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31.08.2015

23:01 Uhr

Börse New York

Die Zinsfrage bremst Wall Street aus

Die Börsen in New York mussten zu Wochenanfang Verluste hinnehmen. Vor allem die Frage nach dem Zeitpunkt der Leitzinserhöhung der Fed treibt die Anleger um. Für Belastung sorgen außerdem die Sorgen um Chinas Konjunktur.

Die Börsen rätseln weiter. Wann genau die Fed den Leitzins anheben wird, bleibt ungewiss. ap

Ratlose US-Händler

Die Börsen rätseln weiter. Wann genau die Fed den Leitzins anheben wird, bleibt ungewiss.

New YorkSorgen um China und das globale Wachstum sowie die Unsicherheit rund um eine Zinswende in den USA haben der Wall Street im August die Bilanz verhagelt. Am letzten Handelstag des Monats ging der Dow Jones Industrial am Montag mit einem Abschlag von 0,69 Prozent bei 16 528,03 Punkten aus dem Handel. Damit verlor der US-Leitindex im August 6,57 Prozent, das ist die schwächste Monatsbilanz seit Mai 2010.

Mit einem zwischenzeitlichen Rutsch auf 15 370 Punkte hätte er sogar noch deutlich schwächer abschneiden können. Aber auch so sind die einstigen Gewinne für 2015 aufgezehrt und in einen Verlust von über 7 Prozent verwandelt worden.

Kaum besser erging es dem S&P-500-Index und Nasdaq 100 mit den verlustreichsten Monaten seit 2012. Am Montag sank der marktbreite S&P um 0,84 Prozent auf 1972,18 Punkte, während der technologielastige Auswahlindex um 1,26 Prozent auf 4274,58 Punkte nachgab. Er liegt für das laufende Jahr noch knapp im Plus.

Wegen des Rätselratens um den ersten Zinsschritt in den USA seit einem Jahrzehnt werden Konjunkturdaten besonders beäugt. Die neuesten Daten zum Geschäftsklima in der Region Chicago lieferten jedoch kaum Impulse. Im August hatte es sich etwas deutlicher eingetrübt als erwartet. Besonders spannend wird es am Freitag, wenn der Arbeitsmarktbericht für August ansteht.

Dax-Sentiment: Vergleich Prognosen mit Indexverlauf

Börsenwoche 15.2. - 19.2.

Der Dax legte um 4,7 Prozent zu und beendete den Handel bei  9388 Punkten. Heibels Ratschlag am Montag (15.2.):  „Auf eine Bodenbildung mit anschließend weiter steigenden Kursen würde ich nur mit einem kleinen Betrag spekulieren“. Diese Investition sollten Anleger, falls die 9.300 Punkte im Dax nicht überwunden werden, schnell wieder auflösen.

Börsenwoche 8.2. - 12.2

Das deutsche Börsenbarometer verlor in der vergangenen Woche weitere 3,4 Prozent. Heibel sah am Montag (8.2.) aber nur eine sehr geringe Chance für einen weiteren Ausverkauf im Dax.

Börsenwoche 1.2. - 5.2.

Der Dax verlor 5, 2 Prozent. „Vieles deutet daraufhin, dass die Kurse weiterhin gen Süden driften, unterbrochen nur von kurzfristigen Gegenbewegungen“, sagte Stephan Heibel am Montag (1.2.).

Börsenwoche 25.1. - 29.1.

Der Dax kletterte leicht um 0,3 Prozent auf 9.798 Punkte.  Vor einer Woche warnte Stephan Heibel noch vor einer möglichen Abwärtsspirale. Diese könne, je länger die Baissephase an den Märkten dauere, eine eigene Dynamik entwickeln. „Noch ist es nicht soweit, doch wir werden diese Entwicklung aufmerksam verfolgen müssen“, sagte er am vergangenen Montag unter der Überschrift „Noch ist es nicht soweit“. (25.1.)

Börsenwoche 18.1. - 22.1.

Der Dax stieg um 2,3 Prozent. Heibels Erkenntnis am Montag (18.1.): Die Aktienbörsen sind nun in einer Baissephase. „Entsprechend dürften Kurssteigerungen in den kommenden Tagen nicht viel mehr als eine Zwischenerholung sein.“

Börsenwoche 11.1. -15.1

Der Dax stieg am Montag und Dienstag um mehr als 150 Punkte auf knapp 10.000 Zähler, rutschte  zum Wochenende aber wieder ab auf 9545 Punkte.  Heibels Prognose am Montag (11.): „Kurzfristig sorgt die maximale Niedergeschlagenheit der Anleger für eine moderate Gegenbewegung. Ob aus dieser Gegenbewegung eine Rally wird oder ob sie verpufft und neue Tiefs angesteuert werden, wird nach wie vor von der Entwicklung in China abhängen.“

Börsenwoche 14.12-18.12

Der Dax legte unter heftigen Schwankungen um 2,6 Prozent zu. Heibels Prognose am Montag (14.12.): „Das größere Überraschungspotential ist auf Seiten steigender Kurse zu sehen“.

Börsenwoche 7.12.-11.12

Der Dax verlor 3,8 Prozent. Der Volatilitätsindex VDax, der die Schwankungen des deutschen Leitindexes misst, stieg von 21 auf 27 Punkte. Heibels Prognose am Montag (7.12.): „Die Verunsicherung im Vorfeld der Entscheidung der US-Notenbank ist groß, so dass wir noch einige extrem volatile Tage erleben können. Entsprechend würde ich nicht alles auf eine Karte setzen, sondern mich für mehrere kleine Käufe bereithalten“.

