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29.03.2012

23:52 Uhr

Börse New York

Dow Jones kämpft sich ins dünne Plus

Zu Beginn tat es die Wall Street dem Dax gleich: Die Aktienkurse lagen deutlich im Minus. Schlechter als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten trugen dazu bei. Doch zum Schluss berappelte sich zumindest der Dow.

Händler an der Wall Street: Schlechte US-Konjunkturdaten sorgen für einen schwachen Handelsstart dapd

Händler an der Wall Street: Schlechte US-Konjunkturdaten sorgen für einen schwachen Handelsstart

New YorkEnttäuschende Konjunkturdaten haben die Wall Street am Donnerstag belastet. Die Lage am US-Arbeitsmarkt entwickelte sich nicht so gut wie erwartet, und auch die aktualisierten Zahlen zur Wirtschaft im Schlussquartal 2011 lieferten keine positiven Impulse.

Nach anfänglichen Verlusten aller drei großen Börsenbarometer drehte der Dow-Jones-Index gegen Handelsende doch noch ins Plus. Die Standardwerte profitierten von der Strategie der Händler, sich zum Quartalsschluss noch mit erfolgreichen Papieren einzudecken.

Marktteilnehmer begründeten die späte Erholung des Dow in der letzten Sitzungsstunde mit der Erwartung vieler Anleger eines wachsenden Verbrauchervertrauens und steigender persönlicher Ausgaben in den USA. Die Daten werden am Freitag veröffentlicht.

Am Freitag dürfte der Markt in puncto Kursentwicklung zudem das beste erste Quartal seit 1998 abschließen, hieß es aus dem Handel. Die Marktdynamik sei eindeutig aufwärtsgerichtet und der jüngste Rückgang angesichts der Rally der vergangenen Wochen normal, sagte Portfoliomanager David Sowerby von Loomis Sayles & Co.

Der Dow Jones pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 13.151 und einem Tief von 13.032 Punkten. Er verabschiedete sich 0,2 Prozent höher bei 13.145 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 sank dagegen um 0,2 Prozent auf 1403 Stellen. Die Technologiebörse Nasdaq büßte 0,3 Prozent auf 3095 Zähler ein. In Frankfurt ging der Dax 1,8 Prozent schwächer bei 6875 Punkten aus dem Handel. Rohöl gab gut zwei Prozent auf 103,24 Dollar je Barrel nach.

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Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sank in der abgelaufenen Woche zwar um 5000 auf 359.000 und damit den niedrigsten Wert seit fast vier Jahren. Analysten hatten gleichwohl mit nur 350.000 gerechnet.

„Die Daten von heute beweisen, dass wir nicht die robuste Erholung haben, auf die wir gehofft hatten“, sagte Michael Yoshikami von Destination Wealth Management. „Um eine Fortsetzung der Rally zu sehen, brauchen wir sehr positive Daten.“

Manche Investoren wünschen sich angesichts der deutlichen Kurszuwächse im bisherigen Jahresverlauf aber geradezu eine leichte Abwärtskorrektur, damit die Kurse mit den wirtschaftlichen Fundamentaldaten im Einklang bleiben. So hat der S&P-Index seit Jahresbeginn knapp zwölf Prozent zugelegt, was den besten Jahresstart seit 1998 bedeutete.

Auch die US-Wirtschaft entwickelte sich freundlich, aber nicht grandios. Im Schlussquartal wuchs die US-Wirtschaft immerhin so stark wie seit anderthalb Jahren nicht mehr. Das Handelsministerium bestätigte seine Berechnungen vom Februar, wonach das Plus im vierten Quartal auf das Jahr hochgerechnet drei Prozent betrug.

Die Aktien von Best Buy brachen um knapp sieben Prozent ein. Der weltgrößte Elektronik-Händler enttäuschte mit seinen Umsatzzahlen. Mehr als fünf Prozent legten dagegen die Aktien von Illumina zu. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hatte seine Kaufofferte für Illumina zuvor angehoben. Die Anteilsscheine von Red Hat sprangen fast 20 Prozent in die Höhe, nachdem der Softwarehersteller das fünfte Quartal in Folge einen unerwartet hohen Gewinn präsentierte.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 816 Millionen Aktien den Besitzer. 1154 Werte legten zu, 1806 gaben nach und 125 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,8 Milliarden Aktien 1061 Titel im Plus, 1429 im Minus und 123 unverändert.

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