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05.08.2016

00:11 Uhr

Börse New York

Die Wall Street wartet auf die Jobdaten

Die Anleger in New York haben sich am Donnerstag an der Börse zurückgehalten. Sie warten auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten. Der Versicherer MetLife verschreckte die Börsianer mit einem Gewinnrückgang.

Die amerikanischen Börsen starteten wenig verändert in den Donnerstagshandel. AP

Wall Street

Die amerikanischen Börsen starteten wenig verändert in den Donnerstagshandel.

New YorkKurz vor Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten haben sich die Anleger an der Wall Street am Donnerstag zurückgehalten. Der Dow-Jones-Index bewegte sich kaum vom Fleck. Marktexperte Tony Bedikian von der Citizens Bank sagte, manche Investoren nähmen wohl ein paar „Spielchips vom Tisch“.

Die Arbeitsmarktdaten werden mit Spannung erwartet, weil sich viele Investoren am Freitag Aufschluss über weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank erwarten. Nach Bedikians Einschätzung benötigen die Währungshüter noch einmal starke Jobdaten, um die Zinsen erhöhen zu können.

Der Dow Jones trat auf der Stelle und ging mit 18.352 Punkten aus dem Handel. Der S&P 500 lag bei 2164 Stellen. Der Nasdaq-Index verzeichnete ein Plus 0,1 Prozent auf 5166 Zähler. In Frankfurt war der Dax um 0,6 Prozent auf 10.227 Punkte gestiegen.

Die Londoner Börse ging sogar um 1,6 Prozent nach oben, weil sich Anleger über die Zinssenkung der britischen Notenbank freuten. Die Entscheidung schickte das Pfund auf Talfahrt: Im Vergleich zum Dollar verbilligte sich die Währung um 1,5 Prozent.

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Die Aufträge für die US-Industrie waren derweil im Juni weniger als erwartet gesunken. Allerdings war der Rückgang im Vormonat etwas stärker als zunächst ermittelt ausgefallen. Den New Yorker Aktienmarkt hatten die Daten am Donnerstag überwiegend kalt gelassen.

Dort schockierte allerdings der Versicherungskonzern MetLife die Anleger mit einem Gewinnrückgang. Die Aktie gab um knapp neun Prozent nach.

Bewegung gab es dagegen bei einigen Aktien aus der Unterhaltungsbranche. So sackten die Papiere von 21st Century Fox um mehr als 5 Prozent ab, nachdem der Konzern von Rupert Murdoch die Umsatzerwartungen verfehlt hatte. Die Anteile von Viacom verloren nach Geschäftszahlen 0,98 Prozent. Im Dow-Index waren die Titel von Walt Disney mit minus 0,97 Prozent das Schlusslicht.

Für den Frühstücksflocken-Anbieter Kellogg dagegen ging es um 1,7 Prozent nach oben. Die Sparmaßnahmen des Unternehmens greifen überraschend deutlich, so in diesem Jahr mit einem höheren Gewinn als bisher gerechnet wird.

Auch Aktien von Monsanto waren gefragt. Einem Bloomberg-Bericht zufolge erwägt Bayer, mehr Geld für den Agrarkonzern zu bieten. Die Anteilsscheine des US-Unternehmens legten um zwei Prozent zu.

Hohe Verluste gab es bei Aktien von Düngemittelproduzenten. So brachen CF Industries um 12,60 Prozent ein. Marktbeobachter verwiesen auf deutlich schwächer als erwartet ausgefallene Geschäftszahlen und die unter Druck stehenden Stickstoffpreise. Für die Mosaic-Aktien ging es um mehr als 3 Prozent runter.

Der Kurs des Euro bewegte sich im US-Handel nur wenig. Die Gemeinschaftswährung notierte zuletzt bei 1,1130 US-Dollar nur geringfügig tiefer als im europäischen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1136 US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8980 Euro.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 1664 Werte legten zu, 1273 gaben nach, und 165 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,85 Milliarden Aktien 1447 im Plus, 1368 im Minus und 170 unverändert.

US-Staatsanleihen waren bei den Anlegern gefragt. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 10/32 auf 101-2/32 und hatten eine Rendite von 1,51 Prozent. Die 30-jährigen Bonds legten um 24/32 auf 105-7/32 zu und rentierten mit 2,26 Prozent.

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