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25.01.2017

22:15 Uhr

Börse New York

Dow Jones bleibt bei 20.000 Punkten

Der US-Aktienindex Dow Jones hat einigen Anlauf gebraucht, um die Rekordmarke von 20.000 Punkten zu übersteigen. Keine Woche nach dem Amtsantritt von Donald Trump war es am Mittwoch dann soweit.

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Zum ersten Mal: Dow Jones überspringt die 20.000-Punkte-Marke

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New YorkDer US-Leitindex Dow Jones hat erstmals in seiner rund 120-jährigen Geschichte die Schallmauer von 20.000 Punkten durchbrochen. Wenige Tage nach Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump stieg der Standardwerteindex am Mittwoch zeitweise um 0,9 Prozent auf ein Rekordhoch von 20.082 Zählern. "Die Trump-Rally ist wieder da", sagte ein Börsianer.

"Es sieht danach aus, dass Präsident Trump recht begierig ist, seine Wahlkampf-Versprechen zur US-Wirtschaft mittels Erlassen umzusetzen", sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus City of London. Der Republikaner hatte unter anderem milliardenschwere Konjunkturprogramme und eine Deregulierung der Banken angekündigt. Trump selbst kommentierte den Dow-Rekord via Twitter mit "Großartig!"

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Zum Schluss notierte der Dow-Jones-Index 0,8 Prozent höher auf 20.068 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte 0,8 Prozent auf 2298 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um ein Prozent auf 5656 Punkte.

Spekulationen auf große Konjunkturpakete mit massiven Steuersenkungen in den USA versetzten auch in Europa Anleger in Kauflaune. Der Dax rückte um 1,8 Prozent auf 11.806 Punkte vor und lag damit so hoch wie zuletzt im Mai 2015. Von seinem im April 2015 aufgestellten Rekordhoch ist er damit nur noch rund fünf Prozent entfernt. Der EuroStoxx50 legte um 1,4 Prozent auf 3326 Zähler zu.

Meilensteine des Dow Jones

über 20.000 Punkte

Datum: 25.01.2017

Punkte: 20.044,00

über 19.000 Punkte

Datum: 22.11.2016

Punkte: 19.043,90

über 18.000 Punkte

Datum: 23.12.2014

Punkte: 18.069,22

über 17.000 Punkte

Datum: 03.07.2014

Punkte: 17.074,65

über 16.000 Punkte

Datum: 18.11.2013

Punkte: 16.030,28

über 15.000 Punkte

Datum: 03.05.2013

Punkte: 15.009,59

über 10.000 Punkte

Datum: 29.03.199

Punkte: 10.006,79

über 5000 Punkte

Datum: 21.11.1995

Punkte: 5022,55

über 4000 Punkte

Datum: 23.02.1995

Punkte: 4003,33

über 3000 Punkte

Datum: 17.04.1991

Punkte: 3004,46

über 2000 Punkte

Datum: 08.01.1987

Punkte: 2002,25

über 1000 Punkte

Datum: 14.11.1972

Punkte: 1003,16

über 500 Punkte

Datum: 22.09.1956

Punkte: 500,24

über 50 Punkte

Datum: 13.03.1899

Punkte: 50,47

Seit Trumps überraschendem Wahlsieg Anfang November haben Dow und Dax rund zehn Prozent gewonnen. Aufkommende Zweifel an einem US-Wirtschaftsboom hatten der Rally in den vergangenen Wochen allerdings den Schwung genommen. Börsianer sehen momentan dennoch kein Ende des Höhenfluges. Es sei ermutigend, dass der US-Index die Hürde bereits zur Eröffnung genommen habe und nicht gleich wieder darunter gefallen sei. "Das Parkett war voll, alle waren aufgeregt", fasste Ken Polcari vom Broker O'Neil Securities die Stimmung beim Rekordsprung zusammen. Ob der Index bei 20.000 oder 21.000 Punkten stehe, sei aber an sich nicht so wichtig, betonte Stratege Michael Purves von Weeden & Co. "Die Hauptsache ist, dass es weiter nach oben geht."

Investoren sollten jedoch nicht überschwänglich optimistisch werden, warnte Nord-LB-Analyst Tobias Basse. "Die internationalen Aktienmärkte bleiben die Gefangenen einer fast schon chronischen Euphorie." Risiken würden momentan weitgehend ausgeblendet. "Insofern drohen Rückschläge."

