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16.06.2016

23:10 Uhr

Börse New York

Dow Jones beendet fünftägige Verlustserie

In New York sind die Kurse moderat gestiegen; die Verlustserie der letzten Tage damit beendet. Eine Rolle spielte, dass der Wahlkampf in Großbritannien wegen des Todes einer Politikerin vorübergehend eingestellt wurde.

Händler an der New Yorker Stock Exchange. AP

Bewegung auf dem Parkett

Händler an der New Yorker Stock Exchange.

New YorkEine Woche vor dem britischen EU-Referendum hat die Brexit-Frage das US-Aktiengeschäft dominiert. Zunächst ging die Wall Street wegen der Furcht vieler Anleger vor einem Austritt der Briten erneut auf Talfahrt. Doch die wichtigsten Börsenbarometer drehten am Donnerstag ins Plus, als der Wahlkampf in Großbritannien vorübergehend eingestellt wurde. Hintergrund war der gewaltsame Tod einer britischen Politikerin, die sich für den Verbleib der Insel in der Europäischen Union (EU) starkgemacht hatte. Das Tatmotiv blieb zunächst unklar. Sollten sich die Briten am kommenden Donnerstag für einen EU-Austritt entscheiden, wird ein globales Börsenbeben und eine Abkühlung der Weltwirtschaft erwartet.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 17.754 und einem Tief von 17.471 Punkten. Er schloss mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 17.733 Zählern, nachdem er fünf Tage in Folge Einbußen hatte hinnehmen müssen. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 2078 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,2 Prozent auf 4844 Stellen vor.

Bei den Einzelwerten stachen die Aktien von Merck & Co mit einem Plus von 2,5 Prozent hervor. Der US-Pharmakonzern hatte zuvor gute Ergebnisse klinischer Tests mit einem Krebsmedikament gemeldet.

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Angesichts der vielen Unsicherheitsfaktoren tönt es allerorten vom Börsenparkett: abwarten und absichern. Davon will der Chefstratege von JP Morgan nichts mehr hören - und hat seine ganz eigene Anlagestrategie entwickelt.

Schlusslicht im Dow waren die Papiere von Nike mit einem Minus von 1,55 Prozent. Unter den Anlegern sorgte eine Personalie für Unruhe: Nachdem am Dienstag der frühere Profispieler Michael Jackson unerwartet als Chef der Basketball-Sparte zurückgetreten war, soll nun der langjährige Mitarbeiter Craig Zanon das in Schwierigkeiten geratene Geschäftsfeld übernehmen. Die Analysten der Schweizer Bank Credit Suisse befürchteten dennoch, dass Nike kurzfristig gegenüber den Wettbewerbern Under Armour und Adidas an Boden verliert.

Für Verunsicherung sorgte die Einschätzung der US-Notenbank, wonach das US-Wirtschaftswachstum etwas schwächer ausfallen könnte. Die Fed hatte am Mittwoch die nächste Zinserhöhung unter anderem wegen des Brexit-Votums verschoben.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 893 Millionen Aktien den Besitzer. 1472 Werte legten zu, 1547 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von etwa 1,8 Milliarden Aktien 1292 Titel im Plus, 1506 im Minus und 221 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 05/32 auf 100-14/32. Sie rentierten mit 1,58 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 19/32 auf 102-07/32 und hatten eine Rendite von 2,39 Prozent.

Der Kurs des Euro profitierte deutlich von der gestiegenen Hoffnung auf einen Verbleib Großbritanniens in der EU und lag zuletzt bei 1,1237 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1174 (Mittwoch: 1,1230) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8949 (0,8905) Euro. Richtungweisende zehnjährige Anleihen gaben angesichts der Gewinne am Aktienmarkt um 1/32 Punkte auf 100 14/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 1,577 Prozent.

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