Kurz vor der mit Spannung erwarteten Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten Donald Trump haben sich US-Anleger am Mittwoch weiter zurückgehalten. Im Fokus stehen Pharmawerte

Nicht nur US-Anleger blicken auf die Wirtschaftspolitik Donald Trumps. AP

Börse in New York

Nicht nur US-Anleger blicken auf die Wirtschaftspolitik Donald Trumps.

New YorkZum ersten Mal seit sechs Monaten stellt sich der künftige Präsident Donald Trump der internationalen Press. Auch US-Anleger erwarten, dass Trump bei diesem Termin Aufschlüsse darüber gibt, ob er es mit seinen Ankündigungen für ein großangelegtes Konjunkturprogramm ernst meint. Das hatte die US-Börsen seit seinem Wahlsieg Anfang November auf Rekordhöhen getrieben. Zuletzt waren die Akteure aber vorsichtiger geworden. Mit ein Grund dafür ist die in Kürze beginnende Berichtssaison der Unternehmen.

Die schlechtesten Anlagen 2016

Sparbuch

Seit Jahren lässt sich mit dem Sparbuch nichts mehr verdienen. So war es auch 2016. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro anlegt hat einen Gewinn von gerade mal 50 Euro – entsprechend von 0,05 Prozent gemacht. Immerhin verloren Anleger aber zumindest nominal – also ohne Berücksichtigung der Inflation – auch nichts.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand 30.12.2016

Mexikanischer Peso

Dem mexikanischen Peso – dem zweitgrößten Verlierer der Hauptwährungen zum Euro – machte der Wahlsieg von Donald Trump zum US-Präsidenten zu schaffen. Kein Wunder, die USA sind Mexikos wichtigster Handelspartner, doch Trump will den Handel massiv besteuern und die Grenzen zu Mexiko dichter machen- auch wenn zuletzt vom dem im Wahlkampf propagierten Mauerbau nichts mehr zu hören war. Wer zu Jahresbeginn 100.000 Euro in mexikanischen Peso anlegt, verfügte Ende des Jahres jetzt nur noch über 89.510 Euro.

Britisches Pfund

Das knappe Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union schockte am 24. Juni Europa die ganze westliche Welt. Der britische Aktienmarkt erholte sich – wie auch andere europäische Börsen – von dem Schock zwar recht schnell und legte zweistellig zu. Doch das britische Pfund selbst steht weiter unter massivem Druck. Zum Euro hat es in diesem Jahr gut 13 Prozent verloren und damit so viel wie keine andere Hauptwährung. Aus 100.000 in Pfund investierten Euro wurden so nur noch 86.980 Euro.

Aktien China

Der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verunsichert Anleger weltweit seit anderthalb Jahren. Das spiegelt sich auch der Börse wider. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor über elf Prozent. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro weiter abwertete, bleiben Anlegern die 100.000 Euro in den Index investiert haben, nur 85.450Euro übrig.

Aktien Ägypten

In Ägypten gab die Zentralbank den Wechselkurs im November frei, das ägyptische Pfund stürzte ab. Der ägyptische Leitindex EGX 30 gewann zwar über 70 Prozent - Euro Anleger hatten aber am Jahresende von 100.000 investierten Euro nur noch 79.570 Euro übrig.

Aktien Ghana

Der Aktienindex der ebenfalls sehr kleinen Börse in Ghana, verlor ebenfalls stark. Von 100.000 Euro bleiben nur 77.840 Euro übrig. Die agrarisch strukturierte Wirtschaft des als Musterdemokratie auf dem Kontinent geltenden Landes, schrumpft. Das Land ist stark vom Export von Rohstoffen wie Gold, Öl, Kakao und Edelhölzern abhängig. Dabei steigen zwar im vergangenen Jahr viele Rohstoffpreise, doch der Kakaopreis brach um fast ein Drittel ein.

Aktien Nigeria

Deutsche Anleger, die 2016 an der kleinen nigerianischen Börse 100.000 Euro investierten, hatten Ende des Jahres nur noch 61.390 Euro auf dem Konto. Das lag vor allem daran, dass die Währung Naira im Sommer einbrach, nachdem die Zentralbank die Anbindung der heimischen Währung an den Dollar aufgab.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,1 Prozent im Plus bei 19.880 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte nahezu unverändert bei 2268 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat ebenfalls auf der Stelle bei 5550 Punkten.
Bei den Einzelwerten stand die Pharmabranche im Mittelpunkt. Die Aktien des US-Konzerns Merck legten fünf Prozent zu, nachdem die Gesundheitsbehörde FDA mitteilte, eine Medikamentenkombination zur Behandlung von Lungenkrebs rasch zu prüfen. Im Gegenzug gaben die Papiere von AstraZeneca und Bristol-Myers, die ähnliche Therapien entwickeln, in New York knapp ein beziehungsweise 2,5 Prozent nach.

Von

rtr

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