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07.01.2011

15:52 Uhr

Börse New York

Dow Jones rutscht nach Jobdaten ab

Die Anleger hatten den ganzen Tag auf die Arbeitsmarktdaten gewartet und jetzt fallen sie wenig spektakulär aus. Der Dow Jones rührt sich kaum vom Fleck. Einige Aktien sorgen heute dennoch für Spannung.

Händler an der Wall Street: Konjunkturdaten stehen im Fokus. dpa

Händler an der Wall Street: Konjunkturdaten stehen im Fokus.

HB NEW YORK. Wenig Bewegung an der Wall Stret. Durchwachsene Daten vom US-Arbeitsmarkt haben am Freitag die Börsen an der Wall Street leicht belastet. Der mit großer Spannung erwartete monatliche Bericht des Arbeitsministeriums zeigte, dass der US-Stellenmarkt nicht ganz so schnell aus der Krise kommt wie erhofft. Im Dezember wurden lediglich 103.000 neue Jobs geschaffen und damit weitaus weniger als Experten erwartet hatten. Andererseits sank die Arbeitslosenquote auf den tiefsten Stand seit mehr als anderthalb Jahren. "Die Zahlen waren nicht so gut, wie die Optimisten erhofft hatten, aber es sind dennoch keineswegs schlechte Nachrichten", resümierte Stephen Massocca von Wedbush Morgan. Das Wohl und Wehe des Arbeitsmarktes ist für die Erholung der konsumlastigen US-Wirtschaft entscheidend - und damit auch für die Aktienkurse.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab bis zum Mittag 0,4 Prozent nach auf 11 655 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,5 Prozent auf 1 267 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 0,4 Prozent auf 2 697 Punkte. Der Dax in Frankfurt schloss 0,5 Prozent schwächer bei 6 947 Punkten.

Zu den Verlierern des Tages gehörten viele Bankaktien, nachdem ein Gericht zwei Zwangsversteigerungen für nichtig erklärt hatte. Dies könnte dazu führen, dass auch viele weitere Zwangsversteigerungen durch die Banken für ungültig erklärt werden. So büßten die Aktien von JPMorgan Chase rund drei Prozent ein. Der S&P-Index der Finanzwerte lag 1,5 Prozent im Minus. Dagegen zogen Energiewerte nach den Verlusten der vergangenen Tage im Schnitt leicht an, weil viele Werte von einer Erholung des Ölpreises sowie Heraufstufungen durch die Investmentbank Goldman Sachs profitierten. "Hier gibt es das Gefühl, dass die Kursverluste übertrieben waren", erläuterte Peter Jankovskis von OakBrook Investments LLC.

Die Aktie des US-Flugzeugbauers Boeing kletterte 1,2 Prozent. Das US-Verteidigungsministerium will in den nächsten drei Jahren weitere 41 Kampfflugzeuge von Boeing kaufen, weil sich die Lieferungen des US-Rivalen Lockheed Martin an das Pentagon verzögern. Die Lockheed-Aktie legte dennoch um knapp ein Prozent zu. Zu den Gewinnern zählten auch die Aktien des ehemals weltgrößten Versicherers AIG mit einem Plus von rund zwei Prozent. Dem Titel half die Nachricht, dass eine Rekapitalisierung in greifbare Nähe gerückt ist.

Der US-Konsumgüterkonzern Sara Lee erwägt Kreisen zufolge eine Abspaltung seines Fleisch- und Kaffeegeschäfts, nachdem das Unternehmen ein Übernahmeversuch des brasilianischen Konzerns JBS zurückgewiesen hatte. Die Sara-Lee-Aktie fiel um 0,2 Prozent.

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