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20.05.2014

23:36 Uhr

Börse New York

Einzelhändler trüben Stimmung an der Wall Street

In New York gehen die Anleger in Deckung. Die Indizes schließen nach Hinweisen auf für eine langsamere Konjunkturerholung im roten Bereich. Bei den Einzelwerten stehen Home Depot und Caterpillar im Fokus.

Ernüchterung bei den Händlern in New York: Nach Rekorden in der Vorwoche folgen nun Verluste. dpa

Ernüchterung bei den Händlern in New York: Nach Rekorden in der Vorwoche folgen nun Verluste.

New YorkEnttäuschende Nachrichten von Einzelhandelskonzernen haben die Wall Street am Dienstag ins Minus gedrückt. Auch andere Unternehmensneuigkeiten deuteten aus Sicht vieler Anleger darauf hin, dass die US-Konjunktur nach dem harten Winter noch nicht richtig auf Touren kommt. Nach zwei Handelstagen mit Gewinnen hielten sich die Investoren deswegen überwiegend zurück.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,8 Prozent tiefer auf 16.374 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 16.341 und 16.511 Stellen gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,7 Prozent nach auf knapp 1873 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq sank ebenfalls 0,7 Prozent auf rund 4097 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,2 Prozent niedriger mit 9639,08 Punkten.

Im Blick der US-Börsianer standen die Einzelhändler TJX Companies und Staples. Die TJX-Aktie rutschte um 7,6 Prozent ab. Der Quartalsumsatz des Unternehmens lag unter den Erwartungen. Staples brachen sogar um 12,5 Prozent ein. Der Büroartikelhändler hatte für das laufende Quartal einen Umsatzrückgang prognostiziert.

Zu den Verlierern zählten ferner Caterpillar, die 3,6 Prozent nachgaben. Der Baumaschinenproduzent berichtete von einer schwachen Nachfrage nach seinen Produkten bei den Händlern. Dies zeige, dass es keine Erholung bei Neuprojekten gebe, sagte Analystin Kim Forrest von Fort Pitt Capital Group.

Den Markt überzeugen konnte dagegen Home Depot. Nach witterungsbedingt schwachen Umsätzen zu Jahresbeginn gewannen die Geschäfte der weltgrößten Baumarktkette im Frühjahr wieder an Fahrt. Die Home-Depot-Papiere gewannen 1,9 Prozent an Wert.

Milliarden-Übernahme in der Rüstungsbranche

Auf den Einkaufslisten der Anleger standen ferner die Aktien von Aeroflex, die mehr als 25 Prozent in die Höhe sprangen. Der US-Zulieferer für Kommunikationsgeräte wird für knapp 1,5 Milliarden Dollar von der britischen Rüstungsfirma Cobham übernommen.

AstraZeneca -Titel legten in New York 2,2 Prozent zu. Mehrere Investoren sind unzufrieden damit, dass der britische Pharmariese die aufgestockte Übernahmeofferte von Pfizer ausgeschlagen hat, und fordern AstraZeneca zu Gesprächen mit dem US-Rivalen auf.

Die Aktien des Satelliten-TV-Betreibers Dish büßten 3,1 Prozent ein. Der Mobilfunk-Konzern Verizon hatte Gerüchte über eine Fusion mit Dish dementiert.

An der New Yorker Börse wechselten rund 0,65 Milliarden Aktien den Besitzer. 888 Werte legten zu, 2148 gaben nach und 121 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 639 im Plus, 2002 im Minus und 97 unverändert.

Die Kursverluste an der Wall Street trieben Anleger in die Kreditmärkte. Die zehnjährigen Staatsanleihen stiegen 7/32 auf 99-29/32. Die Rendite betrug 2,51 Prozent. Die 30-jährigen Bonds rückten 2/32 vor auf 99-28/32 und rentierten mit 3,38 Prozent. Gestützt wurden die Anleihenkurse zudem durch Äußerungen eines hochrangigen Vertreters der US-Notenbank (Fed). Der Chef der New Yorker Fed, William Dudley, sagte, die Fed werde die Zinsen wahrscheinlich relativ langsam erhöhen.

Von

rtr

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