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18.05.2015

23:40 Uhr

Börse New York

Dow und Co jagen neue Rekorde

Die mögliche Verschiebung der Zinserhöhung verschafft den US-Börsen Auftrieb. Dow-Jones und S&P-500 verzeichneten am Montag neue Höchststände. Bei den Anlegern waren vor allem Apple und ein Chiphersteller gefragt.

Händler in New York warten auf neue Konjunkturdaten. AFP

Wall Street

Händler in New York warten auf neue Konjunkturdaten.

New YorkSpekulationen auf eine spätere Zinserhöhung in den USA haben die New Yorker Börsen am Montag auf Rekordjagd geschickt. Sowohl der Dow-Jones-Index der Standardwerte als auch der breiter gefasste S&P-500 markierten bei leichten Zuwächsen im Handelsverlauf ein neues Allzeithoch.

Abermals enttäuschende Konjunkturdaten - diesmal vom Häusermarkt - schürten Vermutungen unter den Anlegern, dass die Erholung der Wirtschaft für die US-Notenbank nicht robust genug sein könnte, um schon in den nächsten Monaten die Zinswende einzuleiten. Derzeit werde eine Zinserhöhung im September immer unwahrscheinlicher, sagte John Burke, Chef vom Broker Burke Financial Strategies. "Es sieht so aus, dass es erst Ende des Jahres oder Anfang 2016 so weit sein wird."

Der Dow-Jones-Index schloss einem Plus von 0,1 Prozent bei 18.298 Punkten und damit so hoch wie noch nie. Zwischenzeitlich markierte er sogar ein neues Rekordhoch von 18.325 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,3 Prozent auf 2129 Stellen und schloss ebenfalls so hoch wie nie zuvor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,6 Prozent auf 5078 Punkte. Auch der deutsche Leitindex in Frankfurt legte zu: Angetrieben von Spekulationen über einen Kompromiss im Schuldenstreit mit Griechenland schloss der Dax 1,3 Prozent höher bei 11.594 Punkten.

Die Daten von Immobilienmarkt fügten sich nahtlos in die jüngst allgemein schwachen Wirtschaftsdaten ein und bewegten kaum: Die Stimmung hatte sich im Mai laut der nationalen Organisation der Wohnungsbauunternehmen (NAHB) überraschend eingetrübt.

Erst am Mittwoch könnte es wieder spannend werden. Dann veröffentlicht die US-Notenbank ihr Sitzungsprotokoll, das vor allem auf die Stimmungslage in Sachen Leitzinsanhebung abgeklopft werden dürfte. Nach den zahlreichen jüngst schwachen Wirtschaftsdaten erscheint eine Zinsanhebung vor September zunehmend unwahrscheinlicher. Das würde die Aktienmärkte vorerst weiter unterstützen, da Aktien im Tiefstzinsumfeld damit weiter als Geldanlageform gefragt blieben.

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