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09.01.2015

00:23 Uhr

Börse New York

Dow Jones legt weiter zu

Die Freude über die Geldpolitik der Fed hält weiter an. Die US-Anleger gehen davon aus, dass sich die Notenbank bei der Zinsanhebung Zeit lassen wird. Bei den Einzelwerten standen Apple und Ford im Fokus.

Glückliche Händler in New York. Die Federal Reserve hat es offensichtlich nicht eilig mit ihrer Zinsanhebung. Händler und Anleger sind entzückt. AFP

Glückliche Händler in New York. Die Federal Reserve hat es offensichtlich nicht eilig mit ihrer Zinsanhebung. Händler und Anleger sind entzückt.

New YorkIn Erwartung einer längerfristig lockeren Geldpolitik der großen Notenbanken haben Anleger in den USA und Europa am Donnerstag bei Aktien beherzt zugegriffen. Aus dem Protokoll der jüngsten Fed-Ratssitzung schlossen sie, dass sich die US-Notenbank mit ihrer geplanten Zinserhöhung Zeit lassen wird. In Europa rechneten sie zudem mit weiteren Geldspritzen der EZB und drückten damit den Euro auf den tiefsten Stand seit Dezember 2005. Am Rohstoffmarkt stabilisierte sich der Ölpreis nach seinem Verfall der vergangenen Wochen.

HSBC-Devisenexperte Daragh Maher begründete die Erwartung einer behutsamen Straffung der US-Geldpolitik unter anderem mit den verhaltenen Fed-Aussagen zum Einfluss der aktuellen Dollar-Aufwertung auf die heimische Konjunktur. "Offenbar werden die Zentralbanker einen starken Dollar tolerieren." Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, markierte mit 92,528 Punkten ein Neun-Jahres-Hoch. Der Euro verbilligte sich zeitweise auf 1,1753 Dollar.

An der Wall Street schlossen alle drei großen Indizes 1,8 Prozent im Plus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte bei 17.907 Punkten, der breiter gefasste S&P-500 bei 2062 und der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 4736 Zählern. Gestützt wurde die Stimmung durch positive Signale vom US-Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging in der vergangenen Woche um 4000 zurück.

„Mit Blick auf die niedrige Inflation dürfte die US-Notenbank gehemmt bleiben, allzu schnell an der Zinsschraube zu drehen“, sagte Marktanalyst Andreas Paciorek vom Broker CMC Markets. Daher könnten die Marktteilnehmer beruhigt auf eine gute Entwicklung des US-Arbeitsmarktes hoffen.

Der Dax schloss 3,4 Prozent fester bei 9837,61 Punkten. Das ist der größte Tagesgewinn seit August 2012. Gleiches galt für den EuroStoxx50, der 3,6 Prozent auf 3136,15 Zähler gewann.

Bei den Einzelwerten in New York gehörten Apple -Aktien zu den Gewinnern. Sie legten 3,8 Prozent zu. Die Analysten von Janney Capital Markets erhöhten ihre Prognose für Umsatz und Gewinn des iPhone-Herstellers im ersten Quartal.

Papiere des Bierbrauers und Spirituosen-Anbieters Constellation Brands gewannen 4,5 Prozent. Der "Corona"-Hersteller hob seine Gewinnprognose an. Eine Erhöhung der Dividende um 20 Prozent verhalf Ford zu Kursgewinnen. Die Aktien legten 2,5 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 2396 Werte legten zu, 718 gaben nach und 78 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,06 Milliarden Aktien 2048 im Plus, 702 im Minus und 116 unverändert.

Angesichts der Rally an der Wall Street und einer Stabilisierung des Ölpreises waren US-Staatsanleihen nicht mehr so gefragt. Die zehnjährigen Staatsanleihen fielen um 17/32 auf 102-4/32. Sie rentierten mit 2,0109 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 1-22/32 auf 108-14/32 und hatten eine Rendite von 2,5914 Prozent.

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