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23.12.2014

22:50 Uhr

Börse New York

Dow-Jones-Index schließt erstmals über 18.000 Punkten

Eine überraschend starke US-Wirtschaft macht der Wall Street Beine. Der Dow Jones knackt erstmals in seiner Geschichte die 18.000-Punkte-Marke. Allerdings glauben Experten, dass diese Dynamik nicht lange anhalten wird.

Der Dow Jones erlebt eine Jahresendrally. Händler bejubeln den Sprung über die Marke von 18.000 Punkten. ap

Der Dow Jones erlebt eine Jahresendrally. Händler bejubeln den Sprung über die Marke von 18.000 Punkten.

New YorkÜberraschend starke Konjunkturdaten haben Anleger an der Wall Street am Dienstag zu Käufen ermuntert. Die US-Wirtschaft wächst so schnell wie seit elf Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt der weltgrößten Volkswirtschaft legte im dritten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 5,0 Prozent zu. „Für das laufende vierte Quartal muss man aber davon ausgehen, dass diese Dynamik in den USA nicht ganz gehalten werden kann“, sagte NordLB-Analyst Bernd Krampen. Zugleich verbesserte sich die Kauflaune der Amerikaner wegen der sinkenden Benzinpreise und der steigenden Beschäftigung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 18.024 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,2 Prozent auf 2082 Zähler. Beide setzten damit ihren Höhenflug der vergangenen Tage fort und markierten abermals Rekordwerte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab dagegen 0,3 Prozent auf 4765 Punkte nach.

In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 9922,11 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 gewann 1,2 Prozent auf 3192,47 Zähler.

Wegen des Weihnachtsfests dürften die Handelsumsätze in dieser Woche vergleichsweise niedrig bleiben. An Heiligabend (Mittwoch) findet an der Wall Street nur ein verkürzter Handel statt. Am ersten Weihnachtsfeiertag (Donnerstag) bleiben die US-Börsen geschlossen.

Unter den Einzelwerten zogen die Aktienkurse von Ölkonzernen an. Exxon rückten 1,4 Prozent vor, Chevron-Anteilsscheine sogar 1,7 Prozent. Hintergrund ist die leichte Erholung des Ölpreises.

Die Aktien des Pharmazie- und Biotechnologieunternehmens Gilead Sciences setzten ihre Talfahrt vom Montag fort und verloren 3,7 Prozent. Ein Wettbewerber bietet ein Hepatitis-C-Medikament deutlich billiger an als Gilead.

Gefragt waren dagegen die Dividendenpapiere von Walgreens mit einem Aufschlag von drei Prozent. Der Pharmagroßhändler hatte zuvor unerwartet starke Quartalszahlen präsentiert.

An der Nasdaq gehörten vor allem Biotech-Werte zu den Verlierern. Der Branchenindex gab 4,6 Prozent nach.

An der New Yorker Börse wechselten rund 692 Millionen Aktien den Besitzer. 1988 Werte legten zu, 1090 gaben nach und 123 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,57 Milliarden Aktien 1399 im Plus, 1353 im Minus und 123 unverändert.

Die US-Rentenmärkte gaben nach. Neben den Konjunkturdaten trug eine mäßige Nachfrage bei einer Auktion neuer fünfjähriger Staatsanleihen dazu bei. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 28/32 auf 99-29/32. Die Rendite stieg auf 2,26 Prozent. Der 30-jährige Bond fiel 2-06/32 auf 102-29/32 und rentierte mit 2,85 Prozent.

Von

rtr

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