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23.04.2015

22:11 Uhr

Börse New York

Dow Jones im Plus - Nasdaq auf Höhenflug

Enttäuschende Konjunkturdaten und Firmenbilanzen hatten die Wall Street zur Eröffnung zunächst ins Minus gedrückt. Doch der Anstieg der Ölpreise beflügelte die New Yorker Börsen. Nasdaq ist sogar auf Rekordkurs.

Neben schlechten Konjunkturdaten hatten die US-Anleger auch mit enttäuschenden Bilanzen zu kämpfen. Zu den Verlierern gehörten unter anderem Facebook und General Motors. dpa

New York Stock Exchange

Neben schlechten Konjunkturdaten hatten die US-Anleger auch mit enttäuschenden Bilanzen zu kämpfen. Zu den Verlierern gehörten unter anderem Facebook und General Motors.

New YorkEin Anstieg der Ölpreise hat die New Yorker Börsen am Donnerstag nach einem zunächst schwachen Auftakt gestützt. Der Krieg im Jemen trieb an den internationalen Ölmärkten die Preise wieder an. US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 57,50 Dollar 2,4 Prozent mehr. Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition hatte am Vormittag ihre Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen in Jemen fortgesetzt und nach Angaben von Anwohnern Ortschaften nördlich der Hafenstadt Aden bombardiert. Anleger fürchteten um die Sicherheit der Öltransporte. Der S&P-500-Index für den Energiesektor legte 0,6 Prozent zu.

Enttäuschende Konjunkturdaten und Firmenbilanzen hatten die Wall Street zur Eröffnung zunächst ins Minus gedrückt. Für einen Dämpfer sorgte, dass in den USA in der vergangenen Woche mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt wurden als erwartet.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 18.058 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 2113 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,2 Prozent auf 5056 Punkte und markierte damit den höchsten Schlussstand seit 15 Jahren. Die Furcht der Anleger vor einer Abkühlung der Konjunktur machte den europäischen Aktienbörsen zu schaffen. Der Dax verabschiedete sich mit einem Minus von 1,2 Prozent bei 11.723,58 Punkten in den Feierabend. Der EuroStoxx50 verlor 0,8 Prozent auf 3694,72 Stellen.

In den USA litten viele Unternehmen zu Jahresanfang unter dem starken Dollar, der ihre Produkte im Ausland teurer macht. Bei Procter & Gamble sank der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsquartal um rund acht Prozent. Die Aktie verbilligte sich um 1,8 Prozent. Die Papiere von 3M gaben drei Prozent nach. Der Hersteller von "Post-it"-Merkzetteln senkte wegen der negativen Währungseffekte seine Gewinnprognose.

Auch General Motors enttäuschte mit seiner Bilanz. Das Quartalsergebnis fiel schwächer aus als am Markt erwartet. Zudem sank der Umsatz um 4,5 Prozent. Anleger trennten sich von den Papieren, die 3,3 Prozent nachgaben.

Facebook-Aktien notierten 2,6 Prozent im Minus. Die Investitionsoffensive des Internetgiganten zugunsten zugekaufter Dienste zehrt mächtig am Profit.

Zu den Kursgewinnern gehörte dagegen eBay, die Aktien legten 3,8 Prozent zu. Der vor der Abspaltung stehende Bezahldienst PayPal hat dem Online-Händler einen erfolgreichen Jahresauftakt beschert.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 2041 Werte legten zu, 955 gaben nach und 181 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Milliarden Aktien 1659 im Plus, 1061 im Minus und 158 unverändert.

Die US-Kreditmärkte begaben sich nach dem Ausverkauf am Vortag auf Erholungskurs und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 10/32 auf 100-18/32. Die Rendite sank auf 1,938 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 20/32 auf 97-15/32 und rentierte mit 2,623 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit unerwartet schwachen Konjunkturdaten. In den USA war der Absatz von Einfamilienhäusern überraschend deutlich gesunken.

Von

rtr

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