Dow Jones über 20.000 Punkten: Optimismus regiert

Dow Jones über 20.000 Punkten

Premium Optimismus regiert

Der Dow-Jones-Index hat die Marke von 20.000 Punkten geknackt. Von Trübsinn ist bei den Anlegern kaum noch etwas zu spüren. Doch Vorsicht ist angebracht – viele blenden die Gefahren aus.

Bei den US-Einzelwerten schoben gute Geschäftszahlen von Boeing den Dow Jones kräftig an. Der Flugzeugbauer verdiente spürbar mehr und will im laufenden Jahr mehr Verkehrsflugzeuge ausliefern als 2016. Die Papiere legten um 4,2 Prozent zu.

Ebenfalls gefragt waren mit einem Plus von mehr als fünf Prozent die auch in den USA notierten Aktien der Deutschen Bank. Deutschlands größtes Geldhaus erwägt nach Aussagen von Insidern im Rahmen seiner neuen Strategie einen Teilbörsengang der Vermögensverwaltung, die als Perle der Bank gilt. Analysten taxieren die Sparte auf rund acht Milliarden Euro - etwa ein Drittel des aktuellen Börsenwertes der gesamten Deutschen Bank. Zudem setzte sich die Gewinnserie der Aktien von Goldman Sachs und JP Morgan fort. An dem Dow-Anstieg von tausend Punkten von Mitte November bis dato gingen rund 20 Prozent auf das Konto der Aktien der beiden Investmentbanken.

Welche politischen Stolperfallen Anlegern 2017 drohen

Aktien

Von Reuters befragte Analysten sehen den Dax im Schnitt bis Ende 2017 bei rund 11.470 Punkten. Das wäre in etwa auf dem Niveau vom Jahresende 2016 "Die Dividendenrendite ist im Vergleich zu den Anleihe-Renditen weiterhin so hoch wie seit Jahrzehnten nicht. Das Gewinnwachstum der Unternehmen ist in Ordnung", sagt Lars Thörs, Aktien-Chef der Fondsgesellschaft Danske Capital. Gertrud Traud, Chef-Volkswirtin der Helaba, verweist auf einen weiteren Aspekt: „Angesichts weiterhin extrem günstiger Finanzierungsbedingungen dürften Unternehmen auf das bislang nur verhalten eingesetzte Instrument der Aktienrückkaufe zurückgreifen.“

Über weite Strecken kam der Dax 2016 kaum vom Fleck. Das Plus von knapp sieben Prozent seit Jahresbeginn geht zum größten Teil auf die Kursentwicklung im Dezember. Anfang des Monats übersprang der Dax die 11.000er Marke.

Als großen Risikofaktor für die Aktienmärkte sehen Börsianer die Wahlen in Deutschland, Frankreich den Niederlanden und möglicherweise auch in Italien. „Die Welle der populistischen Ergebnisse ist für Europa 2017 eine große Bedrohung“, sagt Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda. Ein zunehmender Nationalismus könnte der Anfang vom Ende der Euro-Zone sein.

Anleihen

An den Rentenmärkten werde es 2017 kaum etwas zu verdienen geben, ist sich Lars Edler, Co-Chefanleger des Bankhauses Sal. Oppenheim sicher. „Bei zehnjährigen Bundesanleihen gehen wir von einer negativen Gesamtrendite von etwa einem Prozent aus.“ Wenig besser dürfte es Anlegern mit US-Staatsanleihen ergehen: Hier sei eine Nullrendite zu erwarten. Die Ökonomen der Rabobank geben sich ähnlich skeptisch: „Wir sind nicht davon überzeugt, dass Donald Trumps Politik der Wirtschaft nachhaltigen Schub verleiht.“ Mögliche politische Spannungen könnten zudem die Attraktivität deutscher und US-Bonds als relativ sichere Anlagen erhöhen und damit die Renditen drücken.

