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11.07.2013

22:52 Uhr

Börse New York

Die Wall Street atmet auf

Fed-Chef Ben Bernanke bleibt dabei: An der Zinsschraube wird nicht gedreht. Anleger an der Wall Street reagierten begeistert. Die Kurse schlossen im Plus. Zu den Gewinnern gehörten Microsoft und Amazon.

Händler an der NYSE: Die monatlichen Anleihekäufe der US-Notenbank im Volumen von monatlich 85 Mrd. Dollar gehen vorerst weiter. ap

Händler an der NYSE: Die monatlichen Anleihekäufe der US-Notenbank im Volumen von monatlich 85 Mrd. Dollar gehen vorerst weiter.

New YorkDie US-Aktienmärkte haben am Donnerstag mit deutlichen Gewinnen auf die jüngsten Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke reagiert. Die Anleger konnten sich von ihrer Sorge befreien, dass die Federal Reserve bald aus ihrer Politik des billigen Geldes aussteigt.

So erklärte Bernanke am Mittwochabend eine ultralockere Geldpolitik auch auf absehbarer Zeit für erforderlich. Die Lage am Arbeitsmarkt sei nicht so gut, wie es die Arbeitslosenquote vermuten lasse, während die Inflation noch immer gering sei. Diese Einschätzung wurde auch durch neue Statistiken zum Jobmarkt und den Einfuhrpreisen gestützt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,1 Prozent fester bei 15.460 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 15.298 und 15.483 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 1,4 Prozent auf 1675 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,6 Prozent zu auf 3578 Stellen. Der Dax schloss 1,1 Prozent höher bei 8159 Zählern.

"Es wäre vielleicht zu viel gesagt, dass Bernanke zurückrudert, aber Investoren sind mit Blick auf die US-Geldpolitik so nervös, dass sie jedes Wort von ihm auf die Goldwaage legen", sagte Aktienstratege Markus Reinwand von der Helaba. "Alles, was darauf hindeutet, dass die Anleihenkäufe erst später gedrosselt werden, hilft den Börsen."

Der Arbeitsmarkt erwies sich zuletzt wieder als Hemmschuh einer rascheren Konjunkturerholung in den USA: Die Zahl der Erstanträge stieg in der vergangenen Woche um 16.000 auf 360.000. Analysten hatten nur mit 340.000 gerechnet. Auch von den Einfuhrpreisen im Juni wurden die Experten überrascht, denn sie fielen unerwartet um 0,2 Prozent zum Vormonat.

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Im Zentrum des Börsengeschehens stand die Einzelhandelsbranche, die ihre monatlichen Verkaufszahlen vorlegte. Costco Wholesale übertraf dabei die Erwartungen der Analysten und wurde auf dem Parkett mit einem Plus von knapp zwei Prozent belohnt.

Der Autobauer Ford stellte seinen Aktionären für das dritte Quartal eine Dividende von zehn Cent je Aktie in Aussicht. Der Kurs stieg um 1,5 Prozent. Microsoft krempelte sein Management-Team um, was von den Anlegern begrüßt wurde. Die Aktien des Software-Riesen verteuerten sich um 2,8 Prozent.

Amazon-Papiere kletterten auf ein weiteres Rekordhoch, nachdem die E-Commerce-Firma ChannelAdvisor für den Marktführer einen Umsatzsprung von 30 Prozent im Juni ausgewiesen hatte. Der Aktienkurs von Amazon legte um 2,5 Prozent zu auf 299,66 Dollar.

Wie der Wall Street Handel lief

Video: Wie der Wall Street Handel lief

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,74 Milliarden Aktien den Besitzer. 2658 Werte legten zu, 389 gaben nach und 50 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,72 Milliarden Aktien 1803 im Plus, 715 im Minus und 74 unverändert.

Von

rtr

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