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02.02.2011

14:24 Uhr

Börse New York

Dow Jones verharrt auf dem Höchststand

Die US-Börsen haben sich am Mittwoch kaum vom Fleck bewegt. Nach dem Höhenflug vom Vortag schafften es auch überraschend starke Zahlen vom Arbeitsmarkt nicht, die Anleger zu großen Engagements zu bewegen.

Händler in New York: Der Dow Jones bleibt auch am Mittwoch jenseits der 12.000-Punkte-Marke. DAPD

Händler in New York: Der Dow Jones bleibt auch am Mittwoch jenseits der 12.000-Punkte-Marke.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verteidigte seinen höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren und notierte mit 12.041 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 12.018 und 12.057 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,3 Prozent nach auf 1304 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq bewegte sich kaum und stand auf 2750 Stellen. Ermutigende Firmenergebnisse und eine anziehende Industrie hatten Dow und S&P am Dienstag auf Höchststände getrieben. In Frankfurt schloss der Dax am Mittwoch ebenfalls nahezu unverändert auf 7183 Punkten.

Dem Analysten Frank Lesh von FuturePath Trading zufolge hält die bislang im Großen und Ganzen positiv verlaufene Berichtssaison die Kurse auf ihrem hohen Niveau. Sobald diese vorbei sei, werde sich das Augenmerk aber wieder stärker auf andere Themen richten. „Eine kleine Korrektur würde mich nicht überraschen.“ Andere Analysten wiesen zudem auf charttechnische Widerstände hin. Im Blick behalten die Börsianer derzeit vor allem die Entwicklungen in Ägypten. Alle hofften, dass die Unruhen sich nicht auf die Region ausweiten, sagte Linda Raschke, Partnerin bei FuturePath Trading.

Unter den Einzeltiteln stand insbesondere Whirlpool im Blickpunkt. Die Papiere des Haushaltsgeräteherstellers rutschten 2,1 Prozent ab, nachdem das Unternehmen die Gewinnschätzungen von Analysten verfehlte. Zu den Verlierern gehörten auch die Aktien von Fluggesellschaften. Diese mussten wegen eines Schneesturms in großen Teilen der USA am Mittwoch nahezu jeden fünften Flug streichen. Die Papiere von Time Warner schnellten hingegen 8,6 Prozent in die Höhe. Der Medienkonzern wies dank steigender Werbeeinnahmen seiner Kabelfernsehsender ein höheres Ergebnis aus als erwartet.

Auswirkungen auf das Handelsvolumen hatte der Schneesturm kaum. An der New York Stock Exchange wechselten rund 930 Millionen Aktien den Besitzer. 1391 Werte legten zu, 1571 gaben nach und 123 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,02 Milliarden Aktien 1142 im Plus, 1462 im Minus und 112 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 09/32 auf 92-30/32. Sie rentierten mit 3,483 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 02/32 auf 93-31/32 und hatten eine Rendite von 4,624 Prozent.

Kommentare (1)

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Stefan L. Eichner

02.02.2011, 17:19 Uhr

Es wird wieder über die Gefahr platzender blasen geredet. im Unterschied zum Sommer 2008 geht es nicht mehr nur um Öl, sondern auch um andere Rohstoffe. Gibt es auch eine blase am Aktienmarkt?

Die Fed pumpt trotzdem weiter Geld in die Märkte und es wird sogar (lt. Thomas Hoenig) über eine weitere Ausweitung des Anleihen-Aufkaufprogramms nachgedacht, sollten die US-Konjunkturdaten enttäuschend ausfallen.

Wie aussagekräftig sind also die aktuellen US-Daten, die offenbar Hoenigs Gedanken ad absurdum führen?

Die Zahl der Essensmarken-Empfänger in den USA ist jedenfalls seit Oktober 2008 von 30,8 Millionen Monat für Monat kontinuierlich angestiegen, bis auf zuletzt (Nov. 2010) rund 43,6 Millionen - das sind 13,7 Prozent der US-bevölkerung - deutlich mehr als die Hälfte der bevölkerung Deutschlands.

Gute Aussichten also für die USA, ein Land, das wirtschaftlich zu etwa 70 Prozent auf den Konsum seiner bürger angewiesen ist?

Gute Aussichten für ein Land, dass ein ums andere Mal seine Schuldengrenze anheben musste - zuletzt reichte auch die Grenze von 14,3 billionen Dollar nicht mehr -, um nicht zahlungsunfähig zu werden?

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