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07.01.2015

23:58 Uhr

Börse New York

Dow Jones zeigt sich in guter Form

Dem amerikanischen Arbeitsmarkt geht es gut – und das freut auch die Anleger: Die US-Indizes können deutlich zulegen. Vor allem die Tochter eines deutschen Großkonzerns liegt im Fokus der Wall-Street-Händler.

Die Händler an der Wall Street freuen sich über die guten Arbeitsmarktdaten. AFP

Die Händler an der Wall Street freuen sich über die guten Arbeitsmarktdaten.

New YorkNach fünf Verlust-Tagen in Folge haben freundliche Daten vom Arbeitsmarkt den US-Börsen am Mittwoch wieder Auftrieb gegeben. Zudem sieht es Händlern zufolge danach aus, als ob die Europäische Zentralbank nach den aktuell nochmals verschärften Deflationsrisiken nun bald mit dem schon in Aussicht gestellten Kauf von Staatsanleihen im großen Stil beginnen könnte.

Aus dem am Abend veröffentlichten Protokoll der Fed-Zinssitzung vom Dezember schlossen Anleger darüber hinaus, dass es die Notenbank mit der erwarteten Zinsanhebung in den USA nicht eilig hat.

Alle drei großen US-Aktien-Indizes schlossen rund 1,2 Prozent fester. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte damit auf 17.584 Punkte, der breiter gefasste S&P-500 auf 2025 und die Nasdaq auf 4650 Stellen. Der Dow war im Verlauf zwischen 17.374 und 17.597 Punkten gependelt. In Frankfurt stieg der Dax 0,5 Prozent auf 9518 Zähler.

Die US-Wirtschaft schuf im Dezember mehr Jobs als erwartet. Die Zahl der neuen Stellen stieg um 241.000, wie der private Arbeitsvermittler ADP mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit 226.000 gerechnet.

Wie der Wall Street-Handel lief

Gute Arbeitsmarktdaten erfreuen Anleger

Wie der Wall Street-Handel lief: Gute Arbeitsmarktdaten erfreuen Anleger

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In der Euro-Zone fielen die Preise im Dezember erstmals seit 2009 wieder - und zwar um 0,2 Prozent. Der Rückgang der Lebenshaltungskosten ist für die Wirtschaft gefährlich. Dagegen will die EZB vorgehen und könnte nun schon auf ihrer Sitzung am 22. Januar weitere Maßnahmen beschließen.

Aus dem jüngsten Protokoll der Fed-Zinssitzung schlossen Anleger, dass die Notenbank weiter eine Zinserhöhung in absehbarer Zeit anpeilt. Durch den Ölpreisverfall und die damit verbundenen niedrigeren Kosten für Verbraucher und Firmen entstehe nach Ansicht der Mehrheit im Zinsausschuss sogar neuer "Schub", hieß es in dem Papier.

Bei den Einzelwerten an der US-Börse stiegen Aktien von T-Mobile US um 5,2 Prozent. Die Tochter der Deutschen Telekom verbuchte 2014 einen Rekord-Kundenansturm.

20 Prozent legten Papiere von J.C. Penney zu. Der Einzelhändler hat seinen Umsatz steigern können. Analysten hatten eher schwache Geschäfte erwartet, die Aktien nahezu aller großen Firmen der Branche hatten deshalb zuletzt nachgegeben.

Pepsico stiegen drei Prozent, Campbell Soup 4,4 Prozent. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, die Investmentfirma 3G erwäge Angebote für die beiden Konzerne.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 780 Millionen Aktien den Besitzer. 2355 Werte legten zu, 737 gaben nach und 102 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,95 Milliarden Aktien 1858 im Plus, 876 im Minus und 124 unverändert.

Die US-Staatsanleihen gaben nach ihrer jüngsten Rally wieder nach. Die zehnjährigen Bonds verringerten sich um 9/32 auf 102-14/32. Sie rentierten mit 1,975 Prozent. Die 30-Jährigen Bonds verloren 21/32 auf 109-22/32 und hatten eine Rendite von 2,535 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Erik Wikinger

08.01.2015, 09:11 Uhr

...........Dem amerikanischen Arbeitsmarkt geht es gut ...
Wer diesen Schwachsinn noch glaubt ...

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