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09.01.2017

22:10 Uhr

Börse New York

Dow Jones kratzt weiter an der 20.000er-Marke

Die US-Indizes schlossen im Montagshandel uneinheitlich. Der Dow Jones blieb weiter hauchdünn unter der 20.000-Punkte-Marke, der Nasdaq-Index kletterte auf Rekordhöhe. Fusionspläne beflügeln den Gesundheitssektor.

Die 19.000-Punkte Marke ist längst Geschichte. Anleger warten auf den nächsten Dow-Rekord. dpa

Börse New York

Die 19.000-Punkte Marke ist längst Geschichte. Anleger warten auf den nächsten Dow-Rekord.

New YorkAn der Wall Street ist der Dow-Jones-Index im Kampf mit der 20.000-Punkte-Marke zum Wochenstart etwas zurückgefallen. Kursverluste von Banken- und Energietiteln zogen das Börsenbarometer der US-Standardwerte am Montag ins Minus. Aufwärts ging es dagegen bei den Technologieaktien: Der Nasdaq-Index stieg auf ein neues Rekordhoch. Anleger warten jetzt mit Spannung auf die bevorstehende Bilanzsaison. In den nächsten Wochen liege das Augenmerk wieder verstärkt auf den Firmenergebnissen, sagte Aktienstratege Matt Jones von J.P. Morgan Private Bank.

Der Dow-Jones -Index der Standardwerte ging 0,4 Prozent tiefer aus dem Handel mit knapp 19.887 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor ebenfalls 0,4 Prozent auf rund 2269 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg dagegen um 0,2 Prozent auf fast 5532 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,3 Prozent schwächer auf nahezu 11.564 Punkte.

An der Wall Street lasteten gesunkene Ölpreise auf den Kursen. Energieaktien notierten im Schnitt 1,5 Prozent tiefer. Zu den Verlierern zählten auch Banktitel. Schwergewicht Goldman Sachs etwa lag 0,8 Prozent im Minus. P&G verloren 0,7 Prozent und Coca-Cola ein Prozent, nachdem Goldman-Analysten beide Verbraucherwerte heruntergestuft hatten.

Wie der Wall Street Handel lief

US-Börse fiebert Berichtssaison entgegen

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Fusionspläne sorgten dagegen für deutliche Kursgewinne im Gesundheitssektor, der 0,4 Prozent zulegte. Der US-Pharmakonzern Ariad gewann knapp 73 Prozent an Wert. Er soll für umgerechnet rund fünf Milliarden Euro vom japanischen Rivalen Takeda übernommen werden. Außerdem will UnitedHealth für 2,3 Milliarden Dollar Surgical Care Affiliates kaufen. Der Kurs von Surgical Care Affiliates schoss 16 Prozent in die Höhe. UnitedHealth sanken hingegen 0,3 Prozent.

An der New Yorker Börse wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 1070 Werte legten zu, 1891 gaben nach und 123 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,87 Milliarden Aktien 1166 im Plus, 1687 im Minus und 206 unverändert.

Die schlechtesten Anlagen 2016

Sparbuch

Seit Jahren lässt sich mit dem Sparbuch nichts mehr verdienen. So war es auch 2016. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro anlegt hat einen Gewinn von gerade mal 50 Euro – entsprechend von 0,05 Prozent gemacht. Immerhin verloren Anleger aber zumindest nominal – also ohne Berücksichtigung der Inflation – auch nichts.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand 30.12.2016

Mexikanischer Peso

Dem mexikanischen Peso – dem zweitgrößten Verlierer der Hauptwährungen zum Euro – machte der Wahlsieg von Donald Trump zum US-Präsidenten zu schaffen. Kein Wunder, die USA sind Mexikos wichtigster Handelspartner, doch Trump will den Handel massiv besteuern und die Grenzen zu Mexiko dichter machen- auch wenn zuletzt vom dem im Wahlkampf propagierten Mauerbau nichts mehr zu hören war. Wer zu Jahresbeginn 100.000 Euro in mexikanischen Peso anlegt, verfügte Ende des Jahres jetzt nur noch über 89.510 Euro.

Britisches Pfund

Das knappe Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union schockte am 24. Juni Europa die ganze westliche Welt. Der britische Aktienmarkt erholte sich – wie auch andere europäische Börsen – von dem Schock zwar recht schnell und legte zweistellig zu. Doch das britische Pfund selbst steht weiter unter massivem Druck. Zum Euro hat es in diesem Jahr gut 13 Prozent verloren und damit so viel wie keine andere Hauptwährung. Aus 100.000 in Pfund investierten Euro wurden so nur noch 86.980 Euro.

Aktien China

Der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verunsichert Anleger weltweit seit anderthalb Jahren. Das spiegelt sich auch der Börse wider. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor über elf Prozent. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro weiter abwertete, bleiben Anlegern die 100.000 Euro in den Index investiert haben, nur 85.450Euro übrig.

Aktien Ägypten

In Ägypten gab die Zentralbank den Wechselkurs im November frei, das ägyptische Pfund stürzte ab. Der ägyptische Leitindex EGX 30 gewann zwar über 70 Prozent - Euro Anleger hatten aber am Jahresende von 100.000 investierten Euro nur noch 79.570 Euro übrig.

Aktien Ghana

Der Aktienindex der ebenfalls sehr kleinen Börse in Ghana, verlor ebenfalls stark. Von 100.000 Euro bleiben nur 77.840 Euro übrig. Die agrarisch strukturierte Wirtschaft des als Musterdemokratie auf dem Kontinent geltenden Landes, schrumpft. Das Land ist stark vom Export von Rohstoffen wie Gold, Öl, Kakao und Edelhölzern abhängig. Dabei steigen zwar im vergangenen Jahr viele Rohstoffpreise, doch der Kakaopreis brach um fast ein Drittel ein.

Aktien Nigeria

Deutsche Anleger, die 2016 an der kleinen nigerianischen Börse 100.000 Euro investierten, hatten Ende des Jahres nur noch 61.390 Euro auf dem Konto. Das lag vor allem daran, dass die Währung Naira im Sommer einbrach, nachdem die Zentralbank die Anbindung der heimischen Währung an den Dollar aufgab.

An den US-Kreditmärkten stiegen die Kurse, weil Investoren sichere Anlagehäfen suchten angesichts der Kursverluste der chinesischen Währung und der Ungewissheit über den geplanten Ausstieg Großbritanniens aus der EU. Die zehnjährigen Staatsanleihen legten 12/32 zu auf 96-24/32. Sie rentierten mit 2,37 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 24/32 auf 98-08/32 und hatten eine Rendite von 2,96 Prozent.

Von

rtr

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