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13.02.2015

22:40 Uhr

Börse New York

Dow Jones steigt über 18.000 Punkte

Die US-Anleger nahmen die deutschen Konjunkturdaten mit Freude auf. Das Bruttoinlandsprodukt von Europas größter Volkswirtschaft wuchs im vergangenen Quartal um 0,7 Prozent. Die wichtigsten US-Indizes schlossen im Plus.

Die US-Anleger sind bester Laune. Sie schauen auf die Zahlen von Nike und Kraft Foods ap

US-Händler

Die US-Anleger sind bester Laune. Sie schauen auf die Zahlen von Nike und Kraft Foods

New YorkDie überraschend starke Konjunktur in Deutschland und der höhere Ölpreis haben auch für Optimismus an der Wall Street gesorgt. Der S&P 500 beendete den Handel am Freitag mit einem Rekordschlussstand.

Die größte Wirtschaft Europas wuchs im Schlussquartal 2014 um 0,7 Prozent und damit doppelt so stark wie erwartet. Auch die Einigung auf eine Waffenruhe in der Ukraine wirkte sich auf die Stimmung in den USA weiter positiv aus. Insgesamt herrsche das Gefühl vor, dass sich die weltpolitische Lage verbessere, sagte Andre Bakhos von Janlyn Capital.

Aufmerksam verfolgen Investoren auch den Schuldenstreit mit Griechenland. Ein Sprecher der Athener Regierung versicherte, diese werde alles tun, um beim Euro-Finanzministertreffen am Montag ein Abkommen zu erzielen. Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem sagte dagegen mit Blick auf das Treffen, dass er sehr pessimistisch sei.

Der Dow-Jones-Index legte um 0,3 Prozent auf 18.019 Punkte zu. Der S&P stieg um 0,4 Prozent auf 2096 Stellen. Der Nasdaq rückte um 0,75 Prozent auf 4893 Punkte vor und damit auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Auf die gesamte Woche gerechnet blieb beim Dow ein Plus von 1,1 Prozent, beim S&P von zwei Prozent und beim Nasdaq 3,2 Prozent. In Frankfurt stieg der Dax am Freitag um 0,4 Prozent auf 10.963 Stellen. Tagsüber war er erstmals über die 11.000er-Marke geklettert.

Zu den Verlierern gehörten in New York zunächst die Papiere der American International Group (AIG). Das historisch niedrige Zinsniveau verhagelte dem größten US-Versicherer und Allianz-Rivalen die Bilanz. Investoren griffen später dennoch zu und sorgten für ein Plus von 2,9 Prozent.

Gefragt waren auch Papiere von Energiefirmen, die vom steigenden Ölpreis profitieren konnten. Der entsprechende S&P-Index für die Branche legte um 1,7 Prozent zu und damit so stark wie kein anderer Sektor.

Dagegen mieden Anleger die Anteilscheine des Lebensmittelkonzerns Kraft Foods. Die Aktie verbilligte sich um 2,7 Prozent. Im abgelaufenen Quartal wies Kraft einen Verlust von knapp 400 Millionen Dollar aus. Der Konzern will mit Personalwechseln im Management gegensteuern.

Abwärtsging es auch erneut für American Express. Die Großhandelskette Costco hatte angekündigt, die Kreditkarten des Unternehmens nicht mehr zu akzeptieren. Nach einem Verlust am Donnerstag ging es für die Amex-Papiere um drei Prozent nach unten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 760 Millionen Aktien den Besitzer. 1919 Werte legten zu, 1146 gaben nach, und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Milliarden Aktien 1727 im Plus, 983 im Minus und 147 unverändert.

US-Staatsanleihen verbilligten sich, weil Investoren auf eine Lösung im Griechenland-Streit setzten und die Bonds deswegen als mutmaßlich sicherer Hafen weniger gefragt waren. Zehnjährige Anleihen gaben um 16/32 auf 99-20/32 nach und rentierten mit 2,04 Prozent. Bei den 30-jährigen betrug das Minus 44/32 auf 97-1/32. Die Rendite lag bei 2,64 Prozent.

Von

rtr

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