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06.01.2017

22:37 Uhr

Börse New York

Dow Jones hauchdünn unter der 20.000er-Marke

Der Dow Jones kratzte am Freitag an der 20.000er-Marke und kam bis auf 0,37 Punkte heran, konnte die bisher unerreichte Schwelle aber nicht übertreten. Die Kurse trotzen den durchwachsenen Arbeitsmarktdaten.

Mit Spannung erwarten Händler an der Wall Street, dass der Dow Jones die 20.000er-Marke durchbricht. Reuters, Sascha Rheker

Dow Jones

Mit Spannung erwarten Händler an der Wall Street, dass der Dow Jones die 20.000er-Marke durchbricht.

New YorkDie US-Börsen haben am Freitag trotz durchwachsener Arbeitsmarktdaten neue Rekordstände markiert. Der Dow Jones-Index der Standardwerte näherte sich dabei hauchdünn bis auf 0,37 Punkte der Marke von 20.000 Stellen, die er noch nie in seiner 120-jährigen Geschichte übersprungen hat.

Die US-Stundenlöhne stiegen im Dezember um 0,4 Prozent, nachdem sie im November noch gesunken waren. Zudem war das Plus höher als erwartet. Zugleich stieg die Zahl der neuen Stellen nur um 156.000, das sind 22.000 weniger als gedacht. Die US-Arbeitsmarktdaten hätten Licht und Schatten geboten, sagte Analyst Fawad Razaqzada vom Online-Broker Forex.com. "Obwohl die Zahl der neu geschaffenen Stellen mit 156.000 enttäuscht hat, machen die Anhebung der Vormonatszahl und der überraschend starke Anstieg der Durchschnittlöhne um 0,4 Prozent den Bericht zu einem insgesamt Ordentlichen." Fachleute gehen weiterhin davon aus, dass die US-Notenbank ihren Leitzins in diesem Jahr anhebt und halten einen ersten Zinsschritt im März für möglich.

Die schlechtesten Anlagen 2016

Sparbuch

Seit Jahren lässt sich mit dem Sparbuch nichts mehr verdienen. So war es auch 2016. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro anlegt hat einen Gewinn von gerade mal 50 Euro – entsprechend von 0,05 Prozent gemacht. Immerhin verloren Anleger aber zumindest nominal – also ohne Berücksichtigung der Inflation – auch nichts.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand 30.12.2016

Mexikanischer Peso

Dem mexikanischen Peso – dem zweitgrößten Verlierer der Hauptwährungen zum Euro – machte der Wahlsieg von Donald Trump zum US-Präsidenten zu schaffen. Kein Wunder, die USA sind Mexikos wichtigster Handelspartner, doch Trump will den Handel massiv besteuern und die Grenzen zu Mexiko dichter machen- auch wenn zuletzt vom dem im Wahlkampf propagierten Mauerbau nichts mehr zu hören war. Wer zu Jahresbeginn 100.000 Euro in mexikanischen Peso anlegt, verfügte Ende des Jahres jetzt nur noch über 89.510 Euro.

Britisches Pfund

Das knappe Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union schockte am 24. Juni Europa die ganze westliche Welt. Der britische Aktienmarkt erholte sich – wie auch andere europäische Börsen – von dem Schock zwar recht schnell und legte zweistellig zu. Doch das britische Pfund selbst steht weiter unter massivem Druck. Zum Euro hat es in diesem Jahr gut 13 Prozent verloren und damit so viel wie keine andere Hauptwährung. Aus 100.000 in Pfund investierten Euro wurden so nur noch 86.980 Euro.

Aktien China

Der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verunsichert Anleger weltweit seit anderthalb Jahren. Das spiegelt sich auch der Börse wider. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor über elf Prozent. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro weiter abwertete, bleiben Anlegern die 100.000 Euro in den Index investiert haben, nur 85.450Euro übrig.

Aktien Ägypten

In Ägypten gab die Zentralbank den Wechselkurs im November frei, das ägyptische Pfund stürzte ab. Der ägyptische Leitindex EGX 30 gewann zwar über 70 Prozent - Euro Anleger hatten aber am Jahresende von 100.000 investierten Euro nur noch 79.570 Euro übrig.

Aktien Ghana

Der Aktienindex der ebenfalls sehr kleinen Börse in Ghana, verlor ebenfalls stark. Von 100.000 Euro bleiben nur 77.840 Euro übrig. Die agrarisch strukturierte Wirtschaft des als Musterdemokratie auf dem Kontinent geltenden Landes, schrumpft. Das Land ist stark vom Export von Rohstoffen wie Gold, Öl, Kakao und Edelhölzern abhängig. Dabei steigen zwar im vergangenen Jahr viele Rohstoffpreise, doch der Kakaopreis brach um fast ein Drittel ein.

Aktien Nigeria

Deutsche Anleger, die 2016 an der kleinen nigerianischen Börse 100.000 Euro investierten, hatten Ende des Jahres nur noch 61.390 Euro auf dem Konto. Das lag vor allem daran, dass die Währung Naira im Sommer einbrach, nachdem die Zentralbank die Anbindung der heimischen Währung an den Dollar aufgab.

Der Dow Jones-Index stieg bis zum frühen Nachmittag um 0,4 Prozent auf 19.999,63 Punkte, schloss dann aber bei 19 963,80. Der S&P 500 legte um 0,35 Prozent auf 2276,98 Punkte zu. An der Nasdaq ging es für den Auswahlindex 100 um 0,85 Prozent auf 5007,08 Punkte nach oben. Ihre Bestmarken liegen nun bei 2282 und 5020 Punkten. Alle drei Marktbarometer erreichten Allzeithochs.

Bei den Einzelwerten gehörten Aktien von Fiat Chrysler zu den Gewinnern, die um 6,2 Prozent auf 10,42 Dollar stiegen. Goldman Sachs hat die Papiere auf ihre Favoriten-Liste gesetzt und hob zudem das Kursziel von 10,60 auf 17,50 Dollar an. Unerwartet starke Verkaufszahlen trieben den Kurs der Modekette Gap um rund ein Prozent hoch. Gap machte im Dezember vier Prozent mehr Umsatz und übertraf damit die Erwartungen.

US-Notenbank: Fed könnte die Zinsen schneller anheben als geplant

US-Notenbank

Fed könnte die Zinsen schneller anheben als geplant

Das Dezember-Protokoll der amerikanischen Notenbank Fed macht deutlich, wie sehr Trumps Wirtschaftspläne auch die Geldpolitiker verunsichern. Die Fed muss die Zinsanhebung möglicherweise beschleunigen.

Papiere von J.C. Penney verloren indes rund 3,7 Prozent. Der Umsatz in den Filialen der Kaufhaus-Kette ist zum Jahresende gesunken. Das Unternehmen reiht sich damit ein in schlechte Nachrichten von anderen Unternehmen aus der Branche. Zwei Wochen vor der Vereidigung von Donald Trump als US-Präsident hielten sich europäische Anleger mit größeren Engagements an den Börsen zurück. Dax und EuroStoxx50 schlossen jeweils 0,1 Prozent im Plus bei 11.599 und 3321 Punkten.

Von

rtr

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