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31.07.2012

22:34 Uhr

Börse New York

Die Wall Street wartet auf Signale

Der Dow Jones wartet weiter auf eine Entscheidung der Fed. Die Stimmung der Anleger wurde zunächst durch schlechte Nachrichten aus Europa getrübt.

Ein Händler von Barclays benutzt sein Terminal. Spencer Platt/Getty Images/AFP AFP

Ein Händler von Barclays benutzt sein Terminal. Spencer Platt/Getty Images/AFP

Düsseldorf/New YorkDie US-Börsen haben sich vor den mit Spannung erwarteten Notenbank-Sitzungen dies- und jenseits des Atlantiks schwächer geschlossen. Von der US-Notenbank Fed werden am Mittwoch Hinweise darauf erwartet, ob und wie sie die Wirtschaft erneut stützen wird. Die Europäische Zentralbank (EZB) folgt am Donnerstag. Bis dahin dürften sich Anleger eher zurückhalten, sagten Händler.

Der Dow-Jones-Index der 30 Standardwerte schloss am Dienstag 0,5 Prozent tiefer bei 13.008 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 13.006 und 13.082 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,4 Prozent auf 1379 Punkte. Der Technologieindex Nasdaq sank um 0,2 Prozent auf 2939 Zähler. Im Juli ergibt sich damit für den Dow ein Plus von einem Prozent, für den S&P von 1,3 und für die Nasdaq von 0,2 Prozent. Der Dax schloss am Dienstag unverändert bei 6772 Punkten.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:45 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Die Märkte setzen darauf, dass die EZB ihr seit Monaten ruhendes Programm zum Ankauf von Staatsanleihen reaktiviert, um Druck von den Euro-Schuldenstaaten zu nehmen. In der vergangenen Woche hatte die Ankündigung von EZB-Chef Mario Draghi, alles in seiner Macht Stehende für die Euro-Rettung tun zu wollen, die Börsen angetrieben. Für die USA gehen Experten davon aus, dass die Fed wohl noch still halten wird. Sie erwarten, dass Fed-Chef Ben Bernanke am Mittwochabend im Offenmarktausschuss den Leitzins bei rekordniedrigen Null bis 0,25 Prozent belassen und zunächst keine neue Konjunkturspritzen aufziehen wird.

Analysten sprachen davon, dass es wegen des Streits in Europa über die Hilfsmaßnahmen mehr Fragen als Antworten gebe. "Warum sollte Deutschland jetzt zustimmen?" sagte Jeff Meyerson von Sunrise Securities. "Sie werden bis zur letzten Minute warten." Zudem sei unklar, ob nach einem Rettungspaket für Spanien noch genug Geld für Italien übrig sein werde.

Bei den Einzelwerten setzte Facebook den dritten Tag in Folge seine Rutschpartie fort. Mit einem Minus von 6,2 Prozent fiel die Aktien des Sozialen Netzwerks auf ein neues Rekordtief bei 21,71 Dollar. Analysten sprachen von anhaltenden Zweifeln, ob der Börsenkurs nicht immer noch zu hoch sei. Der Spiele-Partner Zynga verlor knapp zwei Prozent.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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Dagegen kletterten die Aktien des Pharmakonzerns Pfizer um 1,4 Prozent. Das Unternehmen hat im abgelaufenen Quartal überraschend viel Geld verdient und seine Gewinnprognose für dieses Jahr bekräftigt.

Auch Tyco übertraf mit seinem Quartalsgewinn die Erwartungen. Die Papiere des Mischkonzerns legten 2,2 Prozent zu. Bei der geplanten Aufspaltung in drei Einzelunternehmen sieht sich Tyco auf einem guten Weg.

Zu den Gewinnern gehörte auch Goodyear, dessen Gewinn wegen einer starken Nachfrage in Nordamerika über Erwartungen lag. Die Aktien schlossen mehr als zehn Prozent im Plus.

Die weltgrößte Brauerei Anheuser-Busch InBev enttäuschte dagegen. Gewinn und Bierabsatz waren schwächer als erwartet. Die Aktie gab 3,2 Prozent nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,89 Milliarden Aktien den Besitzer. 1219 Werte legten zu, 1746 gaben nach und 117 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,79 Milliarden Aktien 1021 im Plus, 1463 im Minus und 123 unverändert. (Geschrieben von Scot W. Stevenson; redigiert von Ralf Bode)

Von

rtr

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