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20.08.2015

23:20 Uhr

Börse New York

Dow fällt unter 17.000

Anleger zittern: Ist die chinesische Schwäche nur vorübergehend – oder markieren die jüngsten Turbulenzen einen langfristigen Trend? Noch eine weitere Unsicherheit bremst die Geschäfte an der Wall Street.

Die Zinswende kommt – wenn nicht heute, dann morgen. Reuters

Broker in Aktion

Die Zinswende kommt – wenn nicht heute, dann morgen.

New YorkDie Furcht vor einem Schwächeanfall der chinesischen Wirtschaft hat auch den US-Anlegern am Donnerstag die Stimmung verhagelt. Zudem zeichnet sich nach überwiegend positiven US-Konjunkturdaten Börsianern zufolge ein Ende der lockeren Geldpolitik ab.

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Chinas Wirtschaft schwächelt. Das könnte auch Deutschlands Konzerne treffen. Ein Unternehmen liegt in China vorn.

Mit den Zahlen, die "das intakte Wachstumsszenario" für die weltgrößte Volkswirtschaft signalisierten, rücke eine Zinserhöhung in den USA näher, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Nach Ansicht von NordLB-Experte Tobias Basse konnten die Daten die Sorgen um die Wirtschaft Chinas und die Weltkonjunktur nicht lindern.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,1 Prozent tiefer auf 16.990 Punkten - dem tiefsten Stand seit Oktober 2014. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um ebenfalls 2,1 Prozent auf 2035 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor sogar 2,8 Prozent auf 4877 Stellen.

In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Minus von 2,3 Prozent bei 10.432 Punkten in den Feierabend, nachdem er zeitweise auf den tiefsten Stand seit Ende Januar gerutscht war. Damit gab der Leitindex in den vergangenen zwei Wochen um mehr als zehn Prozent nach. Der EuroStoxx sank am Donnerstag um 2,2 Prozent auf 3353 Zähler.

"Die Sorgen um China lassen die Anleger nicht los", sagte ein Händler. Die Befürchtungen, dass sich der Wachstumsrückgang in der Volksrepublik als langfristiger Trend herausstellen könnte, belasteten derzeit vor allem exportorientierte Industriezweige.

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Auch am Donnerstag fliehen Anleger weiter vom Parkett. Die schwache Performance der Schwellenländer wirft die globale Wachstumsfrage auf. Starke US-Daten lassen die Zinswende in den Vereinigten Staaten näher rücken.

In den USA waren an diesem Handelstag zahlreiche Wirtschaftsdaten veröffentlicht worden, die Börsianern zufolge als Signale für bald steigende Zinsen in der weltgrößten Volkswirtschaft gewertet werden dürften: So waren etwa die Daten vom US-Immobilienmarkt und der Philly-Fed-Index, der das Geschäftsklima in der Region Philadelphia misst, überraschend gut ausgefallen.

Auch das am Mittwochabend veröffentlichte Protokoll der Fed-Sitzung im Juli bremste Händlern zufolge den Markt aus. Die US-Notenbank bewegt sich weiter auf die Zinswende zu. Fed-Vertreter verwiesen auf Verbesserungen am Arbeitsmarkt. Sie äußerten allerdings auch Sorgen wegen der nach wie vor niedrigen Inflation und des schwachen Wachstums der Weltwirtschaft.

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