Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.05.2015

23:14 Uhr

Börse New York

Dow schleppt sich mit Minus ins Wochenende

Die US-Ökonomie ist zuletzt geschrumpft. Der starke Dollar macht der Wirtschaft zu schaffen, und das drückt die Stimmung an der Wall Street ebenso wie der Blick auf Griechenland. Dennoch gab es am Freitag Gewinner.

Die Konjunktur spricht eine klare Sprache. AFP

Parketthändler in New York

Die Konjunktur spricht eine klare Sprache.

New YorkDie Wall Street hat sich zum Wochenausklang schwächer gezeigt. Auf die Kurse drückte die Unsicherheit über die Lage in Griechenland und der Einbruch der US-Wirtschaft im ersten Quartal.

Der stärkere Dollar und ein ungewöhnlich strenger Winter brachten die US-Wirtschaft aus dem Tritt. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Januar bis März. Die Daten sind Wasser auf die Mühlen der Befürworter einer späteren Zinswende.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,6 Prozent tiefer auf 18.010 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 tendierte mit 2107 Zählern 0,6 Prozent tiefer. Die Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,6 Prozent auf 5070 Punkte. Im Wochenvergleich sank der Dow um 1,2 Prozent, der S&P um 0,9 Prozent und der Nasdaq um 0,4 Prozent. Auf Monatssicht ergab sich für den Dow ein Plus von einem Prozent, für den S&P von 1,1 Prozent und für die Nasdaq von 2,6 Prozent.

Das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchervertrauen hatte sich im Mai weniger stark eingetrübt als erwartet. Die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago hingegen war im Mai gesunken, während Volkswirte mit einem Anstieg gerechnet hatten.

Die US-Wirtschaft war im ersten Quartal geschrumpft. Regierungszahlen zufolge sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 0,7 Prozent. In einer vorherigen Schätzung war noch ein leichter Zuwachs um 0,2 Prozent ermittelt worden.

Noch alarmierender beim BIP-Bericht sei jedoch, dass die bereinigten Vorsteuergewinne der US-Unternehmen zwischen Januar und März um 5,9 Prozent abgesackt seien, schrieb Analyst Jasper Lawler von CMC Markets. Dies sei - vor allem verursacht durch den starken Dollar - der stärkste Rückgang seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008. Das werfe die Frage auf, ob die Unternehmen ihre Profite weiter steigern können, ohne dass die US-Notenbank eingreife und den Dollar künstlich abwerte, so Lawler.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×