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24.10.2012

23:47 Uhr

Börse New York

Dow Jones sackt ein wenig ab

Während die Konjunktur in Europa schwächelt, scheint sich die Wirtschaft in den USA zu erholen. Davon war an den US-Börsen wenig zu spüren. Dort rutschten die Kurse - doch Facebook erfreute die Anleger.

Nach dem Kurssturz gestern lässt es die Wall Street heute etwas gelassener angehen. dpa

Nach dem Kurssturz gestern lässt es die Wall Street heute etwas gelassener angehen.

New YorkTrotz ermutigender Konjunkturdaten aus China und den USA sowie überzeugender Boeing-Ergebnisse haben die US-Börsen zur Wochenmitte erneut Boden verloren. Anleger waren weiter in Sorge über die Flaute der Weltkonjunktur und deren Folgen für die Konzerne. Diese Bedenken hatten am Dienstag dem Dow Jones noch den größten Rückgang seit vier Monaten eingebrockt.

"Letztendlich sind die kurzfristigen Konjunkturspritzen von Notenbankchef Ben Bernanke nichts weiter als ein Zuckerrausch. Fundamentaldaten sind das, was zählt", erklärte Analyst Seth Setrakian von First New York Securities. Die US-Notenbank hatte noch im Handelsverlauf die Fortsetzung ihrer Politik des billigen Geldes bekanntgegeben. Weil die Börsianer das erwartet hatten, konnte die Fed-Entscheidung dem Handel keine Impulse geben.

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Einige Einzelwerte konnten sich dank Geschäftszahlen aus dieser trüben Grundstimmung lösen - allen voran Facebook : Die Aktien des größten sozialen Online-Netzwerks schossen um fast 20 Prozent in die Höhe.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,2 Prozent schwächer mit 13.077 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,3 Prozent und schloss bei 1408 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte ebenfalls 0,3 Prozent ein auf 2981 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 7192 Punkten aus dem Handel.

Angesichts der Unsicherheit über die Lage in Europa und die bevorstehende Wahl in den USA seien gute Nachrichten zu dünn gesät, um Turbulenzen wie am Dienstag zu vermeiden, erklärte Marktexperte Rick Meckler von LibertyView Capital Management. Benötigt würden nun richtig gute Aussichten. Etwas Hilfestellung gab der Einkaufsmanager-Index der Großbank HSBC, der eine zunehmende Erholung der chinesischen Industrie signalisierte. Auch der US-Immobilienmarkt lieferte einen Lichtblick.

Der Flugzeugbauer Boeing tat seinen Teil mit einer erhöhten Prognose. Die Titel des Airbus -Rivalen gaben ihre frühen Gewinne jedoch im Handelsverlauf wieder komplett ab, um dann mit einem Abschlag von 0,15 Prozent aus dem Handel zu gehen.

Zu den Gewinnern zählten mit einem Plus von fast fünf Prozent die Aktien von Dow Chemical, obwohl der Konzern einen Gewinneinbruch vermeldete und Werkschließungen und den Abbau von Stellen ankündigte. Investoren hatten sich offenbar auf noch Schlimmeres eingestellt.

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Im Rampenlicht bei den Technologie-Werten standen jedoch die Papiere von Facebook: Das populäre Online-Netzwerk begeisterte die Börsianer mit unerwartet starken Zuwächsen bei den Anzeigeneinnahmen über Mobilgeräte. Die Aktie stieg trotz eines Nettoverlusts von 59 Millionen Dollar um 19 Prozent auf 23,23 Dollar.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 650 Millionen Aktien den Besitzer. 1306 Werte legten zu, 1649 gaben nach und 125 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,95 Milliarden Aktien 1079 im Plus, 1356 im Minus und 133 unverändert.

Von

rtr

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