Börsenwoche 30.11.-4.12

Der Dax verlor 4,8 Prozent. Am Montag (30.11.) kommentierte Stephan Heibel die Jubelstimmung so: „Je besser die Stimmung, desto leichter kann ein Pulverfass hochgehen“.

Börsenwoche 23.11. - 26.11

Der Dax rutschte am Montag (16.11.) ab, ehe eine Rally einsetzte. Der deutsche Leitindex  legte 3,8 Prozent zu. Am Montag (16..1) prognostizierte Stephan Heibel „heftige, aber begrenzte Korrekturen“, aber keinen nachhaltigen Kursrutsch.

Börsenwoche 9.11 - 13.11

Der Dax verlor in dieser Woche 2,5 Prozent. „Wer also von der gesunden Börsenverfassung profitieren möchte, braucht nun nicht mehr bei der kleinsten Korrektur zu kaufen“, lautet Heibels Ratschlag am Montag (9.11.). „Sie können sich mit Käufen meines Erachtens Zeit lassen, bis der Dax mal wieder fünf Prozent unter seinem vorhergehenden Hoch notiert“.

Börsenwoche 2.11. - 6.11.

Der Dax stieg um weitere 1,3 Prozent. Am Montag davor (2.11.) hatte Stephan Heibel  die Sommerkorrektur zu den Akten gelegt. Unter der Überschrift „Die Zuversicht schwindet“ war er der Auffassung, dass kurzfristige Rückschläge eine Kaufgelegenheit seien.

Börsenwoche 26.10 - 30.10

Der Dax stieg um 0,5 Prozent. Heibels Prognose am Montag (26.10): „Die Rally dürfte weiterlaufen“. Sein Ratschlag: „Ich halte es für Anleger für ratsam, auf dieser Welle mitzuschwimmen, bei Rückschlägen nachzukaufen, aber sämtliche Positionen mit großzügigen Stop-Loss-Kursen zu sichern“.

Börsenwoche 19.10. - 23.10.

Der Dax stieg um fast sieben Prozent und beendete den Handel bei über 10.800 Punkten. Heibels Prognose am Montag (19.10.): In den kommenden Tagen könnte der Dax bis auf 10.500 Punkte steigen. „Bei dieser Marke dürften wieder eine Reihe von Investoren ihre für viele Monate unter Wasser befindlichen Aktienpositionen auflösen und für eine weitere kleine Konsolidierung sorgen“.

Börsenwoche 12.10. - 16.10.

Der Dax blieb fast unverändert. Heibels Prognose am Montag (12.10.): „Eine Konsolidierung der erzielten Kursgewinne wird wahrscheinlich, dürfte jedoch nur kurze Zeit dauern“, sagt er. Es könnte sogar sein, dass der kleine Rücksetzer nur einen halben Handelstag dauert. „Im Wochenverlauf könnte die Rally durchaus noch höhere Kurse hervorbringen.“ Dass diese Rally aber nachhaltig ist, bezweifelte er.

 

Am Wochenende hatten Aussagen von Stanley Fischer zur Inflation den Sorgen vor einer Leitzinsanhebung schon im September neue Nahrung gegeben. Der Vize-Chef der US-Notenbank hatte während der internationalen Notenbank-Konferenz am Wochenende in Jackson Hole von guten Gründen für einen Inflationsanstieg gesprochen. Marktteilnehmer hatten inzwischen auf höhere Leitzinsen frühestens im Oktober gehofft. Steigende Zinsen würden Aktien im Vergleich zu anderen Geldanlagen weniger attraktiv machen.

Im nachrichtenarmen Handel setzten sich Chevron mit plus 0,70 Prozent an die Spitze des Dow. Sie profitierten damit vom starken Anstieg des Ölpreises. Zuvor waren US-Zahlen zur Ölproduktion nach unten korrigiert worden. Zudem hatte die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) angekündigt, Gespräche mit anderen Ländern über "faire Preise" am Ölmarkt führen zu wollen.

Intel gehörten mit einem Aufschlag von 0,42 Prozent ebenfalls zu den Gewinnern. Börsianer begründeten dies mit einer positiven Analystenstudie. Abseits des Leitindex half der Twitter-Aktie eine Empfehlung sogar um 3,48 Prozent auf die Sprünge. Größte Verlierer im Index waren im nachrichtenarmen Handel Merck & Co. Die Papiere des Pharmakonzerns sanken um fast 2,75 Prozent.

Für die Aktien von Aktie von Netflix ging es um 2,21 Prozent abwärts. Der Streaming-Dienst hatte einen Filmrechte-Vertrag mit Epix nicht verlängert. Epix ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Filmstudios Paramount, Metro-Goldwyn-Mayer und Lionsgate.

Der Eurokurs pendelte zum Wochenauftakt weiter um die Marke von 1,12 US-Dollar und lag zuletzt leicht darüber. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1215 (Freitag: 1,1268) US-Dollar festgesetzt. Richtungweisende zehnjährige Anleihen sanken um 8/32 Punkte auf 98 3/32 Punkte und rentierten mit 2,21 Prozent.

Von

rtr

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