Wegen der politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen liegt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen derzeit mit rund 0,3 Prozent etwa halb so hoch wie zu Jahresbeginn. Ihre US-Pendants rentieren mit knapp 2,3 Prozent zwar höher als Anfang 2016. Jenseits des Atlantik erwarten Börsianer aber auch eine Serie von Zinserhöhungen durch die Notenbank Fed. Staatsanleihen sind seit Jahren für Investoren ein schlechtes Geschäft, da die großen Notenbanken diese Papiere in großem Stil aufkaufen. Damit sollen die Finanzierungskosten für Staaten niedrig gehalten und die Konjunktur angekurbelt werden.

Devisen

Wegen der unterschiedlichen Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantik ist der Euro den Analysten der Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank zufolge 2017 auf dem Weg zur Parität. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung bei Kursen um die 1,04 Dollar - rund vier US-Cent weniger als Anfang Januar. Die Experten der Rabobank sagen dagegen ein Ende des Dollar -Höhenfluges voraus. Der konjunktur- und damit inflations- und zinstreibende Effekt höherer Infrastruktur-Investitionen in den USA werde voraussichtlich durch eine restriktivere Handelspolitik zunichte gemacht.

Die Talfahrt des chinesischen Yuan wird dem Commerzbank-Analysten Peter Kinsella zufolge weitergehen. „Der Yuan gilt zwar als künstlich billig, doch ist er die mit Abstand teuerste Schwellenländer-Währung.“ Um Börsenturbulenzen zu vermeiden, werde China seine Valuta aber nur behutsam abwerten. Kinsella sieht den Dollar Ende kommenden Jahres bei 7,15 Yuan. In den vergangenen Monaten kletterte er um rund sechs Prozent auf etwa 6,90 Yuan. Anfang 2016 hatte eine rasche Abwertung der chinesischen Währung ein weltweites Börsenbeben ausgelöst.

Erdöl

Im Januar treten die niedrigeren Förderquoten für die Opec-Staaten in Kraft. Viel hängt davon ab, ob sich die Mitglieder des Export-Kartells sowie Russland an die Vereinbarung halten. Viele Analysten rechnen für das erste Halbjahr mit Preisen um 55 Dollar je Fass (159 Liter). Danach werden die Preise der US-Bank Goldman Sachs zufolge aber fallen. Denn geringere Exporte der Opec und Russlands ließen Raum für Konkurrenten wie die US-Schieferölindustrie.

Dank der geplanten Kürzung der Fördermengen durch die großen Exportländer verteuerte sich die Ölsorte Brent aus der Nordsee binnen Jahresfrist um etwa die Hälfte auf 56 Dollar je Barrel (159 Liter).

Andere Rohstoffe

Auf Kursverluste müssten sich Anleger an den Metallbörsen einstellen, sagt Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. Zwar steige durch die geplanten Infrastruktur-Investitionen in den USA und China die Nachfrage, gleichzeitig wachse aber auch das Angebot. Außerdem sei die Rally nach der US-Präsidentschaftswahl überzogen gewesen. Weinberg sieht den Kupfer -Preis bis Ende 2017 bei rund 5600 Dollar je Tonne. Seit September ist der Preis für das wichtige Industriemetall um ein Fünftel auf rund 5538 Dollar gestiegen.

Die Nachfrage nach der „Anti-Krisen-Währung“ Gold wird Analysten zufolge wegen der politischen Unwägbarkeiten anhalten. Die Experten der Commerzbank rechnen damit, dass der Preis für eine Feinunze Gold bis Ende 2017 auf rund 1300 Dollar von derzeit etwa 1150 steigt. 2016 verteuerte sich das Edelmetall um rund zehn Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 880 Millionen Aktien den Besitzer. 1907 Werte legten zu, 1047 gaben nach und 133 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,91 Milliarden Aktien 1996 im Plus, 840 im Minus und 227 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach einer enttäuschenden Auktion von fünfjährigen Staatspapieren nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 14/32 auf 95-15/32. Die Rendite stieg auf 2,5227 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 29/32 auf 95-17/32 und rentierte mit 3,1050 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Baron v. Fink

25.01.2017, 17:09 Uhr

Alles wie vorhergesagt, amerikanische Aktien führen zum Reichtum. Weg mit den EU-Räten und der Armut, ab in den Dollarraum, her mit den Dividenden und dem Trump Aufschwung und oben drauf, wird der Dollar steigen Ha Ha Ha

Account gelöscht!

25.01.2017, 17:37 Uhr

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