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19.08.2016

22:19 Uhr

Börse New York

Die Rückkehr des Zinsgespensts

Lang genug bestimmte die Berichtssaison das Geschehen. Zeit für die Geldpolitik ins Rampenlicht zurückzukehren. Die Fragen nach dem Wann der Zinswende werden größer und sortgen am Freitag für moderate Verluste an den US-Börsen.

Hoffentlich wird das Wetter am Samstag besser als die Börse am Freitag. Reuters

Stirnrunzeln in New York

Hoffentlich wird das Wetter am Samstag besser als die Börse am Freitag.

New YorkUS-Anleger haben sich zum Wochenschluss zurückgehalten. Da die Berichtssaison der Firmen sich dem Ende neigt, richten die Investoren ihr Augenmerk wieder verstärkt auf die Geldpolitik der US-Notenbank. Innerhalb der Fed mehren sich die Stimmen für eine baldige Zinserhöhung. Die nächste Entscheidung darüber steht im September an. Ein zu langes Zögern könnte negative Folgen für die weltweit größte Volkswirtschaft haben, sagte John Williams von der Fed aus San Francisco. Weitere Aufschlüsse erhoffen Anleger vom Auftritt von Fed-Chefin Janet Yellen nächste Woche auf dem jährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole. Die damit verbundene Unsicherheit veranlasse Investoren, Geld vom Markt abzuziehen, sagte Peter Cardillo, Chef-Marktstratege von First Standard Financial.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,2 Prozent auf 18.553 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 verringerte sich um 0,1 Prozent auf 2184 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stagnierte bei 5238 Punkte.

Bei den Einzelwerten überzeuge Applied Materials die Anleger jedoch. Die Aktien legten fast sieben Prozent zu. Der weltgrößte Chipausrüster übertraf mit einem Gewinn- und Umsatzsprung die Erwartungen von Analysten.

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Die Anteilsscheine des Traktorenbauers Deere gewannen 13,49 Prozent. Der Konzern erhöhte seine Prognose für das Gesamtjahr, nachdem das abgelaufene Quartal dank Einsparungen besser ausgefallen war als befürchtet.

Mehr als drei Prozent bergab ging es für Emerson Electric. Der auf Automatisierungstechnik spezialisierte US-Konzern will sein Kerngeschäft erweitern und kauft dafür eine Tochter des Pumpenherstellers Pentair. Der im schweizerischen Schaffhausen ansässige Geschäftsbereich Valves & Controls werde für 3,15 Milliarden Dollar übernommen.

Estee-Lauder büßten 3,57 Prozent ein. Die Umsätze des Kosmetikherstellers waren im abgelaufenen Quartal weniger als von Analysten erwartet gestiegen.

Das Rätselraten um künftige Zinserhöhungen in den USA machte auch Europas Aktienanleger vorsichtig. Der Dax sackte am Freitag um 0,6 Prozent auf 10.544,36 Punkte ab - ein Wochenverlust von 1,6 Prozent. "Die Aussicht auf höhere US-Zinsen lastet auf dem Markt, zudem fehlen nach dem Ende der Bilanzsaison erst einmal die Impulsgeber", sagte ein Händler. Nachdem der Brexit-Schock verdaut und die Nervosität an den Finanzmärkten abgeebbt ist, halten immer mehr Börsianer eine Zinserhöhung in diesem Jahr für wahrscheinlich. Der EuroStoxx50 fiel um 0,9 Prozent auf 2968,20 Zähler.

Von

rtr

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